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Marathon-Challenge Nordrhein-Westfalen 2007
Sonntag, 1. Juli 2007
Marathon-Challenge Nordrhein-Westfalen 2007Auch im RTF-Bereich hat Deutschland einige interessante Veranstaltungen zu bieten. Neben dem FOCUS Radtouren Super-Cup, der aus sieben ausgewählten Veranstaltungen besteht, verteilt in ganz Deutschland, entstanden noch vier regionale RTF-Serien.

Neben der Marathon Challenge Nordrhein-Westfalen bieten noch der Hessen-Cup,  der Marathon-Cup Niedersachsen, sowie der Nord-Cup eigene Serien. In dieser Ausgabe stellen wir die NRW-Marathon-Challenge vor.

Die NRW-Marathon-Challenge ist eine Serie von neun ausgesuchten Marathonveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen, die zwischen April und September stattfinden und für alle Fahrertypen etwas bietet, ob er nun flache Strecken fahren möchte oder das Klettern bevorzugt.

Ins Leben gerufen wurde sie 2004 von Norbert Schnitzmeier, dem RTF-Bezirksfachwart vom Bezirk Westfalen-Mitte (Dortmund). Alle Veranstalter bieten neben der Marathonstrecke von etwas über 200 Kilometern noch die üblichen RTF-Strecken von 40 bis 150 Kilometern an, zwei Vereine haben zusätzlich eine 20 Kilometer lange Strecke im Programm.

Beim Marathon heißt es früh aufstehen. Bei der ersten Veranstaltung in Herne am 28. April war die Startzeit von 8 bis 9 Uhr, mit früherem Sonnenaufgang liegen auch die Startzeitzeiten entsprechend früher. Zwischen  6 und 7 Uhr in der Früh zu starten, ist bei Marathonfahrten üblich.

Alle Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, vor dem Start noch in Ruhe zu frühstücken. Das Startgeld beträgt bei den Veranstaltungen dieser Serie 10 Euro für BDR-Mitglieder und 12 Euro für Trimmfahrer. Teilnehmer, die fünf der neun RTF´s beenden, erhalten bei der letzten Veranstaltung in Hennef am 2. September das Poloshirt zur Serie; gegen einen Unkostenbeitrag von 10 Euro können die Fahrer anstelle des Shirts auch ein Trikot bekommen.

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Der Landesverbandsfachwart RTF in NRW, Peter Zimmer, begrüßt die Durchführung der Challenge. „Der Reiz ist größer, auch an etwas weiter entfernten Veranstaltungen teilzunehmen und viele fahren trotz schlechtem Wetter, um die nötigen Fahrten zu absolvieren“.

22. RTF der RSG Ford Köln

Die RSG Ford Köln e.V.  veranstaltete am 24. Juni im Rahmen ihrer 22. Radtourenfahrt den 8. Ford Köln Radmarathon. Es war die fünfte Veranstaltung der diesjährigen Marathon-Challenge Nordrhein-Westfalen. Die Tour durch das Bergische Land bietet mit 2.411 Metern die meisten Höhenmeter der Serie.

Schon die Anfahrt zum Start ist ab der  Autobahnausfahrt perfekt ausgeschildert, die Ausschilderung zurück zur Autobahn ist bei der RSG Ford üblich, bei anderen Veranstaltungen aber sehr selten. Ein zusätzlicher Pluspunkt!

Ab 5 Uhr gab es Frühstück, Zeit genug, um sich bis zum Start ab 6 Uhr zu stärken. Der Start in Köln-Höhenhaus bietet einen guten Einstieg in das Bergische Land. Die Strecke führte über Altenberg, Hückeswagen,  Meinerzhagen nach Attendorn im Naturpark Ebbegebirge im Kreis Olpe.

Anschließend fuhr man dann über Drolshagen, Gummersbach, Lindlar und Kürten wieder zurück nach Köln-Höhenhaus. Insgesamt führte die Strecke durch zwei Regierungsbezirke, fünf Kreise, sowie 17 Städte und Gemeinden.

Ein Riesenaufwand für die Organisatoren: Ein großer Berg an Genehmigungen ist einzuholen, bevor eine derartige Veranstaltung durchgeführt werden kann.

Touren durch das Bergische Land sind nie einfach, die meisten Steigungen lassen sich aber sehr gut fahren. Eine Rampe von etwa 15 Prozent bei Attendorn ging jedoch richtig in die Beine. Zum Glück ist dieses steile Stück nicht sehr lang, die restlichen Steigungen liegen bei maximal 8 Prozent.

Für die traumhaft ausgewählte Streckenführung nahmen die Fahrer gerne einige Schwierigkeiten in Kauf, es lohnte sich auch. Die Verpflegung war sehr gut. Es gab an jeder Kontrolle Brote, Bananen und vieles mehr. An der Kontrolle in Attendorn gab es sogar heiße Brühe, Joghurt und andere nahrhafte Leckereien.

750 Starter trotz schlechter Wetterprognose

Mit rund 750 Startern war das Team um Martin Lanzrath sehr zufrieden, 200 davon entschieden sich für den Marathon. Es hätten auf den übrigen Strecken noch mehr sein können, doch durch die schlechten Wetterprognosen entschieden sich einige Fahrer, nicht am Sonntag früh morgens aufzustehen, um zu fahren.

Sie könnten es bereut haben, denn der Wettergott hatte ein Einsehen und alle Fahrer blieben trocken. „Etwas kalt war es da oben schon heute morgen“,  stellte Mares Auel aus Bonn fest und Jörg von den Kölner Fernfahrern bestätigte später: „Auf den feuchten Strecken im Wald war es noch ganz schön frisch“.

Im Ziel bei angenehmen Temperaturen angekommen, wurde das reichhaltige Angebot an Speisen und Getränken genutzt und die Strecke noch einmal analysiert. Es gibt bei RTF-Veranstaltungen keine Sieger, alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, die gleiche Anzahl an Punkten zu holen.

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Für 45 Kilometer gab es einen Punkt, für die Marathonstrecke von 201 Kilometer wurden fünf Punkte in die Wertungskarte eingetragen. Abgerechnet wird zum Saisonende im Oktober.

Eine Siegerehrung gab es trotzdem. Gewonnen haben die Mannschaften mit den meisten Teilnehmern. Den ersten Platz belegte der RV Siegburg, vor dem RTC Rodenkirchen und der BSG Rheinenergie.

Fazit: eine gelungene NRW-Challenge-Veranstaltung, die bei besseren Witterungsbedingungen noch mehr Teilnehmer gehabt hätte. Die Streckenwahl war sehr gut, ebenso Verpflegung und Ausschilderung. Die Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf die nächste Veranstaltung der Challenge-Serie.

Am 22. Juli 2007 geht es beim TSV Condor Immendorf durch die Eifel.

Ein paar Zahlen

RTF-Veranstaltungen bedeuten viel Arbeit, einige Zahlen sollen das verdeutlichen.

Rund 70 Vereinsmitglieder und Freunde sorgten an der Anmeldung, an den Kontrollstellen, auf der Strecke,  an Grill-, Kuchen- und Getränkestand, am mobilen Spülwagen und als Organisator für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Viele waren schon am Vortag bei Aufbau und Ausschilderung aktiv.

24 Kuchen wurden von den Mitgliedern gestiftet

695 Schilder zeigten den Fahrern auf den fünf RTF-Strecken den richtigen Weg. Mit der Ausschilderung zum Start und zurück zur Autobahn mußten über 700 Schilder auf- und wieder abgehangen werden.

17 Fahrzeuge des Sponsors waren an den Kontrollstellen und auf der Strecke im Einsatz.

An Verpflegung für die Kontrollstellen wurde unter anderem eingekauft: 624 Waffeln, 16 Kisten Äpfel, 6 Kisten Bananen, über 1000 Riegel,  300 Becher Joghurt, mehrere Kilogramm Käse, Salami und Schinken. Dazu noch über 80 Kilogramm vier verschiedener Brotsorten, sowie große Mengen an Tee.

Die komplette Liste würde hier den Rahmen sprengen. Ähnlich sieht die Aufstellung für die Verpflegung nach der Tour aus, allerdings wurde hier der Tee zu Kölsch und Wasser, die Äpfel wurden zu Wurst, Steak und Salaten. (ws)

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Hier gibt es weitere Informationen:

Zur NRW Marathon-Challenge                  

Zur Veranstaltung der RSG Ford Köln    
 
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