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R?ckblick German Cycling Cup 2008
Montag, 1. Dezember 2008
ImageLeicht hatten es die Organisatoren des German Cycling Cup wirklich nicht. In den ersten Monaten schien sich alles gegen sie verschworen zu haben. Heute vor einem Jahr gab es den German Cycling Cup noch gar nicht, noch hofften Fahrer und Veranstalter auf eine Fortsetzung der T-Mobile Cycling Tour.

Das Organisationsteam hatte bereits das Regelwerk überarbeitet und die Auswahl der Veranstaltungen verändert. Nach dem endgültigen Rückzug des Hauptsponsors bleiben alle Versuche erfolglos einen neuen Titelsponsor zu finden. Dennoch wollte niemand die größte Serie für Jedermänner in Deutschland sterben lassen.

Auch ohne Sponsor wurde die neue Saison in Angriff genommen. Noch war die Fortsetzung einiger Veranstaltungen unsicher. Rund um Köln kämpfte ebenso ums Überleben wie Göttingen. Nach dem Ausfall der Niedersachsen-Rundfahrt entschied man sich in Göttigen schnell das Jedermannrennen ohne Profirennen durchzuführen. Rund um Köln war endlich auch gesichert und so konnte der German-Cycling Cup vorgestellt werden.

Bei den Änderungen gegenüber der alten Serie wurde besonders an die Gesundheit und den Geldbeutel der Teilnehmer/innen gedacht. So wurden die Veranstaltungen von 20 auf 9 reduziert, gleichzeitig wurden zwei Streichergebnisse eingeführt. Die Punktevergabe in den Altersklassen wurde verändert. Nun konnten sich in den einzelnen Klassen mehr Fahrer/innen Punkte für die Altersklassenwertung sichern. Besonders die Teilnehmer/innen der Altersklassen 3 und 4 freuten sich über diese Änderung.

Bekannt gegeben wurden diese Änderungen auf der neuen Internetseite der Serie. News, aktuelle Zwischenstände, die Gesamtwertung, nun wurden die Teilnehmer nicht nur richtig informiert, sondern konnten sich auch für die Veranstaltungen der Serie direkt anmelden. Jetzt konnte es losgehen, alles wartete auf die ersten Ergebnisse fieberten dem Start bei Rund um Köln entgegen.

Rund um Köln – Albtraum in Weiß

Mittendrin aber nicht dabei, der Titel zum Bericht auf Challenge-Magazin.com sagte schon alles. Schlimmer konnte die Saison nicht beginnen. Noch einen Tag vor dem Rennen war alles in Ordnung. Vor den Messehallen in Köln parkte ein großer Bus mit der Aufschrift "German Cycling Cup", die neue Serie hatte ihren ersten großen Auftritt. Bus und ein Informationsstand begleiteten von nun an die Veranstaltungen der Serie. Auch einen kleinen Karton hatte Hans-Martin Fraas, der Leiter der Serie mit nach Köln gebracht. Allerdings sollte der Karton erst nach dem Rennen am Ostermontag ausgepackt werden...sollte.

Am Morgen des Rennen herrschte blankes Entsetzen bei Organisation und Fahrern. Der Winter kehrte zurück und verpasste der Landschaft rund um Köln ein weißes Kleid. Das allerdings passte nicht zu den bunten Trikots der Starter und so fiel der Saisonauftakt aus. Die Sicherheit der Fahrer und Fahrerinnen stand im Vordergrund, nicht nur bei den Jedermännern, sondern auch bei den übrigen Rennklassen. Was passierte nun mit der Wertung des German Cycling Cup?

Alle Fahrer bekamen 5 Punkte, die Wertung für Fahrer die das Rennen zwar beenden, sich jedoch nicht unter den Top-200 platzieren. Die Fahrer/innen konnten nun selber entscheiden, ob sie das Rennen als Streichergebnis werten. Am German Cycling Cup schien wirklich die Seuche zu kleben, normal waren die letzten Monate wirklich nicht. Was blieb war die Hoffnung aus Besserung.

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Tour de Energie – von der Sonne verwöhnt

Das war doch schon ein besserer Titel und so erlebten es auch alle. Auch hinter der Tour de Energie stand ein Fragezeichen. Wie würde das Rennen nach der Absage der Niedersachsen-Rundfahrt ablaufen. Würde überhaupt Publikum an der Strecke stehen?

Ohne die Profis wurden nicht alle geplanten Streckenteile genehmigt. Doch die Änderung kam bei den Teilnehmern sehr gut an, machte das Rennen noch ein wenig spannender. Die Organisation war sehr gut, das Wetter traumhaft, eine tolle Veranstaltung. Zuschauer waren ohne Zabel und Co. tatsächlich weniger an der Strecke, dennoch wurden die Fahrer/innen beim Überqueren der Ziellinie stürmisch bejubelt.

Das war der erwarte Auftakt zum German Cycling Cup, denn bei der Siegerehrung gab es noch eine Überraschung. Die beiden Sieger der langen Strecke, Manuela Haverkamp-Roisch und Tilo Breuer, durften sich das Führungstrikot des German Cycling Cup überstreifen, eine weitere Neuerung. In Göttingen konnte Hans-Martin Fraas endlich die Trikots präsentieren, die in Köln noch im Karton bleiben mussten. Eine gelungene Überraschung.

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Abschied vom Henniger Turm

Nach vielen Jahren wird eins der größten Deutschen Radrennen aus dem Terminkalender verschwinden. Für eine Fortsetzung unter neuem Namen sieht es inzwischen sehr gut aus, doch den Henniger Turm werden wir in Zukunft vermissen. Die Jedermänner hatten Start und Ziel allerdings ein Stück weiter im Sulzbacher Main-Taunus-Zentrum. Und hier gab es eine weitere großartige Nachricht beim German Cycling Cup.

Die Firma Strassacker aus Süßen bei Göppingen, bekannt als Hersteller des Bambi, der berühmten Medienpreis, stiftet für die ersten drei Männer und ersten drei Frauen die Ehrenpreise für die Gesamtwertung 2008. Prachtvolle Kunstwerke, die einen Platz auf dem Treppchen noch reizvoller machten. Im Zwischenstand der Gesamtwertung gab es keine Veränderung. Tilo Breuer verteidigte sich mit dem zweiten Platz auf der 73km Strecke seine Führung. Manuela Haverkamp-Roisch siegte auf der 100 km Distanz und baute ihre Führung damit weiter aus.

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Hilfsbereite Menschen bei den Neuseen Classics

Auch in Leipzig erwartete die Teilnehmer/innen schönes Frühlingswetter. Weniger schön waren zahlreiche Stürze durch übereifrige Fahrer, eine Unart die sich leider durch die ganze Saison zog. Eine Rennsituation sollte im Laufe der Saison noch Folgen haben. Thomas Kapuste erlitt kurz vor dem Ende einen Hinterraddefekt. Sein Teamkollege Max Strinz verzichtete auf seine Erfolgschancen und tauschte die Hinterräder.

Tatsächlich konnte Kapuste das Rennen über 130 km gewinnen. Zuschauer die an der Strecke wohnten waren davon so beeindruckt, dass sie Max Strinz zum Grillen in ihren Garten einluden. Während Manuela Haverkamp-Roisch durch einen vierten Platz bei den Frauen über 130 km ihr gelbes Führungstrikot des German-Cycling-Cups verteidigen konnte, musste Tilo Breuer durch einen Auslandsaufenthalt seinen Spitzenplatz an Andreas Bolleßen abgeben.

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Heiß – Hart – Schnell - Die Bayern-Rundfahrt
Nach starken Regenfällen an den Vortagen begrüßte Erlangen die Fahrer/innen mit herrlichem Sonnenschein. Die Stimmung war allerdings nicht immer ungetrübt. Da die Profis sich schnell Erlangen näherten, wurde der notwendige Rennschnitt kurzfristig hochgesetzt. Gegen Mitte des Rennens sorgte der Umgang mit überrundeten Fahrer/innen für einige Probleme.

Doch den größten Kummer bereiteten sich die Starter wieder einmal selber. Erneut sorgten viele Stütze für unnötige Schäden an Mensch und Material. Besonders ärgerlich für die ebenfalls in einen Sturz verwickelten Andreas Bolleßen und Kris von der Velde, die vor dem Rennen Platz eins und drei im Zwischenstand des German Cyling Cup belegten. Dadurch verlor Andreas Bolleßen die Führung an Michael McManus der den Sprintern ein Schnippchen schlagen konnte und sich als Solosieger feiern ließ. Manuela Haverkamp-Roisch gewann erneut, inzwischen hatte sie einen ordentlichen Vorsprung auf die nächsten Plätze.

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Spannung pur in Bochum
Erneut hatte der Wettergott ein Einsehen mit den Jedermännern. Während die Profis am Nachmittag ihr Finale im Regen bestreiten mussten, blieben die Jedermänner erfreulicherweise trocken. Obwohl alle mit einer Sprintentscheidung gerechnet hatten, suchte ausgerechnet Michael Rademacher, ein Fahrer mit richtig schnellen Beinen, mehrfach sein Heil in der Flucht. Doch die Unterstützung durch weitere Fahrer fehlte und so wurde es das erwartete Ausscheidungsrennen mit einen tollen Finale. Manuela Haverkamp-Roisch sicherte sich mit ihrem zweiten Platz wieder wichtige Punkte für die Gesamtwertung, während Michael McManus seine Führung nur knapp verteidigen konnte.

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Wenn Jedermann in der Hölle friert
Die Bergspezialisten unter den Fahrern lieben Rad am Ring. Auf der Nordschleife des Nürburgrings, auch grüne Hölle genannt, haben die Sprinter nur geringe Chance auf einen Erfolg. Am Abend vor dem großen Radsportwochenende mit zahlreichen Veranstaltungen, galt Land unter in der Eifel.

Zum Glück fanden die Rennen erst an den nächsten beiden Tagen statt. Der Renntag der Jedermänner begann grau und kalt, aber trocken. Mitte des Rennens öffnete der Himmel dann seine Schleusen. Kein anderes Jedermannrennen des German Cycling Cup war so hart. Michael McManus dürfte es nur recht gewesen sein. Mit einer überzeugenden Leistung wurde er zweiter und baute seinen Vorsprung wieder deutlich aus. Er hatte zurückgeschlagen.

Auch Manuela Haverkamp-Roisch belegte Rang zwei und zog immer weiter davon. Wer sollte sie in diesem Jahr noch ernsthaft gefährden?

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Rechnen nach Nürnberg
Das Rennen Rund um die Nürnberger Altstadt brachte wieder eine neue Situation. Es war das vorletzte Rennen, nun kamen die beiden Streichergebisse ins Spiel. Vor dem Start war allerdings keine große Gelegenheit dazu, denn bereits um 8:00 Uhr wurden die Teilnehmer/innen ins Rennen geschickt. Und tatsächlich sorgte Nürnberg für ausreichend Rechnerei. Manuela Haverkamp-Roisch konnte sich nach ihrem zweiten Platz doppelt freuen. Denn beim Finale in Münster konnte ihr niemand mehr den Erfolg in der Gesamtwertung streitig machen. Genau umgekehrt die Situation bei Michael McManus. Mit Rang 91 verteidigte er zwar sein Spitzenreitertrikot erneut, doch er konnte den Hauch der Verfolger inzwischen spüren. Es sah nicht gut aus, zumal auch das letzte Rennen eher auf die Sprinter zugeschnitten war. Vier Fahrer saßen ihm im Nacken, mehr Spannung war kaum möglich.

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Das Rennen der fallenden Blätter
Der Sparkassen Giro in Münster bot das erwartete Finale. In der heimlichen Hauptstadt der Radfahrer wurden die letzten Entscheidungen des Jahres getroffen. Sonnenschein und tausende Zuschauer feierten die Jedermänner und Jederfrauen zum letzten Mal in dieser Saison. Hier würden also die Entscheidungen fallen. Wer holt sich den Sieg im ersten German Cycling Cup? Wer sichert sich die Strassacker-Kunstwerke in Gold, Silber und Bronze?
Manuela Haverkamp-Roisch stand als Siegerin der Frauen fest. Doch hinter ihr wurde es noch einmal spannend.

Katharina Reitmaier und Cosima Kurp lagen nur wenige Punkte auseinander. Noch spannender die Entscheidung bei den Männern, hier durfte sich niemand einen Fehler erlauben, zu eng waren die Abstände. Manuela Haverkamp-Roisch entschied sich für die 70 km lange Strecke und belegte dort erneut Rang zwei. Was für eine Serie!
Cosima Kurp verdrängte durch ihren dritten Platz auf der 140 km Distanz Katharina Reitmaier hauchdünn auf Platz zwei in der Gesamtwertung.

Taktik bestimmte das Rennen der Männer über 140 km, hier waren fast alle Favoriten versammelt. Einer fehlte und das war ausgerechnet der Spitzenreiter der Serie. Michael McManus konnte in Münster nicht starten und so auch kein weiteres gutes Ergebnis mehr erzielen. Es wäre ohnehin sehr schwer geworden, denn die Favoriten belauerten sich, so das sich eine Spitzengruppen absetzten konnte in der kein Fahrer Chancen auf eine gute Platzierung im German Cycling Cup hatte.

Mit dem fünften Platz sicherte sich Thomas Kapuste doch noch die Gesamtwertung der Serie. Ohne auch nur einen Tag das gelbe Trikot getragen zu haben, stand sein Name nun an erster Stelle in der Rangfolge. Rang 15 genügte Christian Schrot um auf Platz zwei zu klettern während sich Andreas Bolleßen den dritten Rang in der Endabrechnung sicherte. Michael McManus, der seit Erlangen das gelbe Trikot trug, musste sich zum Schluss mit Platz fünf zufrieden geben.

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Es war eine unglaublich spannende Saison. Hans-Martin Fraas hat eine attraktive Serie entwickelt, die bis zum Schluss viel Raum für Spekulation ließ. Die Arbeit hat sich gelohnt und der Erfolg war auch verdient. Für 2009 hat er weitere Änderungen angekündigt, um die Serie für noch mehr Jedermänner interessant zu machen. Ich bin überzeugt es wird ihm gelingen und freue mich schon jetzt auf den Auftakt zum German Cycling Cup 2009 am 13. April bei Rund um Köln. Dann bei wunderschönem Frühlingswetter.

Nachschlag in Dortmund
Gute Auftritte verlangen nach einer Zugabe. Der Veranstalter der Dortmunder 6 Tage-Rennens hatte alle Teilnehmer zur 2. Nacht der Sixdays eingeladen. Viele Sportler/innen nutzten die Möglichkeit einmal Bahnradsport zu erleben. ws
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