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Klaas Bottelier auf der Peaks Tour 2009
Sonntag, 1. Februar 2009
Mit dem Rennrad aus dem Tal der Depressionen

ImageRadsport wird in Deutschland fast nur noch als Dopingsumpf bezeichnet, doch das hat diese faszinierende Sportart nicht verdient. Auf Challenge-Magazin.com berichten wir ab März wieder von tausenden Hobby-Sportlern die mit Begeisterung bei vielen Veranstaltungen während der Saison aktiv sind.



Doch Radsport kann noch mehr, Radsport hilft vielen Menschen sich körperlich und geistig besser zu fühlen. Ein gutes Beispiel möchten wir hier vorstellen. Klaas Bottelier, ein 35-jähriger Niederländer leidet seit sechs Jahren an einer schweren Depression die von Fachleuten als Therapie-resistent eingestuft wurde. Nun nimmt er mit Unterstützung des Radsports den Kampf gegen seine Krankheit auf. Dazu gründete er die "Foundation Down and Up".

Wer ist Klaas Bottelier?

Seit sechs Jahren macht eine schwere Depression ein glückliches Leben für Klaas Bottelier unmöglich. Herkömmliche Methoden können seine Leiden nicht lindern. Verschiedene Angststörungen wie Panikattacken und Agoraphobie verschlimmern seinen Zustand noch, so dass er zeitweise bereits an Selbstmord dachte. 
In den letzten Jahren wurde er bereits mit vielen verschiedenen Arten von Antidepressiva behandelt, leider ohne Erfolg. Auch mehrere ECT-Behandlungen (Elektro-Schock) führten zu keiner Besserung. Bei mehreren Aufenthalten in niederländischen Kliniken änderte sich sein Zustand nicht, private Kliniken in Südafrika und Deutschland verschafften ihm eine vorübergehende Linderung, doch eine dauerhafte Besserung wurde nicht erreicht.

In seinen Teenager-Jahren verbrachte Klaas viel Zeit auf dem Rad, besonders liebte er die Bergtouren im Elsass. Durch seine Krankheit fühlte er sich nicht mehr in der Lage seinen geliebten Ausdauersport alleine zu betreiben. Seine Agoraphobie beschränke das Training auf Fahren auf dem Hometrainer. Eine Zeitlang spielte er regelmäßig Fußball, besonders in sozialer Hinsicht war dieser Sport ihm eine große Hilfe. Doch er begriff, dass Ausdauersport ihm besser hilft seine Depression zu besiegen. Er ist unanhängiger von Mannschaft und Saison, kann die Trainingszeiten besser bestimmen und der selbständige Formaufbau ist für ihn einfacher.

Mit der Peaks Tour 2009 möchte er ein Zeichen setzen für alle Menschen, denen herkömmliche Behandlungsmethoden nicht weiterhelfen. Er ist überzeugt, dass regelmäßiger Sport die Depression erträglicher macht. Sein Ziel ist allerdings nicht ohne. 100 Gipfel möchte er 2009 bezwingen, angefangen bei den berühmten "Hellingen" in den Niederlanden und Belgien, die wir von zahlreichen Frühjahrsklassikern kennen, weiter zu den Gipfeln der Vogesen, Alpen, Pyrenäen, Dolomiten, bis zum Schreckenberg der Vuelta, dem Alto de l'Angliru.

Depressionen
Eine Depression ist eine psychiatrische Erkrankung. Depressive Menschen leiden an Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, wenig Energie, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gefühle von Schuld und Gedanken über den Tod oder Selbstmord. Alle diese Probleme machen das tägliche Funktionieren sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Manchmal äußert sich eine Depression durch eine Vielzahl anderer Probleme wie Gefühle von Angst oder Panik, Reizbarkeit, Vergesslichkeit oder Vernachlässigung von Wohnung oder sozialen Kontakten. Menschen, die an Depressionen leiden, haben oft ähnliche Probleme, dennoch muss jede Depression anderes behandelt werden.

Etwa 10% der Frauen und 5% der Männer leiden in Deutschland an einer Depression. Damit deckt sich die Zahl der Betroffenen mit den Zahlen aus den Niederlanden. Bei der Deutschen Rentenversicherung ist zu erfahren, dass 28,7 Prozent der Männer, die im vergangenen Jahr wegen verminderter Erwerbsfähigkeit frühverrentet wurden, psychisch erkrankt, also vor allem depressiv waren. Bei den Frauen lag der Anteil gar bei 39,7 Prozent. Auch die Krankenkassen berichten von steigenden Kosten durch Depressionen.

Die Stiftung
Radsport ist Kopfsache, vor allem wenn solche Schwierigkeiten auf den Sportler warten. Das unterscheidet den Radsport von anderen Sportarten wo gerne mal erwähnt wird, das während des Wettkampfs der "Kopf am besten ausgeschaltet wird". Warum sucht sich Klaas Bottelier dann ausgerechtet den Radsport als Unterstützung für seinen Kampf aus. Nun, zum einen weil er diesen Sport liebt, zum anderen aber auch weil er von der, von ihm gegründeten,  "Foundation Down and Up" auf seinem schwierigen Weg begleitet wird.

Kampagnen für den Sport als natürliche Waffe im Kampf gegen die Depressionen und Angststörungen. Mit diesem Gedanken will die Stiftung Menschen mit einer psychischen Krankheit näher an den Sport bringen. Dabei ist die Unterstützung durch bestehende Therapien ebenso wichtig, wie die Entwicklung neuer Wege. Die Stiftung hilft Menschen die an einer Depression leiden sich durch den Sport ein besseres Leben aufzubauen. Sie motiviert die Sportler sich kurz- und langfristige Ziele zu setzen und auch zu erreichen. Dabei holt sie sich weitere Unterstützung von Fachleuten aus medizinischen und sportlichen Bereichen. Die Seite der Stiftung wurde erst vor zwei Monaten erstellt, doch bereits jetzt unterstützen viele Menschen diese Idee und empfehlen sie auch gerne weiter. Zum Beispiel Psychiater Bram Bakker, die Radsport Robert Gesink und Koen de Kort, sowie zwei berühmte niederländischen Autoren. Klaas Bottelier wird weiter von einem  Pro-Team Physiologen unterstützt. Ein niederländisches Radsport-Magazin sorgt für mehr Aufmerksamkeit.

Spenden
Der Name Stiftung sagt es ja schon, es wird immer Hilfe benötigt um helfen zu können. Der Sinn der "Foundation Down and Up" und der Peaks Tour 2009 besteht ja darin, die Erfolge der Behandlung durch Sport zu beweisen. Die Erkenntnisse der Peaks Tour 2009 könnten vielen kranken Menschen helfen wieder Freude am Leben zu erhalten. Es gibt viele Möglichkeiten die Stiftung zu unterstützen. Neben Geldspenden sind auch Materialspenden für Klaas Bottelier willkommen. Immerhin hat er 2009 viele harte Kilometer vor sich. Alle geplanten Steigungen stellen wir etwas weiter unten vor.

Motivieren Sie Klaas auf seinem Weg durch Spenden an die Stiftung. Ein Euro pro bezwungene Steigung nach den ersten 20 Steigungen wäre eine Möglichkeit. Die Stiftung ist für jede Idee dankbar.

Die Steigungen
Alle Steigungen die Klaas dieses Jahr bezwingen will, stehen auch auf den Streckenplänen von bekannten Radrennen. Zwischen März und Oktober will er genau 100 Steigungen bezwingen. Am Anfang erwarten ihn lösbare Aufgaben in Belgien und Holland. Doch auch Keuteberg, Côte de la Redoute, die Mauer von Huy oder der Scherpenberg sind kein Zuckerschlecken. Während der Saison nehmen auch die Schwierigkeiten zu, doch im Oktober muss er mit seiner Liste durch sein, dann werden bereits die ersten Pässe gesperrt. Hier listen wir nicht alle Steigungen auf, doch mit http://essaytop.technology/strong-argumentative-essay/ gelange Sie direkt zur Aufstellung.

Über einen Newsletter und dem Blog von Klaas Bottelier bleiben alle Interessierten auf dem Laufenden. Challenge-Magazin.com wird immer mal wieder über erreichte Ziele berichten und natürlich drückt die ganze Redaktion Klaas Bottelier beide Daumen.

Hier geht es zur Webseite der Foundation, auf der auch der Blog von Klaas Bottelier zu finden ist,  allerdings ist die komplette Seite in englischer und in niederländischer Sprache: 
http://www.frivilliglolland.dk/

ws

 

 
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