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Kaugummi auf der Haut?
Montag, 1. September 2008
Es sieht aus als ob sich ein HubaBuba Kaugummi auf der Haut festgesetzt hätte. In vielen bunten Farben schmücken Klebestreifen den Körper von immer mehr Sportlern. Zuerst war dieses Phänomen nur bei Spitzensportlern zu beobachten, doch nun hat das klebrige Farbenspiel auch im Amateur- und Hobbysport Einzug gehalten. Was hat es damit auf sich und welche Wirkung kann durch „Tape“ erzielt werden.



Bei den bunten Streifen handelt es sich um eine besondere Art des Tapes. Der Name hierfür ist „Kinesio-Taping“ („kinesis“ = griechisch für Bewegung). Vor rund 30 Jahren entwickelte der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase dieses spezielles Pflaster: hochelastisch, atmungsaktiv und hautfreundlich. Wie eine zweite Haut dehnt sich das Tape und zieht sich wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Dabei wirkt es schmerzlindernd und stoffwechselanregend.

Medizinische Betreuer von Leistungssportlern quer durch alle Disziplinen vertrauen auf diese wundersamen Tapes. Dessen Wirkung zwar nicht wissenschaftlich, aber durch reichlich praktische Erfahrung belegt zu sein scheint.

ImageBei einer Prellung etwa entzündet sich das Gewebe, schwillt an und schmerzt. Durch das elastische Tape wird die Haut bei jeder Bewegung ganz sanft geliftet und massiert, so werden Lymph- und Blutfluss angeregt. Entzündungen klingen schneller ab, der Druck lässt nach und damit auch der Schmerz, meist schon kurz nach dem Tapen.

Auch zur Vorbeugung von Überlastungsschäden findet das Tape Anwendung. So gibt es Erfahrungswerte aus dem Bereich des Marathons, dass ein gezieltes Wadentape die Krampfneigung herabsetzt.
Bei Muskelverletzungen kann der Heilungsprozess deutlich beschleunigt werden. Eine bis zu 50% schnellere Heilung ist keine Seltenheit. Häufige Behandlungsfelder sind Muskelverspannungen im Schulter- und Rückenbereich sowie beim Tennis- bzw. Golferarm und Sehnenscheidenendzündungen.

ImageDie Farben der Tapes haben nicht unbedingt eine Bedeutung, wobei z.B. Rot und Rosa für eine anregende Wirkung stehen sollen. Vielmehr werden durch die Farben wohl die Breite und Elastizität der Tapes unterschieden.

Wer nun denkt, das hört sich gut an und eine Rolle Klebeband hab ich noch im Keller.
So leicht ist es nicht; für ein richtiges und funktionales Tape benötigt man eine physiotherapeutische Ausbildung und eine Weiterbildung im Bereich des Kinesio-Taping.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage des Kinesio Taping Centers unter book reports

(js)

 
https://19zoll.com/functions.php/macbeth-analytical-essay/   Read Full Report

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