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Der WM-Kurs im Gr?nen
Sonntag, 1. Juli 2007
Der WM-Kurs im Gr?nenUm es gleich vorweg zu nehmen: Der Rundkurs im Nordwesten Stuttgarts ist hart und schwer – aber trotzdem fair. Das hat sich bei den „Testrennen“ am 3. Juni gezeigt, als die Jedermänner über zwei Distanzen auf den weltmeisterlichen Rundkurs geschickt wurden und am Nachmittag die U 23 ihren Deutschen Meister ermittelten.

Bei allen Rennen wurde schnell deutlich, dass eine Massenankunft wohl ausgeschlossen ist. Bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart am 29. und 30. September wird das nicht anders sein. Denn wer hier vorn sein will, muss seine Kräfte einteilen und darf das Pulver nicht zu früh verschießen.

Die Messe am Killesberg bietet ein nahezu perfektes Umfeld für eine Großveranstaltung wie die Rad-Weltmeisterschaften, und natürlich auch für solch eine Veranstaltung wie die Velo-Tour am 3. Juni. Keine weiten Wege, alles ist gut erreichbar und für Zuschauer ist ausreichend Platz.

Natürlich werden die Parkmöglichkeiten Ende September stark begrenzt sein, dennoch ist das WM-Areal gut zu erreichen. Denn unmittelbar an der Messe ist die U-Bahn Station. Also schon mal der Tipp: Auto stehen lassen und Bahn fahren.

Der 19,1 Kilometer lange Rundkurs selbst entpuppte sich schnell als WM-tauglich. Beim Abfahren der Strecke kam schnell die Frage auf, wo man sich denn hier erholen könne. Denn dazu bleibt nur wenig Gelegenheit. Schon am Start geht es bergan. Für rund einen Kilometer, insgesamt sind es aber, das stellt sich nach dem Beenden einer Runde heraus, etwas mehr als zwei Kilometer. Denn schon vor dem Ziel beginnt die Steigung, die auf den ersten Blick gar nicht so schlimm ausschaut. Liegt diese Steigung hinter den Fahrern, folgt ein abschüssiges Stück.

Hier kann man es rollen lassen, die Konzentration sollte dabei aber nicht verloren gehen. Nach einer Linkskurve geht es nämlich erst richtig in die erste Abfahrt. Die ist zwar breit und sehr gut ausgebaut, aber die vielen scharfen Kurven erfordern ein fahrerisches Können. Für einen Ausblick hinunter in die Umgebung bleibt da keine Zeit.

Dann folgt schon der nächste Höhepunkt. Der 13-prozentige Anstieg am Herdweg könnte ein Scharfrichter werden. Einmal gefahren, ist der sicher nicht so schwer, über eine lange Distanz aber könnte er mit entscheidend sein. Dort werden sich auch viele Zuschauer tummeln.

Erst sehen sie das Feld, wie es sich in die erste Abfahrt begibt, wenige Minuten später können sie Rennfahrer den Herdweg hinaufkommen sehen. Nach einer weiteren Abfahrt mit zum Teil kniffligen Kurven wartet der Birkenkopf. Auch dieser 1,2 Kilometer lange Anstieg sieht auf den ersten Blick harmlos aus.

Aber hier, das hat die Velo-Tour gezeigt, stoßen viele an ihre Grenzen. Für die Profis eine weitere Gelegenheit, in der Schlussphase des Rennens mit Attacken für eine Vorentscheidung zu sorgen.

Der größte Teil der Runde liegt nun hinter den Fahrern. Die Messe kommt jetzt allmählich wieder in Sichtweite. Und damit auch, wie erwähnt, der dritte und letzte Anstieg des Stadtkurses, der durch das viele Grün rechts und links entlang der Strecke gar nicht wie ein Rundkurs durch eine Großstadt wirkt. Und wo steht man nun am besten?

Hier ein kleiner Tipp des Autors: Der Anstieg am Herdweg, etwa zwei Kilometer Fußweg vom Start- und Zielbereich am Messegelände, ist da zu nennen. Und wer nicht so weit laufen will, sollte sich oberhalb der Zielgeraden postieren. Hier werden auch die Mannschaftsboxen aufgebaut.

Interessante Punkte gibt es also ausreichend auf dem WM-Kurs in Stuttgart, auf dem deutsche Rennfahrer nicht chancenlos sind. Mit der entsprechenden Unterstützung werden Stefan Schumacher und Co. auch ein Wörtchen mitreden. (rp)

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