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Buch des Monats August: Gute Beine, schlechte Beine
Donnerstag, 31. Juli 2008
ImageNach der „Tour de France“ kann nun der Radsportfan mit Peter Winnen schaurig-schöne Einblicke in die Rennfahrerseele gewinnen. Dem Klischee vom Radprofi, der es nur in den Beinen hat, hat der Autor nie entsprochen.

Bei der Frankreich-Rundfahrt hatte er Dostojewski im Gepäck und feilte abends auf dem Hotelzimmer an Gedichtfragmenten. 1991 zog der Sieger mehrerer Königsetappen bei der Tour sich aus dem Peloton zurück und nahm ein Studium der Kunstgeschichte auf.

1999 gestand er als einer der ersten Ex-Profis aus freien Stücken langjähriges, systematisches Doping in seinen Rennställen. In seinem neuesten Buch versammelt er die besten Kolumnen, Essays und Kurzgeschichten, die er seit 2002 im „NRC Handelsblad“ und im „Playboy“, in „De Muur“ und in „Fiets“ veröffentlicht hat.

Er entführt seine Leser in eine Welt der Endorphine und blutigen Stürze, der egozentrischen Hirngespinste und streikenden Oberschenkel, die jeder nachvollziehen kann, der selbst mit Leidenschaft in die Pedale tritt – auch wenn es nicht für die fragwürdigen Weihen einer Profikarriere gereicht hat.

Peter Winnen
Gute Beine, schlechte Beine
Geschichten vom Radfahren
350 S., 14,80 €
Covadonga Verlag, Bielefeld
www.covadonga.de
 
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