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Kolumne: Enrico H?vel ? Inoffizielle WM Jedermann 2008
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Zur Motivation für ein erfolgreiches Sommertraining, wie in der letzten Kolumne beschrieben, gehört natürlich auch „ein“ spezieller Höhepunkt, dem alles andere untergeordnet werden sollte.

Was bietet sich hier mehr an, als der Vergleich mit den besten „Jedermännern“ der Welt. Es gibt nur eine Veranstaltung, die man als „Inoffizielle Weltmeisterschaft Jedermann“ bezeichnen kann. Das ist meines Erachtens der Rad-Weltpokal in St. Johann in Tirol.

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Also rein ins Internet und die erforderlichen Info’s ansehen  – unter:

https://www.deutsches-factoring-portal.de/

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Der 40. Jubiläums-Rad-Weltpokal, die 14. UCI-Masters-Rad-Weltmeisterschaft sowie die 9. UCI-Masters-Rad-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren fanden also vom 24. bis zum 31. August 2008 statt.

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Die vielleicht größte Radsportveranstaltung der Welt lockte laut Sprecher wieder über 4.000 Teilnehmer aus 54 Nationen in die schöne Ferienregion St. Johann in Tirol. Bei diesmal nur einem Regentag konnte jeder in seiner Klasse seinen geliebten Radsport im hochklassigen Wettbewerb zur Vollendung bringen.

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Von Sonntag bis einschließlich Dienstag läuft der Rad-Weltpokal für Jedermann, der offen ist für alle Fahrer; also auch für Fahrer mit UDACE-Versicherungs-Nachweis, UCI-Lizenz usw. Es genügt der Personalausweis als Altersnachweis.
  
In der Regel starten jeden Tag 5–7 Klassen, wobei jeweils 3-5 Jahrgänge zusammen gefasst sind. Lediglich die allerjüngste Klasse von 18-29 Jahre erfasst (nur beim Rad-Weltpokal) 12 Jahrgänge.
 
Mittwochs läuft immer die UCI-Masters-Rad-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren; jedoch nur für Fahrer mit UCI-Lizenz.

Ab dem Donnerstag startet die UCI-Masters-Rad-Weltmeisterschaft im Straßenrennen, wieder nur für Fahrer mit UCI-Lizenz mit ähnlicher Klasseneinteilung wie beim Rad-Weltpokal für Jedermann.
 
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Nachdem wir bereits am Dienstag, dem 19.08. angereist waren, galt es, meinen Trainingspartnern aus dem Kölner Raum die Rennstrecke mit ihren Schwierigkeiten zu zeigen. Alexander Bauer – der Sieger der „Jedermann Telekom-Challenge 2007“  – wohnte mit seinem Team LeXXi und einigen LeXXi-Chicks, genau wie wir im Feriendorf Tirol – kurz vor der 2.000-Meter-Marke der ca. 40 km langen Rennrunde.

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Aus Norditalien war mein Sponsor Lorenzo de Luca mit insgesamt 16 Leuten unserer Squadra „Agenzia Immobiliare de Luca“ mit Sitz in Fossalta di Portogruaro angereist. Ebenfalls – aber aus Padua – reiste Mirko Grillo (mein persönlicher Masseur und Betreuer in allen italienischen Rennbereichen) mit seiner Freundin Simonetta im riesigen Wohnmobil an. Als dann auch noch Mirca Tomasini aus Jesolo Paese ankam, war ich vollkommen zufrieden, da sie mir bei meinem Titelgewinn bei der UDACE-WM 1997 am Faaker See auch Glück gebracht hatte. 

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Am Vortag zu meinem Rennen regnete es immer wieder. In weiser Voraussicht hatte ich meine „freie Rolle“ mitgebracht, um eine vernünftige Vorbelastung durchzuführen.
In einer Stunde Rollentraining habe ich anfangend mit der Übersetzung von 39x21 bis 53x11 steigernd meine Intervalle gefahren.

Hier meine Werte Samstag, 23.08.2008:     
32 km  max. 71,2 km/h 82,0 kg 10 % Fett 14-17 Grad Durchschnitt 160 max. 640 WATT

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Beim Start zu meinem Radweltpokal-Rennen der Klasse H Jahrgang 1950-1952 über 2 Runden begrüßte ich den amtierenden Deutschen Seniorenmeister Vladimir Gottfried, der hier bereits mehrfach den Weltmeistertitel bei den Masters errang und der große Favorit war.

In der ersten Runde kam ich, wohl aufgrund meines Gewichtsverlustes durch mein Training von bis zu 244 km am Tag, besser als in den Vorjahren die Steigungen der Huberhöhe, nach Schwendt und dem Loferberg mit bis zu 11 % hinauf.

Ein Italiener lag schon ab Kilometer vier an der Spitze. Wenn ich, wie 2006, den Radweltpokal für „de Luca“ holen wollte, musste ich „fahren“. Vor Schwendt hieß es „uno minuto“ – meine Attacke am Berg konnte oder wollte niemand kontern – ich fuhr bis auf 100 Meter bei der rasenden Abfahrt mit bis zu 72,7 km/h mit Gegenwind – an den führenden „Azzuro“ heran. Ohne Wind und mit Regen hatte ich hier nach Kössen hinunter bei meiner Siegesfahrt 2006 noch bis zu 92 km/h geschafft. 

Der Wind war zu stark und die Konkurrenz hatte sich der Gefahr wohl besonnen. Nach der Abfahrt Loferberg konnte ich mich mit den Favoriten Gottfried und Igor Moskalev aus Russland, sowie zwei weiteren Fahrern absetzen. Der Vorstoß hielt jedoch trotz Vollgas auch kaum länger als 15 km.

Die zweite Auffahrt zur Huberhöhe sollte mal wieder der Scharfrichter sein. Auf Position 12 im lang gezogenen Feld kam ich über die Kuppe. Mit 171 Puls und max. 600 Watt hatte ich meine Höchstleistung bringen müssen und musste jetzt erst einmal durchatmen und die Beine hängen lassen. Das wurde von 8 Fahrern durch einen Vorstoß ausgenutzt. Das Rennen war gelaufen. Alle Bemühungen, den Anschluss zu finden, waren vergeblich. Also blieb nur der Sprint um die Plätze 9–20, die noch mit einem Pokal bei der wunderbaren Siegerehrung belohnt werden.

Da ich wegen der knappen Jahrgangsklassen-Einteilung keine Unterstützung meiner Mannschaft mit „einem Zugaufbau“ hatte, musste ich im Sprint von hinten kommen.

Leider kollidierte ich mit einem anderen Fahrer – musste einige Tritte auslassen –  kam dadurch auf dem vierten Platz des Feldes „reingeflogen“ – und belegte den 12. Gesamtplatz.    

Hier meine Werte Sonntag, 24.08.2008:
76 km 81,8 kg 10% Fett 40 max. 72,7 km/h 17-30 Grad 220 max. 600 WATT 530 hm max. 11 % 


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Die Siegerehrung war wie immer Klasse. Zuerst ist man immer unzufrieden. Es sei denn, man ist Sieger. Später erkennt man aber die wirklich wichtigen Werte: nicht gestürzt zu sein, Spaß gehabt zu haben, viele alte Freunde aus aller Herren Länder wieder getroffen zu haben und neue Freundschaften geschlossen zu haben.

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Nach der Siegerehrung wurde bei lauem Sommerwetter in St. Johann natürlich im Rahmen des abwechslungsreichen Programms ausgelassen gefeiert.

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Alle Ergebnisse mit Bildern könnt Ihr im Internet unter dem o. a. Link sehen.  Bei der UCI-Masters-Rad-Weltmeisterschaft habe ich noch den 10. Platz gemacht, aber das ist ja eine andere „storia“.

Ich hoffe, euch zum Mitmachen beim nächsten Radweltpokal animieren zu können. Ihr schafft das auch – habt Vertrauen in eure Leistungsfähigkeit – ich habe es auch.

Ciao – euer Enrico
 
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