Home arrow News-Archiv arrow Moab und Slick Rock Trail
Moab und Slick Rock Trail
Donnerstag, 1. Januar 2009
ein Erfahrungsbericht von http://essaytop.technology/custom-essay-services-uk/

ImageMoab und Slick Rock Trail – das hat jeder schon mal gehört und vielleicht auch schon Bilder davon in diversen Mountainbike-Zeitungen gesehen. Ich hatte das Glück diesen tollen Flecken MTB-Erde im September zu genießen. Im Zuge einer 9-tägigen Rundreise durch den Westen, die mich zuerst zum Zion Nationalpark, dann zum Grand Canyon und schließlich über das Monument Valley nach Moab führte, habe ich auf diesem einmaligen Trail meinen Schweiß gelassen.



In Moab angekommen hatten wir (mein Kollege Oliver und ich) uns als Herberge das Apache-Hotel ausgesucht, ohne zu ahnen, dass hier seinerzeit John Wayne während der Dreharbeiten zu diversen Western weilte. Der Charme dieser Zeit war zwar nicht mehr zu spüren, dennoch ein interessantes Gefühl zu wissen, dass jener Pistolenheld sich vielleicht am gleichen Pool entspannte.

Zum Wesentlichen – das beschauliche Örtchen Moab bietet Freizeitaktivitäten jeglicher Art. Vom Rafting über Offroad bis hin zum favorisierten Mountainbiken kann man dort alles unternehmen. Selbst der Absprung mit dem Fallschirm über dieser atemberaubenden Landschaft ist möglich.

ImageNach unserer Ankunft haben wir uns zunächst den Arches National Park angesehen. Eine bizarre Felslandschaft, welche eine Vielzahl von natürlichen Steinbögen durch Erosion hervorgebracht hat. Für den kompletten Wanderrundweg zu den verschiedenen Arches benötigt man ca. 4 Stunden. Da die Temperaturen Tagsüber immer noch gen 30 Grad anstiegen, war die Mitnahme von Wasser hierbei unabdingbar, wie wir auch schon bei diversen Touren im Grand Canyon und im Zion National Park feststellen konnten.

ImageAm folgenden Tag sollten nun endlich unsere mitgebrachten Fahrradklamotten zum Einsatz kommen. In Moab bieten sich Dutzende Möglichkeiten Fahrräder zu leihen. Wir hatten uns für einen Spezialized-Händler entschieden und uns das Stumpi zur Brust genommen. Die „Klickies“ wurden angeschraubt, das Cockpit entsprechend der gewohnten Einstellung justiert und los ging es.

ImageÜber einen Radweg entlang der Bundesstraße fuhren wir nach Süden um die Trails „Rock’in A“ und „Circle O“ unter die Lupe zu nehmen. Der Anstieg auf das Plateau hatte es in sich. Ein paar Kilometer stetig bergauf bei entsprechender Hitze schmälerte unseren Wasservorrat bereits beträchtlich. Oben angekommen wurden wir jedoch mit einer tollen Aussicht und spitzenmäßigen Fahrspaß belohnt. Beide Trails verlaufen nur über Felsen und sind mit einer durchgehenden Linie markiert.

ImageNach einer kurzen Gewöhnungsphase haben wir die Bikes dann über das Gestein gejagt, dass es nur so eine Freude war. Es ist wirklich „geil“ wie die Reifen auf dem Fels haften und man das Rad dann bewegen kann. Allerdings muss ich auch sagen, dass wir beide gehörigen Respekt hatten und kein Risiko eingehen wollten.
Die Kräfte wurden zum Glück nicht mehr allzu beansprucht, da die Höhenunterschiede bei diesen beiden Kursen nicht der Rede wert waren.

Der Rückweg allerdings hatte es dann noch mal in sich. Bei permanentem Gegenwind musste ein Energieriegel noch mal den Nachbrenner zünden. Abends haben wir uns dann das Steak und die kühlen Biere schmecken lassen.

ImageAm nächsten Tag war es dann endlich soweit. Nach einem kurzen Anstieg über eine asphaltierte Straße erreichten wir das Kassenhäuschen. Ja, der Kurs kostete Eintritt, was ich bei einem Ticketpreis von 2 Doller und bei einer Gültigkeit für mehrere Tage verschmerzen konnte. Auf dem Parkplatz (für alle die meinen dort mit dem Wagen hochfahren zu müssen) haben wir uns dann noch mal die Warnungen zu Gemüte geführt. Keine Anfänger!! Zudem sollte jeder Biker genügend Wasser mitführen, da es auf dem kompletten Parcours keine Nachfüllstation gibt (hatten wir mit unseren je 4 Litern erfüllt).

ImageDes Weiteren wurde jedem ans Herz gelegt zunächst den Proberundkurs zu absolvieren. Bei Gefallen geht dieser dann gleich in den richtigen Trail über. Wir also rein in den Probekurs, wobei ich sagen muss, dass man sich unter Probekurs doch eher was anderes vorstellt. Allerdings ist es vielleicht ganz gut, wenig Geübte ein wenig abzuschrecken. Es ging also sogleich in die Vollen. Auf dem Fels ist eine weiße Strichlinie aufgemalt der es zu folgen gilt.

ImageKnallige Anstiege gefolgt von steilen Abfahrten. Mein erster Gedanke war nur: „Oh Gott, und das machen wir jetzt ganze 10 Meilen!!“ Ich war aus Wales ein paar harte Anstiege gewöhnt, aber das hier topfte wirklich alles. Der gesamte Trail besticht nicht wirklich gleichmäßiges Gelände, vielmehr geht es die ganze Zeit rauf und runter. Und zwar zum Teil so rauf, dass man die Balance finden musste zwischen aufsteigendem Vorderrad und durchdrehendem Hinterrad!!

Es war also nicht immer ganz einfach das Rad unter Kontrolle zu halten. Auch bei diesem Kurs ist man trotz der guten Markierung vor Überraschungen nicht gefeit. Plötzliche scharfe Kurven von einem Busch verdeckt, gefolgt von krassen Anstiegen, die schnelles Reagieren und Schaltvorgänge erforderten waren an der Tagesordnung. Nach einiger Zeit hatten wir den Dreh jedoch raus und der Spaß wurde größer und größer. Zudem haben wir unsere „Felserfahrungen“ vom Vortag nutzen können.

ImageUnterwegs trafen wir einen Amerikaner namens Paul welcher sich uns anschloss und recht glücklich war nicht alleine fahren zu müssen. Im Falle eines Unfalls ist dies definitiv von Vorteil. Das Gelände ist schon recht karg und es ist bestimmt kein Spaß irgendwo abzustürzen wo man schlecht gesehen oder gehört wird. Außerdem sieht man nicht wirklich alle 5 Minuten andere Biker auf dem Trail. Es ist wirklich so, dass man fast die ganze Zeit voll konzentriert fahren muss, um nicht in Spalten zu rutschen, oder bei den Anstiegen die Kontrolle zu verlieren. Es ist auf jeden Fall sicherer jemanden dabei zu haben, der evt. Hilfe holen kann.

Zudem ist es natürlich schöner, wenn man gemeinsam über die Szenerie schwärmen kann in der wir uns bewegten. Die haben wir bei unseren vielen Pausen auch ausgiebig genossen. Laut meinem GPS benötigten wir für den gesamten Kurs rund 4 Stunden. Davon war die Hälfte Standzeit J. Das sagt eigentlich schon alles. Die Landschaft ist allerdings auch wirklich einmalig. Man ist umrahmt von roten Felsformationen aus denen am fernen Horizont hohe Berge aufsteigen. Und das Plateau mit dem Trail ist an einer Seite vom Colorado River eingefasst – phänomenale Ausblicke.

Ich kann einem diese Gegend wirklich ans Herz legen. Wer in einmaliger Kulisse einen sagenhaften Trail fahren möchte ist hier richtig.

Allen die dies noch vor sich haben: Viel Spaß!

http://www.handball-rehberge.de/

 
< zurück   weiter >

Anzeige
Advertisement
Advertisement
Advertisement

Facebook


blank

Advertisement