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Mit dem Team Agapedia durch das Land der Trolle
Freitag, 1. August 2008
ImageEtappenrennen üben auf die Hobby-Fahrer einen besonderen Reiz aus. Wie sonst ist es zu erklären, dass diese Veranstaltungen meist innerhalb kurzer Zeit ausgebucht sind? In dieser Ausgabe stellen wir zwei Etappenfahrten vor, bei denen die Leser/innen des Challenge-Magazin.com mitfiebern konnten. Die beiden Tagebücher zur Transalp und zur Viking Tour schilderten die Erlebnisse der Fahrer/innen hautnah.



Das Team Agapedia-Münsterland nahm in diesem Jahr an der Viking Tour teil. Achim Hebel, Arno Zubrägel, Annika Grüber, Joachim Wechner, sowie der Fahrer des Begleitfahrzeuges,  gleichzeitig auch Physiotherapeut, Julian Steinhoff machten nicht nur mit ihren Erfolgen das Münsterland in Norwegen bekannt. Joachim Wechner schilderte täglich in seinem Tour-Tagebuch das Besondere an der Viking Tour. Wer das Tagebuch noch nicht gelesen hat, kann das good things to write about in college essays nachholen.

ImageWenn man Fahrer/innen von der Viking Tour reden hört, glaubt man gar nicht, dass die Tour 2008 erst zum 4. Mal durchgeführt wurde. Nach dazu mit maximal 300 Teilnehmern. Denn mehr Fahrer/innen können in den wunderschönen Etappenorten nicht untergebracht werden. Es scheint eine Art Virus zu sein, der nun auch die Viking Tour befällt. In den nächsten Jahren dürfte es immer schwieriger werden einen Startplatz zu bekommen.

Image11.000 Höhenmeter auf 700 Kilometer. Aufgeteilt auf  einen Prolog und 7 Etappen durch atemberaubende Landschaften. Das alleine wäre für viele Fahrer schon reizvoll genug, doch die Viking Tour hat gegenüber anderen Etappenfahrten einige Besonderheiten zu bieten.

Geschichte der Viking Tour
ImageAuch wenn der Start zur ersten Viking Tour erst drei Jahre zurückliegt, die Idee hatte Initiator Geir Ellingsen schon länger. Er wusste natürlich, mit welcher Begeisterung unzählige Sportler/innen  jährlich am Klassiker Trondheim –Oslo teilnehmen. Dabei hat Norwegen doch noch viel mehr zu bieten.

ImageGerade im Sommer wo es nur selten dunkel wird, locken Rentiere, schroffe Berge, dichte Wälder und weite Tundralandschaft. Gewaltige, fischreiche Fjorde, wie der berühmte Geiranger beeindrucken ebenso wie unzählige Wasserfälle in den verschiedensten Formen. Noch im Mai ist jeder Fjell, wie die Norweger die Berge nennen mit hohen Schnee bedeckt, auch im Juni sind noch Reste entlang der Strecke zu sehen.

ImageDagegen ist die E6, auf der Trondheim-Oslo ausgetragen wird, eher langweilig. Geir Ellingsen wollte den Fahrer/innen die Schönheit Norwegens näher bringen. Daraus entwickelte sich in kurzer Zeit ein ungeheuer reizvolles Rennen durch das Land der Wikinger und Trolle.

ImageWer selber mal an der Viking Tour mitfahren möchte sollte sich einige Dinge merken, die bei Radrennen eher untypisch sind. Was zuerst auffällt ist die Anzahl der Helfer. Lediglich neun Personen kümmern sich um alles: Anmeldung, Unterbringung und Betreuung der Teilnehmer.

ImageDazu noch die Abwicklung der Rennen, Verpflegung bei der "Mittagspause auf der Etappe" und natürlich die Auswertung. Spätestens jetzt stutzt der erfahrene Jedermann. Mittagspause auf der Etappe? Ist es vielleicht doch kein Rennen, sondern eine gemütliche RTF?

ImageIch musste auch erst einmal schmunzeln, als mir Joachim Wechner von den Pausen erzählte. "An der Verpflegungsstelle mussten alle absteigen, das Feld sammelte sich und fuhr später wieder gemeinsam los. Ein Vorsprung vor der Verpflegungsstelle nützte also nichts. Erst nach den Pausen, die auch schon mal eine Stunde dauern konnten, begann das eigentliche Rennen."

ImageNach diesen Pausen mit mittlerweile kalten Muskeln weiterzufahren ist natürlich auch gewöhnungsbedürftig. Besonders wenn sich ein Joachim Wechner im Feld befindet, der gerne mal unmittelbar nach dem Neustart in den Angriff übergeht. Wo liegt der Vorteil dieser Pausen?

ImageBei der Viking Tour achten die Veranstalter darauf, das Fahrer/innen in organisierten Teams keinen großen Vorteil dadurch erhalten, dass sie unterwegs mit Essen und Getränken versorgt werden, während einzelne Fahrer einen Zeitverlust in Kauf nehmen müssen um beispielsweise ihre Flaschen wieder aufzufüllen. 

ImageÄhnliches gilt beim Material Auch hier braucht sich kein Fahrer Sorgen zu machen, dass er die Materialschlacht verliert. So sind Zeitfahrmaschinen und/oder Zeitfahraufsätze nicht gestattet. Das erfährt allerdings auch jeder Teilnehmer früh genug, so dass niemand unnötig Material mit nach Norwegen nimmt.

ImageAm Ende gewinnt dennoch der beste Zeitfahrer, immerhin liegen Erfolge nicht nur am Material. So konnte sich das Team Agapedia auch das Teamzeitfahren auf der fünften Etappe sichern.

ImageDie familiäre Stimmung, verbreitet vom Organisationsteam, überträgt sich auch sehr schnell auf die Teilnehmer/innen. So meinte Arno Zubrägel nach der Tour: " Eine superschöne Rennwoche liegt hinter uns. Sehr nette Teilnehmer ein rücksichtvolles Fahrerfeld und eine familiäre Atmosphäre sind nur ein Teil der Tour. Die Landschaft ist ebenso der Hammer und der Sommer hier ist auch nicht schlechter als in Italien. Das muss man erlebt haben."

ImageAuf der Webseite des Veranstalters, sind alle wichtigen Informationen auf Norwegisch und Englisch aufgeführt. So sind die Straßen während der Viking Tour nicht gesperrt, der Verkehr ist allerdings auch sehr gering. Die Fahrer/innen begegneten in dieser Woche weniger Autos als auf der abgesperrten Strecke eines Jedermannrennens.

ImageBegleitwagen sind erlaubt, dürfen jedoch nicht im Feld mitfahren. Julian durfte während der Rennen keine Getränke oder Speisen anreichen, er konnte jedoch immer wieder spektakuläre Fotos seiner Teamkameraden schießen. Der ganze Ablauf hat einen großen Vorteil gegenüber anderen Rennen.

ImageDie Teilnehmer können sich nach der Etappe noch an die großartige Landschaft erinnern. Kopf runter und los gilt bei der Viking Tour erst nach der Verpflegung. Vorher nehmen die Teilnehmer die Umgebung ganz anders wahr, als es bei anderen Rennen möglich ist. Nach dem Rennen sprechen die Sportler/innen nicht nur von Ablauf und Organisation.

ImageAuch bei Annika Grüber, die ja bereits viele Veranstaltungen erfolgreich abschließen konnte und die sich in Norwegen neben den Gesamtsieg auch die Bergwertung sicherte, bemerkt man sofort die Faszination, die von der Viking Tour ausging:" ...Norwegen - da wollte ich schon immer hin - ein Kindheitstraum sozusagen.

ImageDass dieser Traum 2008 wahr wurde und dann noch mit dem Rennrad im Rahmen eines Etappenrennens, nämlich der Viking-Tour - das hätte ich nicht geglaubt. Meine Vorstellungen von diesem wunderbaren Land wurden bei weitem übertroffen - jeder Tag fast noch schöner als der andere: Fjorde, Fjells, Tunnel mit Kerzenlicht, endlose Weiten, saftiges grün, erfolgreiches Radrennen. Ich freue mich schon auf meine zweite Norwegen Reise."

ImageTrotz aller Lockerheit ist die Viking Tour keine lustige Ausfahrt. Bereits der Prolog über 5,5 km hatte 350 Höhenmeter zu bieten, dennoch konnten die Agapedias das Rennen nicht nur fahren, sondern erleben wie auch Achim Hebel nach der Tour erklärte: "Ich kann nur jedem Raten der gerne mit dem Rennrad Berge erklimmen will und nicht ganz so den Druck eines Rennens verspüren möchte, doch diese Tour mal zu genießen. Die familiäre Atmosphäre hat uns eine schöne Woche beschert." Achim Hebel sicherte sich übrigen den Sieg in der Altersklasse 50 – 59 Jahre.

ImageDurch die, auf maximal 300 Fahrer/innen, eingeschränkte Starterzahl, wird die Viking Tour auch in den kommenden Jahren nichts von ihrem Flair verlieren. Wer nun Geschmack an der Viking Tour gefunden hat, der sollte sich auf der Seite des Team Agapedia das Tagebuch von Joachim Wechner in Ruhe durchlesen. Dadurch erfährt man noch viel mehr über diese faszinierende Woche zwischen Fjorden und Fjells.  (ws)

www.team-agapedia-muensterland.de

www.vikingtour.no/old/

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