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Radtest: RedBull Carbon Flyer
Montag, 1. September 2008
Hallo liebe CM-Technikfreunde,

ImageIch komme gerade eben, das ist in meinem kohlehydratarmen Kosmos gerade Sonntagabend, vom zweiten Jedermann-Rennen, dem Raceday der Deutschland Tour zurück. Die erste Etappe bei der gestrigen Zillertal Mountain Challenge war ein knüppelhartes Bergrennen über drei Pässe der Österreicher Alpen und mit einem Schlussanstieg, der fieser war, als alles andere in meinem Leben auf zweimal 28“.

Heute stand ein an sich einfaches 80 Kilometer Rundkursmassaker an (elend viele Stürze), aber doch nix für meine Gewichtsklasse: Jeweils nach den ersten drei der vier möglichen 20 km-Runden stand man vor der Auswahl,  noch eine oder rechts ab ins Ziel. Das bedeutete aber, den zweieinhalb Kilometer Abzweig  auf den Hesselberg rauf. Ich entschied mich dreimal fürs durchstarten, nach der vierten Runde wär ich auch weiter geradeaus gefahren, aber dieser Weg (…wird kein leichter sein…) war uns versperrt worden. Wenn auch nicht ganz so steil, glich die Form des Hesselbergs einer Skischanze. Von meinen Kletterkünsten im unteren Teil positiv überrascht, mußte ich am Ende doch drei offenbar „unterernährte“ Kollegen ziehen lassen, konnte aber zumindest die 70kg+ Fraktion in Schach halten.

Kommenden Samstag soll das aber beim Škoda Time Trial angeblich keine Rolle mehr spielen, da treffen sich die „dicken Brummer“ zum Zeitfahren, aber ich trau dem Braten noch nicht so, ist bestimmt die einzige Steigung drin, die es rund um Bremen gibt. Und das mit den „Brummern“ ist auch eher zu meiner Beruhigung, am Ende gewinnt doch wieder ein Fahrer, kaum dicker als die Speichen in seinen Laufrädern!

Drei Disziplinen in einem Rennen also. Das bedeutet an sich die reine Materialschlacht. Der Technik Test sollte genau entgegengesetzt rausfinden, ob und mit welchen Veränderungen vielleicht ein Rad für alle Teilstrecken gut gerüstet sein würde, immerhin können sich nur wenige Jedermänner Straßen-, Berg- und Zeitfahrräder leisten. Die Auswahl des Testrades war unter den Gesichtspunkten echt schwer.

Dazu lassen IFMA und EuroBike Vorbereitung derzeit jede nur entfernt mit dem Radsport verbandelte Logistikabteilung auf dem Zahnfleisch gehen. DANKE PLUS deshalb an RedBull, die mir als Einzige den zeitgerechten Versand meiner Wunschkonfiguration garantieren konnten.

Das Projekt „Überraschungsei“

Drei Kriterien musste der Kandidat erfüllen, um überhaupt erst mal auf die Wunschliste für dieses Projekt kommen zu dürfen: Der Rahmen sollte eine Geometrie aufweisen, die einerseits die aggressive Zeitfahrposition zulässt, aber mit der man auch die stundenlange Berg- und Talfahrt ohne anschließende Hilfe eines Chiropraktikers bewältigen kann.

Zweitens sollte die Basis aerodynamisch geformt sein, sodass zum Zeitfahren nur Lenker und Laufräder getauscht werden mussten. Und für das Rundstreckenrennen sollten Lenk- und Tretlagersteifigkeit  die harten Antritte nach Kurven und an Kuppen wegstecken können. Das Gewicht stand eher hinten auf der Checkliste, da 500 Gramm im Verhältnis zum Tester wirken wie …. Das wüsstet ihr wohl gerne!

ImageDer RedBull Carbon Flyer erfüllte laut Hersteller, dem Radversender „Rose“, alle drei Wüsche auf einmal. Das knatsch-orange Überraschungsei kam gerade rechtzeitig, um im Kofferraum zu landen, die erste wirkliche Fahrt führte das Test-Duo also zum Start der Mountain-Challenge im Zillertal. Die Story, oder besser die Stories, die dann in den zwei Tagen folgten, haben mich mindestens fünf Jahre altern lassen.

Leider werden auch Sie ein paar Tage älter sein, bis Sie davon hören, da der endgültige Bericht natürlich erst nach Auswertung aller drei Läufe an den Start gehen kann. Nur schon mal kurz:
Es wird um zwei recht bedeutsame Schrauben mit unterschiedlicher Dienstauffassung gehen, um schiere Größe bzw. fehlende solche, um Übermut und Steuerkunst, um die Trägheit von Luft und die Frage, wann Orange und Rot zusammen passen.

Bis dahin werde ich das Rad noch auf die eine oder andere harte Probe stellen. Drückt mir am  Samstag die Daumen. Bis die Test-Trilogie steht, viel Spaß mit dem restlichen Magazin.

Timo Dillenberger auf RedBull Carbon Flyer
 
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