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Tour de France - Briefe aus Frankreich
Donnerstag, 31. Juli 2008
ImageTag 1 - Und sie kommen alle rauf!

Gleich am ersten Tag fiel mir eines auf. Es fahren so viele Menschen auf die Berge rauf, und sie haben an sich nichts gemeinsam. Gut sie fahren Rad, aber selbst da – Klassengesellschaften! Vom schranzigen ungeschmierten viel zu kleine Schlaglochsuchgerät über bis zum Lenker voll gepackte Trekkingräder bis zum frisch polierten Profirad wälzt sich die Karawane unendlich die Hänge hoch.


Ich hab sogar Leute hoch joggen sehen! Und der war kaum langsamer als die Räder. Die einen pedalieren locker, wieder andere scheinen sich von Tritt zu Tritt zu überlegen, den Betrieb einzustellen. Plötzlich bin ich umringt von kleinen Kindern auf Mountainbikes, ein alter knorriger Italiener bewundert mein Karbonrad, dass seinem um Quantensprünge voraus ist.

ImageEs gibt Minimalisten, die nicht mal einen Ersatzschlauch haben, andere transportieren ein Dutzend Baguettes zum Gipfel. Alle Teamtrikots sind vertreten, genauso die knallbunten Modesünden aus den Achtzigern. Neben meinem hageren Italiener fährt plötzlich die Gewichthebervariante von Marco Pantani, der spricht aber nicht Italienisch, sondern eher Ungarisch. Sie überholen eine junge Frau, deren Kehrseite man eher auf einer Couch vermuten würde, 300 Meter weiter drückt eine junge Triathletin einen Gang durch, dass mir die Knie aus Mitleid auch schmerzen.

ImageÜberhaupt sind viele Frauen unterwegs, zumindest dafür, dass der Frauenradsport an sich wenig Aufmerksamkeit genießt. Manche sitzen kurz da und geben dem Laktat Zeit, die Beine zu verlassen, anderen steht der schiere Schmerz ins Gesicht geschrieben. Aber sie fahren alle rauf. Die meisten meiner Gruppe hatten schon den Grill abgeräumt und ein kleines Schläfchen gemacht, da zuckeln genau die beiden älteren Herren mit weniger als Schrittgeschwindigkeit um die letzte Serpentine, die wir im Tal für etwas arg optimistisch hielten.

ImageDiese alten Haudegen auf mitunter abenteuerlichen antiken Schätzchen genießen meinen vollen Respekt. Der älteste Recke, den ich in der Art habe agieren sehen, stellte sich mir als 89 Jahre alter Schwabe vor! Wahnsinn. Willkommen auf dem Berg!

Teil 2 - Gipfelfreuden

Gestern hatte ich im Hang ein wenig Zeit, darüber nachzudenken, warum die Leute so ein Trara um die Pässe machen. Ich meine, die Landschaft in der Bretagne ist auch schön und mit dem fiesen Wind kein bisschen leichter zu fahren. Oder man denke an die vielen kleinen giftigen Hügel bei dem Abstecher der Tour nach Belgien im letzten Jahr.

ImageAlles tolle Rennstrecken, phantastischen Gegenden und nicht so überlaufen wie die Alpen oder Pyrenäen. Trotzdem könnte man am Tag der Etappe im Norden Frankreichs sicher eine Stunde fahren, ohne mehr als drei Gleichgesinnte zu treffen.

Im Hochgebirge: Selbst da, wo keine Profis lang kommen, Räder, Räder, Räder…. Möchte mal wissen, wie viele Kilowattstunden da jeden Tag „sinnlos“ verbraten werden! Was also zieht Menschen an, statt der direkten Verbindung zwischen zwei Wegpunkt den über einen 1.400 Meter höher gelegenen zu wählen. Hier die Antworten:

ImageDie Berge bieten bei gezwungenermaßen langsamer Fahrt ein wunderschönes und abwechslungsreiches Panorama. Aber das tut ne Küstenstraße auch.

Wo rauf da runter: vielleicht gefällt vielen der Gedanke, mal ne Dreiviertel Stunde am Stück bergab zu fliegen. Viele haben aber auch Angst vorm Downhill, das kann’s also auch nicht sein.

Mit Sicherheit gefallen Etlichen die Spielchen in der Gruppe. Duelle am Berg sind auch im TV einfach das Salz in der Tour-Suppe. Auf der Ebene kommt neben der Power noch das Spiel mit dem Wind bzw. seinem Schatten, für viele zu kompliziert und wegen der hohen Geschwindigkeit gefährlich. Einen Berg nimmt man in „kontrolliertem Tempo, Wind zählt fast nicht, es zählen nur die Ausdauer und der Wille.

ImagePersönlich geben mir Serpentinen ein ganz großes Glückgefühl. Schräglage bergan, die Wahl der Linie durch die Kurve, der skeptische Blick zum Kurvenausgang, was denn als nächstes kommen mag. Beschämt gebe ich zu, da kommt schon als mal ein Profifeeling auf!

Ganz groß sind auch die Namen der Berge und Pässe zu handeln. Jeder Radfahrer kennt den Col du Tourmalet zumindest vom Namen her. Als Kind waren diese Höhen unerreichbare Gipfel. Nur von den persönlichen Helden zu bezwingen. Und jetzt fährt man selbst auf die Schilder zu und kann es im ersten Moment kaum glauben, dass man kurz drauf selbst einen solchen Hammer-Berg unter die Reifen nimmt.

ImageAber der Hammer ist und bleibt der Gipfel. Oben zu sein, Zeit egal! Ein Wahnsinnsgefühl, um die Kurve zu kommen, und den Kulminationspunkt zu sehen. Da ist oben, mehr geht nicht! Das setzt ungeahnte Kräfte frei. Je heftiger der Berg, desto größer das persönliche Hoch. Mit dem Bezwingen hat man auch eine wenn auch kleine Hausmarke gesetzt. Man darf in Welt hinausgehen und verkünden: „Ich hab Col de Angel gepackt!“ Da weiß jeder Bescheid. „Ich bin 200 Kilometer flach gegen den Wind gefahren“, auch eine tolle Leistung aber nicht so genau definiert. Der Pass hat eine Länge, eine Höhe und vor allem ein Profil, das fast jeder Biker kennt. Ab der Passhöhe darf man sich X-Bezwinger nennen.

Das wird’s sein! Oder einfach auch nur, weil am Berg am meisten los ist!

Teil 3 - Fanmeilen(weit)

Von wegen Fanmeile – eine Meile ist ca. 1,6 Kilometer lang. Von dem her stehen allein in Alpe de Huez 9 Fanmeilen. Die gesamten 13,8 Kilometer vom ersten Linksknick bis hinauf auf den Marktplatz stehen die Bekloppten in zwei Reihen und mehr.

Franzosen, Italiener, Spanier, Basken (ganz wichtig nie zu Spanien stecken), Norweger und besonders viele Australier und natürlich die Holländer… denen gehört der Berg fast allein, seit das deutsche Interesse an der Tour etwas geschwunden ist.

ImageUnd sie haben die Vorherrschaft zu Recht. Eine Woche vorm Renntag kommen die ersten oranje Bautrupps und errichte ganze Bühnenanlagen im Hang. Gerüchteweise haben die Nachbarn aus dem Westen über 2.500 Liter Bier von Trankwagen liefern lassen.

Kostümiert sind sie eh alle. Bei 40° im Löwenkostüm, Windeln in den Farben der Tour-Trikots, alte Gardeuniformen der Militärs, die bekloppten Holländer bieten echt ne ganze Menge. Legendär sind die Partys in Kurve 9, der Holländerkurve. Mittlerweile traut sich schon kein anderer mehr, dort sein Zelt aufzuschlagen. Aber zum Feiern darf jeder kommen.

ImageUnd wenn der orangen Meute langweilig wird, hält man geschwind ein Auto mit Offiziellen oder Sponsoren an, und schüttet rund 50 Liter reines eiskaltes Quellwasser durch das Schiebedach. Und gleich gibt’s wieder was zu erzählen.

ImageAlpe de Huez ist sozusagen die Essenz aller Radsportfans. Da kommen einfach alle hin. So 600.000 sollen es gewesen sein, beim Bergzeitfahren 2004 quetschten sich rund 1.000.000 Fans entlang der Strecke, total abgefahren. Viele stehen wirklich drei oder vier Tage am Berg, für vierzig Minuten Radsportgenuss.

Teil4 -  Rudeljäger

ImageWer sein Rad einen Pass hinauf wuchtet und behauptet, er fahre nur für sich und nur zum Spaß, ist entweder ein Heuchler oder gehört zu einer verschwindend geringen Randgruppe. Tatsächlich läuft ein paar Stunden vor dem Profirennen eine kleine Tour de France oder Tour der Leiden ab. Was sag ich? Nicht eine – tausende! Die Tour der Jedermänner, der Tifosi, der Fans und Schlachtenbummler.

ImageStets das gleiche Spiel: kurz vor dem Knick in der Straße, der den Beginn einer Steigung markiert, huschen sie, die Blicke auf die Uhren. Cracks bedienen die Zwischenzeittasten ihrer elektronischen Beifahrer, Gemütliche schätzen grob die Minuten auf der ziffernlosen Armbanduhr. Wozu auch sekundengenau messen, die nächsten sechzig, achtzig, hundert Minuten gehören dem Berg! Wenn nicht mehr. „Wir sind schließlich nicht mehr im Westerwald!“ Nein, das sind die berühmten Alpen, mit Namen wie Donnerhall. Gänsepelle stellt sich ein, wenn sich ein Col de Galibier, ein Glandon oder mit dem Bonnette Restfort sogar die höchste überquerbare Passtrasse Europas auf einem an sich unscheinbaren Schild ankündigt.

ImageFortan hat jeder, ganz gleich ob speichendünner Radveteran oder adipöser Wuchtbrummer, mindestens einen von drei Kämpfen zu bestreiten. Den gegen die Uhr, gegen sich selbst und gegen die Leidensgefährten, die das Pech hatten, zur gleichen Zeit den gleichen Berg zu beanspruchen. Meist schon in der dritten Kurve haben sich kleine Grüppchen aus dem Dauerstrom von Fahrern gebildet. Ihnen gemeinsam ist nur ein etwa gleiches Verhältnis von Gewicht und Dauerleistung. Wer sich überschätzt hat, lernt nirgendwo schneller Demut als auf dem Weg zu einem Pass. Und dann beginnt es. Als hätte der Tourdirektor mit der Fahne das Rennen frei gegeben.

ImageDas Spiel in der Gruppe läuft ab wie bei den Profis: Beobachten, Anzupfen, Kontern, Umschauen, Hinsetzen, Aufschließen, Konsolidieren, und von vorn. Deutlich schnellere oder langsamere Fahrer werden einfach ignoriert. Geredet wird recht wenig. Mit welcher Luft auch. Das Grand der Gipfelstürmer findet erst Befriedigung in totaler Erschöpfung auf dem Gipfel. Ohne viele Worte werden dort aus Kontrahenten Gefährten, aber insgeheim rechnet jeder seine Bergpunkte mit. Nicht selten trifft man die gleichen Fahrer am nächsten Tag wieder. Und dann läuft’s bestimmt besser. Und wenn schon nicht den direkten Gegner, man hat wenigstens den Berg und sich selbst bezwungen!

Teil 5 - Den Profis voraus

Wer zur Tour de France will, hat entweder viel Planungsarbeit oder viel Stress zu bewältigen. Sich dem entzogen haben sich die 15 Teilnehmer der Leserreise zur Tour, die eine Kölner Sportmarketingagentur im Auftrag der Tirol Tageszeitung in diesem Jahr – oder wie der Österreicher sagen würde „heuer“ – zum zweiten Male ausgerichtet hat. Die Rheinländer organisieren seit zwölf Jahren Aktiv-Reisen zur Tour. Das bedeutet nicht, dass man am Ausbau des Hotels mitarbeiten muss. Aktiv werden die Gäste auf ihrem Rad.

ImageDas Prozedere an sich ist einfach: Morgens gut frühstücken (und allein das ist in Frankreich schon mit viel viel Organisation und Schmiergeld verbunden), mit dem Bus grob in die Richtung der Touretappe und rauf auf das Rad. Zwei Guides führen die Meute zumindest bis die markierte Originalstrecke erreicht ist. Spätestens am ersten Berg zeigt sich dann die Leistungsdichte der Gruppe, und versetzt damit die erwähnten Guides in Alarmbereitschaft.

Aber einmal auf der Route der Profis, die ein paar Stunden später und ein paar Stundenkilometer schneller an gleicher Stelle vorbeistürmen, heißt es freie Fahrt für freie Bürger, in dem Falle freie Österreicher. Zwei Hindernisse in Form von massiven Bergen stellen die Veranstalter im Allgemeinen pro Tag in den Weg. Begrenzender Faktor ist selten das Vermögen radsportlicher Art der Gäste, sondern der enge Zeitplan der Tour.

ImageVor den Profis schiebt sich die ellenlange Werbekarawane den Hang hinauf. Beide brauchen uneingeschränkten Platz! Deshalb wird jedes motorisierte Fahrzeug schon früh von den Straßen der Touretappe verbannt. Radfahrer werden je nach Platzangebot am Berg eineinhalb Stunden von dem Werbetross von den eher weniger gut gelaunten Gendarmen zu Fußgängern degradiert. In einem ganz drastischen Fall hat eine dieser finsteren Gestalten auch schon mal den Reifen eines uneinsichtigen Jungen längs aufgeschlitzt.

ImageDieses Damoklesschwert schwebt stets ein wenig über den weniger schnellen Teilnehmern. Allen gemein ist das Ziel. Das Zelt, der Pavillon, die Verpflegungsstelle – ein zweiter Trupp aus Köln ist nämlich schon einen Tag voraus gefahren, campiert direkt an der Rennstrecke und baut Tag für Tag eine luxuriöse Raststelle für die ausgezehrten Gäste, in diesem Fall Österreicher, auf. Frische Pasta, Fleisch vom Grill, Salate, Obst und am Ende sogar Kaffee und Kuchen, und natürlich viel viel zu trinken.

Manch ein Einheimischer schaut schon ein wenig befremdet erst auf sein kleines Bündel, das ihn über den Tag bringen soll, dann auf das weiße Zelt und die blauen Sonnenstühle. Aber sobald die Meute rings um die Station spitz kriegt, dass es neben Köstlichkeiten auch einen Fernseher gibt, zieht es sie magisch an. Während die erwähnten Österreicher entspannt im Sessel hängen, drücken sich immer mehr auswärtige Gesichter durch die Alpenkulisse Richtung Mattscheibe, aber immer bedacht, den Tiroler Kern nicht zu stören.

ImageDie tolle internationale und vollkommen friedliche Party am Berg beeindruckt neue Teilnehmer meist mehr, als das Rennen selbst. Trotzdem stehen alle wie kleine Kinder am Straßenrand und feuern ihre Idole an. Wobei, eigentlich wird jeder angeschrieen, der nicht gerade eine positive A-Probe abgeliefert hat.

Vier Dinge nehmen die Aktiv-Tourer nach dem Besenwagen mit runter vom Berg: jede Menge Adrenalin, aufregende Erinnerungen, die gefangenen Beutestücke von der Werbekolonne und nicht selten einen Monster-Sonnenbrand. Während sich die Runde langsam bergab orientiert, hat der meist mitradelnde Busfahrer selbigen schon an den Fuß des Passes gestellt, die Rückfahrt zum Hotel gestaltet sich also größtenteils schweißlos.

Vier Tage des Kletterns und Staunens haben die „Ösis“ heuer hinter sich gebracht und sich dabei als würdiges Alpenvolk erwiesen. Nur die Abfahrqualitäten ließen für eine Nation von Skifahrern einige Fragen offen. Sechseinhalb Pässe mit über 7.000 Höhenmetern haben sie bezwungen. Bleiben noch mindestens zwanzig fürs nächste Jahr übrig.

Teil 6 - Erst Alaaf dann Attacke

ImageDie Tour de France ist das drittgrößte Sportereignis nach den großen Fußballturnieren und den olympischen Spielen. Aber sie findet jährlich statt und ist vollkommen kostenlos! Ein absolutes Wunder, bedenkt man, was für ein Bohai nötig ist, um die Strecke zu suchen, vorzubereiten, zu sperren und für die Übertragung zu sorgen, ganz zu schweigen von der Logistik in den Start- und Zielorten.

Über 400 Fahrzeuge schlängeln sich im zweiten Gang durch Frankreich, allein über die Rennstrecke, Wahnsinn. Die meisten davon gehören zur Werbekarawane, eine Art Rosenmontagszug als Vorhut des Peleton, nur legt der nicht zehn sondern über 3.500 Kilometer zurück. Muss das eine Knochenarbeit sein, ein Quad bergauf, bergab durch das Menschenspalier zu steuern, das zu allem Überfluss noch einen vier Meter hohen Löwen aus Plüsch chauffiert.

ImageAndere bewältigen die Strecke auf fahrenden Kaffeetassen oder in Recyclingmülltonnen mit nicht mehr als einem Quadratmeter Kuckloch, das mit Gittern verblendet ist. Aber den mit härtesten Job haben die „Tanzmariechen“ der Karawane: Zwischen sechs und zehn junge Leute tanzen unentwegt auf der Ladefläche eines Trucks.

Mit einem Gurtsystem gesichert wäre das an sich ein akzeptabler Arbeitsplatz, aber …. die Musik wurde derart handverlesen, dass nurmehr drei oder vier Lieder übrig blieben. Die hübschen Bedauernswerten auf dem Truck hören also drei Wochen lang jeden Tag sechs Stunden lang immer und immer die gleiche Schleife. Wie die noch lächeln können, ist mir schleierhaft, aber sie tun es. Auch die meisten Werbegeschenke werfenden „Ferienjobber“ sitzen auf ihren skurrilen Fahrzeugen, wie ein kleiner Rockstar.

Teilweise werfen sie ihre Gaben schon nicht mehr gezielt ins Volk, sondern schaufeln quasi nur noch möglichst viel über Bord. Trotzdem bleibt nichts liegen: nach jedem Bröckchen steinharter Salami wird gehechtet, für Mützen und die berühmten Winkehände springen erwachsene Männer vor Autos. Tatsächlich hat mich ein außer Kontrolle geratener Franzose bei einem Hechtsprung nach einem der begehrten Caisse d’Epargne-Shirts mit seiner voranstürmenden Stirn am Kinn fast KO geschlagen.

ImageEin kurzes Duell um das Shirt gab ich mit der Gewissheit auf, dass a: ich mit der anderen Hand gleich zwei Weitere gefangen hatte und b: dass durch das Tauziehen sein Shirt garantiert außer Form geraten war! Gut, dass kurz darauf der Feuerwehrwagen einer Mineralwassertruppe kam. Der „Oberbrandmeister“ löscht mit seinem Hochdruckreiniger jedes hitzige Gemüt ab.

Heiß wird es dann immer wieder, wenn der Hubschrauber zu hören und dann zu sehen ist. Der TV-Heli schwebt stets über dem Peleton und kündigt an, dass spätestens jetzt Jubelposition an der Strecke einzunehmen ist. Viele Zuschauer sind schier überfordert, wenn sie ihren Idolen dann Auge in Auge gegenüberstehen und machen gar nichts. Andere können ihr Temperament nicht im Zaum halten und stürmen neben den Fahrern her.

ImageDass da an sich nix passiert, ist ein mittleres Wunder. Aber zumindest die vorderen Profis scheinen das kaum wahrzunehmen. Was mich extrem aufregt sind die Leute, die nach den Spitzenfahrern sofort den Weg ins Tal suchen. Und das natürlich auf der Rennstrecke, das zeugt von Null Respekt vor der Leistung der Helfer und Sprinter, und das nur, um dem Verkehrschaos im Tal zu entgehen. Dabei gehört das doch dazu!

 
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