Home arrow News-Archiv arrow Jederfrau der Woche ? Cosima Kurp
Jederfrau der Woche ? Cosima Kurp
Montag, 3. November 2008
Cosima Kurp vom Team Siemens ist bei Jedermannrennen gut zu erkennen. Denn sie fährt selten im hinteren Teil einer Gruppe. Obwohl sie sehr oft im Wind fährt, kann sie mit der Saison sehr zufrieden. Im letzten Rennen des German Cycling Cup sicherte sie sich Rang 2 in der Gesamtwertung. Sie ist nicht nur bei Radrennen anzutreffen, sondern auch bei Lauf- und Triathlonveranstaltungen, wo sie für den LC Burgwedel an den Start geht. Auch ihr stellen wir die üblichen 5 Fragen der Kandidaten der Wahl.

Warum fährst du Jedermannrennen


Weil es meist schöne Strecken sind, landschaftlich reizvoll oder Stadtkurse mit begeistertem Publikum. Spaß am Wettbewerb, außerdem trifft man gerade in der überschaubaren Frauen-Wertung immer wieder die gleichen netten Leute. Weitere Anreize sind für ein gutes Team zu fahren und die Jahreswertung der Rennserie.
 
ImageNenne uns bitte deinen schönsten Augenblick im Sportjahr 2008.

Jedes Mal, wenn ich sturzfrei und gesund durch ein Rennen gekommen bin!
Natürlich habe ich mich über Erfolge gefreut, aber viel nachhaltiger sind die wahrhaft menschlichen Augenblicke: Wenn Team-Kollege Michael Rademacher in Bochum im Husarenritt die ersten Runden im Alleingang führt. Wenn der Veranstalter von "Rund um Köln" die Courage zeigt, das Rennen aufgrund nachhaltigen Schneefalls abzusagen (anders als beim Zugspitzen-Berglauf). Als ich bei der "Zillertal Mountain Challenge", abgerissen vom Hauptfeld und in dem Wissen, dass mindestens 2 Frauen vor mir sind, allein und ohne jeden Sichtkontakt zu anderen Fahrern auf der Abfahrt vom Gerlospass in Krimmel von einer mir bis heute unbekannten Frau namentlich angefeuert worden bin.
 
Was ist die 2008 nicht so gut in Erinnerung geblieben?

Die vielen Stürze anderer Fahrer und einiger Team-Kollegen! Oft "ohne ersichtlichen Grund", häufig auf breiter, topfebener Straße.
 
Was ist deine Lieblingsveranstaltung?


In Italien: "Maratona dles Dolomites". In Deutschland: Die "Tour de Energie" in Göttingen bietet eine schöne Strecke, es geht frühzeitig den Berg hoch, so dass sich das Feld entzerren kann. Außerdem gibt es morgens ein Super-Energie-Frühstück. "Rad am Ring", eine einzigartige Strecke, die mich dieses Jahr motiviert hat, sogar bei strömendem Regen und bitterer Kälte durchzuhalten. Ansonsten hat fast jede Veranstaltung ihre Reize, der Mix macht es.
 
Wie sehen deine Ziele für die kommende Saison aus?

Natürlich will ich wieder für ein tolles Team fahren! Gerade jetzt, wo der Profi-Radsport als Zugpferd für den Hobby-Radsport und Anreiz für den Nachwuchs von Sponsoren, Medien und Politik tot gemacht wird, sehe ich im Jedermann-Radsport die Chance, auch die Jugend zu begeistern. Es kann nicht angehen, dass Kinder mit Radsport nur noch "Dopingkontrolle" verbinden. Wo bleiben die leuchtenden  Augen?

Neben eigenen Interessen, der Suche nach eigenen neuen Herausforderungen auch im Ausland wie vielleicht dem "Ötztaler" oder der Senioren-WM in St. Johann, denke ich, fällt uns "Jedermännern" auch die Aufgabe zu, auf die Verantwortlichen im Hobby-Radsport einzuwirken. Warum nicht Jedermann-Rennen im Fernsehen übertragen? Das italienische Fernsehen überträgt schon lange den Maratona dles Dolomites! Überhaupt Italien: was
können wir da lernen? Der Frauen-Anteil im Radsport ist dort erheblich höher und die Italienerinnen sind ganz selbstverständlich "schön schnell".
 
Mannschaftswertungen sind klasse als zusätzlicher Anreiz. Aber nach bisherigem Reglement heißt Mannschaft wirklich ausschließlich "Mann-" schaft. Alle bekennen sich zu "no Doping". Das heißt aber auch, die biologischen Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern zu akzeptieren. Es wäre nur konsequent, eine zusätzliche Mixed-Wertung für Mannschaften einzuführen. Eine weitere, zusätzliche Frauen-"Mannschafts"-Wertung ist wohl noch zu revolutionär...und wird mangels Masse scheitern?
 
In den bisherigen Jedermann-Rennserien vermisse ich ein 4-er Mannschaftszeitfahren (natürlich auch mit Frauen!). Eine Rennserie sollte einen vollständigen Athleten herausfordern: sicher mit dem Schwerpunkt Straßenrennen und Rundstreckenrennen, aber auch Einzelzeitfahren, echtes Bergzeitfahren und Mannschaftszeitfahren.
 
Vielleicht passt es auch zum "sauberen" Image von Jedermannrennen, eine Kopplung mit Benefiz-Aspekten einzuführen, und sei es nur für die Nachwuchs-Arbeit. Jedermann-Rennen sollten dafür stehen, Leistungs-Herausforderungen mit Gesundheit, Spaß und Mannschaftsgeist zu verbinden. Sturzfrei und gesund!
 
write compare and contrast essay   http://www.cpalondon.com/

Anzeige
Advertisement
Advertisement
Advertisement

Facebook


blank

Advertisement