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72 km f?r schnelle Beine
Montag, 1. September 2008
Streckencheck Sparkassen Münsterland Giro 2008

ImageNach Wochen mäßigen Wetters mit einigen Starkregenfahrten stimmte mich der Streckentest am 29. August wieder versöhnlich. Ideale Bedingungen mit milden Temperaturen und etwas Sonne weckten die Vorfreude auf die kurze Distanz über 74,7km bereits zwei Stunden vor der Fahrt.

Bester Stimmung fand ich mich also mit sechs Mitstreitern am Hindenburgplatz ein, wo sich am 03. Oktober wie auch in den vergangenen Jahren der Zielbereich befinden wird. Um kurz nach 16.00h rollten wir entlang der Steinfurter Straße stadtauswärts Richtung Norden.

ImageEine lange flache Gerade verspricht hier nach dem Start Expressgeschwindigkeiten für Giro 2008, gleich auf welche Strecke sich die Fahrer begeben. Wir hingegen genossen die Rahmenbedingungen – und taten was für unsere „Sonnenkante“.

Mit an Bord waren einige erfahrene Giro-Teilnehmer, die im vergangenen Jahr vordere Platzierungen erreichen konnten oder gar wie Elmar Möllmann auf dem Treppchen gestanden hatten.

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Die natürliche Folge war, dass das von mir veranschlagte „Fotofreundliche Tempo“ schnell zu den Akten gelegt werden konnte. Hätte mir eigentlich klar sein können. Doch zurück zur Strecke. Nachdem wir den Abzweig nach Nienberge (Foto3) passiert hatten und mit Tobias den letzten Teilnehmer unserer Runde aufgelesen hatten, fuhren wir zunehmend zügiger in Richtung Altenberge. Die lang gezogenen Geraden (ca.10km) sind dem hier meist blasenden Nordwest-Wind ausgesetzt, sollte also Herbstwetter herrschen am 03. Oktober, wird man dies zu spüren bekommen.

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Zwei kleinere Hubbel (Höhe Hohenhorst) sorgten für vorgewärmte Oberschenkel, bevor wir kurz vor Altenberge auf der im Übrigen bestens ausgeschilderten Runde links abbogen. Über eine Autobahnbrücke geht’s kurz drauf in einen Kreisverkehr.

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Hier beginnt der schönste Teil der Girostrecke. Immer wieder geht es leicht kurvig durch die Münsterländische Parklandschaft – traumschön. Rund 15 Kilometer zum Genießen. Kurz drauf fuhren wir auf zwei Kollegen vom Niederrhein auf – die gesamte Strecke ist momentan sehr gut besucht von Rennradkollegen – und nahmen diese ein Stück mit.

Vor Rosendahl-Darfeld noch eine schnelle Abfahrt und ein leichter Anstieg, dem Wind wieder ausgeliefert.

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Kurz drauf erreichten wir Darfeld. Diese Ortsdurchfahrt ist richtig eng und kurvig. Mein Tipp: Bremsbereit sein und lieber etwas zurückstecken im Rennen – sonst schepperts hier schneller als einem lieb ist.

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Nachdem wir den Ort verlassen haben wird’s wieder nett. Kleine Kurven und eine bestens geteerte Landstraße, Bäume links und rechts, große Höfe zeugen vom Wohlstand der hier ansässigen Landwirte.

Schöppingen liegt vor uns und markiert gleichzeitig den Wendepunkt auf der 70 km-Strecke. Im Bogen umfahren wir den Ort, um schließlich über einen Kreisverkehr in ein Wohngebiet mit leicht ansteigender Straße geleitet zu werden. Hier sollte man sich mental auf die einzig erwähnenswerte Steigung zum Schöppinger Berg einstellen, der zwar lediglich mit 3-6% aufwartet, sich dafür aber etwas unübersichtlich in die Länge zieht (ca. 1 km).

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An dieser Auffahrt kann man nicht viel Zeit gewinnen, aber eine Handvoll Körner verlieren, die man anschließend braucht. Nach zwei Kilometern auf der Kuppe ging es in die kurze Abfahrt. Hier wurden von uns leicht bis 58 km/h erreicht. Die breite Bundesstraße erlaubt dies.

ImageDoch der Spaß hat ein jähes Ende, denn es geht nach 1 km scharf links in die Ortsdurchfahrt nach Horstmar. Also abbremsen auf knapp 30 km/h, schneller kann man diese Kurve kaum fahren. Im Rennen sollten hier alle Gefahrensensoren eingeschaltet werden! Das wird am 03. Oktober aber wohl bestens gesichert sein.
Muss es aber auch, denn hier fahren ja die Teilnehmer aller drei Distanzen gemeinsam zurück. In Horstmar erwartete uns ein recht ebenes Kopfsteinpflaster.

ImageDie Ortspassage war zwar ebenfalls schmal, aber weitgehend ungefährlich, weil die Kurven gut einsehbar waren. Aus dem Ort heraus geht es wieder zurück auf die Bundesstraße – beschleunigen! Wir befanden uns nun auf dem Rückweg, und es wurde verstärkt Gas gegeben.

ImageDas wird im Oktober sicher genau so sein. Nach der einfachen, weil breiten Durchfahrt in Laer zog unser Express noch einmal auf ± 40 km/h an und wir waren recht schnell kurz vor Altenberge, wo auf die langsam ermattenden Beine noch ein flacher, aber sich lang hinziehender Anstieg wartete.

ImageWer hier am 3. Oktober noch Reserven hat, kann sicher eine Menge Plätze gut machen. In Altenberge wieder ein Kreisverkehr, kurz die Beine durchschütteln.

ImageWer nun das Schild „Münster 14 km“ liest, sollte kurz in sich gehen und sich eine passende Gruppe für den bereits hier beginnenden Zug Richtung Ziel suchen. Aller Voraussicht nach verlockt der vorhandene Rückenwind dazu, richtig Kette zu geben.

Eigentlich ist die gesamte Strecke, auch auf den längeren Distanzen, wie geschaffen für Teilnehmer, die im Flachen mal wirklich schnell unterwegs sein wollen. Geschwindigkeiten um die 50 km/h dürften auch zu diesem recht späten Zeitpunkt nicht die Ausnahme bleiben. Wir ließen es jedoch etwas gemächlicher angehen und rollten zügig aber ohne Schmerz zurück Richtung Nienberge, und weiter auf die Bundesstraße 54. Hier wird es am 03. Oktober ernst werden. Eine Haupteinfallstraße nach Münster wird stadteinwärts gesperrt.

ImageHier darf noch einmal richtig gearbeitet werden. Am Horizont die Kirchtürme Münsters. Noch fünf Kilometer bis zum Ziel vor dem Münsteraner Schloss. Wem hier das Adrenalin nicht in den Haarspitzen hängt, dem ist nicht zu helfen.

Noch einmal alles auspacken, was übrig geblieben ist, aber nicht überziehen. Denn was so nah aussieht, ist in Wirklichkeit noch ein ganzes Stück weg. Noch eine Kurve, die Zielbrücke vor dem Schloss in Sicht, links und rechts Hunderte von klatschenden Familienangehörigen und Schaulustigen – und dann ist geschafft!

Ihr seht – das Ganze macht Spaß. Wir sehen uns in Münster.
Cheers, Rob
(Team Leetzenritter)
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www.sparkassen-muensterland-giro.de
www.leetzenritter.de
 
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