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Wenn Jedermann in der H?lle friert
Montag, 1. September 2008
Rad am Ring 2008

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Grau statt Grün. Petrus hatte sich dieses Jahr wohl vorgenommen, die Fahrer/innen beim Jedermannrennen auf dem Nürburgring mal richtig zu ärgern. Jedenfalls gab es schon Tage vor dem großen Radsportwochenende in der Eifel nur sehr wenig Hoffnung auf eine trockene Strecke.

Immerhin, so schlimm wie am Abend vor dem Rennen, als sinnflutartiger Regen alles unter Wasser setzte, wurde es nicht. Doch Regen und kühle Temperaturen machten Rad am Ring 2008 zur einer noch härteren Prüfung als im Vorjahr.

ImageDabei begann alles recht positiv. Trockene Strecke und Sonnenschein bei der Startaufstellung sorgten für eine gute Stimmung bei Fahrern und Organisatoren. Alles war gut vorbereitet, um auf dem berühmten Eifelkurs wieder mal ein zweitägiges Radsportfest abhalten zu können. 

ImageHans-Martin Fraas und Willi Schüller hatten bereits kurz nach dem Ende der Veranstaltung 2007 mit dem Planungen für dieses Jahr begonnen. In jedem Jahr werden kleinere Verbesserungen eingeführt um Rad & Run am Ring aufzuwerten. In diesem Jahr gab es kurzfristig noch Änderungen im Ablauf der Veranstaltung.

ImageDer für Samstag geplante RTF Supercup musste auf Sonntag verlegt werden, dadurch gehörte der Ring am Samstagvormittag den Läufern, während das Jedermannrennen und die Teilnehmer der beiden 24 Stunden Rennen für Strassenräder und MTB´s ab 13:00 Uhr auf die Reise geschickt wurden. Am Sonntag ergänzten die Tourenfahrer anstelle der Jedermänner das Programm.

ImageDer erneute Teilnehmerrekord von insgesamt 10.022 Sportler/innen bestätigt die gute Arbeit der Verantwortlichen bei Rad & Run am Ring.

ImageKehren wir zurück zur Startaufstellung der Jedermänner und Jederfrauen, wo uns ein seltsamer Mix an Radsportkleidung erwartet. Radsportler mit kurzem Trikot und kurzer Hose sind bei Sonnenschein mitten im August nicht ungewöhnlich, die Starter/innen in Winterkleidung schon eher. Auch der sportliche Leiter, Alexander Donike hatte sich bei kühlen 15 Grad auf der zugigen Zielgeraden für warme Kleidung entschieden, als er die einzelnen Klassen auf die Reise schickte.

ImageSchon kurz nach dem Start fanden sich in beiden Rennen die üblichen Verdächtigen in der Spitzengruppe zusammen. Leider gab es bereits in der ersten Runde einige Stürze, der Rettungsdienst, sollte an diesem Wochenende noch viel Arbeit bekommen.

ImageIn der zweiten Runde kam dann der Regen, es regnete sich langsam ein. Die Strecke wurde jetzt an einigen Stellen schmierig, auf den Abfahrten rutschen in jeder Runde Fahrer/innen von der Fahrbahn ins Grün. Der Name "grüne Hölle" bekam auf einmal eine vollkommen neue Bedeutung.

ImageZudem wurde es mit Beginn des Regens auch deutlich kühler. 12 Grad erinnerten eher an die ersten Ausfahrten im Frühjahr, als an den Sommer. Opfer des Wetters wurden unter anderem die Vorjahreszweiten vom Team Lexxi Teamtrikot24.de, Nino Ackermann und die Siegerin des "Race of Champions" Mechthild Gerhard. Die Entscheidung aufzuhören war vollkommen in Ordnung, zahlreiche erfahrene Fahrer/innen brachen das Rennen ab, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

ImageKein Hobby-Sportler sollte zwanghaft im Rennen bleiben, wenn der Körper nicht mehr will. Falscher Ehrgeiz ist hier fehl am Platz. Doch einige Fahrer blühten sogar auf, sie kommen mit Regenwetter besser zurecht als mit 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein.

ImageNach 70 Kilometern hatten im Sprint einer größeren Gruppe zwei Lizenzfahrer die Nase vorn. C-Klasse Fahrer Christoph Dittrich vom RC Titan Leverkusen hatte am Ende die schnellsten Beine. Auf Rang zwei folgte Juniorenfahrer Philipp Fahrenholz vom RSV Bruchhausen-Vilsen, vor Norbert Seewald vom Team Radon, der in diesem Jahr bereits bei mehreren Jedermann- und Hobbyrennen Erfolge einfahren konnte.

ImageElin Amundsen drehte bei den Frauen schon früh einsame Runden über die Nordschleife. Diesen Erfolg gönnten der in Frankfurt/Main lebenden Dänin jedoch alle. Sie gehörte 2007 und 2008 zu den großen Pechvögeln der Szene. Zuletzt noch bei der Velo Tour in Frankfurt in diesem Jahr, wo sie böse stürzte. Allerdings hatten Katja Hernold vom TV Kettwig und Verena Kolks nur etwa 2 Minuten Rückstand, boten also auch eine tolle Leistung. Katja Hernold berichtet auf ihrer http://stopbingessay.com/all-about-my-family-essay/ vom Rennen aus ihrer Sicht.

ImageDie Spitzengruppe der 140 Kilometer langen Strecke über 6 Runden wurde inzwischen immer kleiner. Zum Glück machte der Regen eine Pause und die Strecke trocknete zum Finale hin etwas ab. Zwei Fahrer konnten sich absetzten und machten den Sieg unter sich aus.

ImageJan Wallauer von der RIG Freiburg konnte sich gegen Michael McMannus durchsetzen, dessen Spitzenreitertrikot des German Cycling Cup nur an den Ärmeln unter der Weste zu erkennen war. Den Sprint der Verfolger entschied Thomas Kapuste vom Team Radon Cyclepower für sich.

ImageAnnika Grüber vom Team Agapedia Münsterland schaffte als einzige die Titelverteidigung. Sie stellte schon früh die Weiche auf Sieg und konnte bis zum Ziel ihren Vorsprung auf 13 Minuten ausbauen. Zweite wurde auch bei den Frauen die Führende im German Cycling Cup. Manuela Haverkamp Roisch von Lexxi Teamtrikot24.de hatte weitere fünf Minuten Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Eva Kitz.

ImageWährend der ausführlichen Siegerehrung regnete es draußen auf der Rennstrecke wieder ziemlich kräftig. Das war den erfolgreichen Fahrer/innen aber vollkommen egal. Erfolgreich, das waren neben den genannten 12 Teilnehmer/innen auch weitere 719 Finisher.
Herzlichen Glückwunsch!

ImageIm German Cycling Cup bauten die beiden Spitzenreiter durch ihre zweiten Plätze den Vorsprung weiter aus. Während Manuela Haverkamp Roisch nur noch bei einem der beiden letzten Rennen im Vorderfeld ankommen muss um den Gesamterfolg zu sichern, wird Michael McMannus vor allem auf Nico Wernicke und Christian Schrot achten müssen.

ImageAuch wenn das Wetter 2008 sehr bescheiden war, es gehört zum Nürburgring dazu. Die Eifel ist für ihre Wetterkapriolen bekannt. Dennoch ist die Nordschleife jedes Jahr ein Höhepunkt im Kalender der Jedermänner. Das haben nicht nur Hans Martin Fraas und Willi Schüller erkannt. Am Vorabend des Rennens wurde das Projekt Rad-Arena am Ring vorgestellt.

ImageDie Deutsche Sporthochschule in Köln arbeitet zur Zeit im Auftrag der Verbandsgemeinden Vordereifel und Adenau ein Ganzjahres-Konzept für Rennradfahrer und Mountainbiker aus, das bis zum Saisonstart 2009 rund um den Nürburgring ein touristisches Highlight für alle Radsportler werden soll. Wir werden unsere Leser in den nächsten Monaten über das Projekt weiter informieren. Höhepunkt wird mit Sicherheit auch in den kommenden Jahren die Kernveranstaltung Rad am Ring sein. (ws)

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