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Kopf hoch beim Radrennen!
Montag, 30. Juni 2008
Sicherheits-Tipp: Stürze beim Jedermann-Rennen sind vermeidbar

ImageIn den Zeiten, als Radrennen im Fernsehen nicht zu verpassen waren, haben wir als Radsportbegeisterte viele Tipps und Tricks während der Übertragungen erklärt bekommen. Eine dieser vielen Erklärungen war, dass ein Fahrer, der Ambitionen auf den Gesamtsieg einer Rundfahrt hat, stets im ersten Drittel des Feldes zu fahren hat, weil dort die Sturzgefahr geringer ist.

Nun, weiter vorne im Peleton zu fahren, hat viele Vorteile und wer an der Ziellinie ganz vorne ist, hat dann auch noch gewonnen.

Während des Rennens hat man vorne einfach eine bessere Übersicht über das, was vor einem liegt oder passiert. Natürlich können nicht alle Renner gleichzeitig ganz vorne fahren, aber das ist bei einer Hobbyveranstaltung auch nicht das Wichtigste.
 
Viele von uns Jedermännern werden meistens alleine oder höchstens in kleinen Gruppen trainieren. Da ist das Fahren in einem großen Pulk von über 50 Fahrern eine besondere Herausforderung an die Konzentration. Das Tempo ist höher, man will schön den Windschatten nutzen aber bloß keinen berühren oder sich am Hinterrad des Vordermannes aufhängen.
 
ImageIm Fahrerfeld herrscht ein ständiges Überholen und Überholt werden. Um sich herum sieht man nur andere Rennfahrer und sonst nichts. Manche Übermütige meinen, es geht ums Grüne Trikot und fahren in die kleinste Lücke. Es besteht Sturzgefahr und für den einzelnen Radsportler ist das höchste Anspannung.

Aber es lauert eben noch eine zweite Gefahr und die liegt vor dem Fahrerfeld. Deshalb sollte man jede Gelegenheit nutzen, durch oder am Pulk vorbei nach vorne zu schauen, um eventuelle vorausliegende Gefahrenstellen zu erkennen.

Obwohl bei einem Jedermann-Rennen die Strecke für den Straßenverkehr gesperrt ist, gibt es immer Gefahrenpunkte, die man rechtzeitig erkennen sollte: Verkehrsinseln, Kreisverkehre, Fahrbahnverengungen, in die Fahrbahn ragende PKW's, Fußgänger oder unmittelbar vorausgestürzte Rennfahrer, um einiges aufzuführen.
 
ImageErkennt man eine gefährliche Situation, sollte man durch Handzeichen und /oder Rufen den nachfolgenden Renner warnen.

Doch hier lauert der Stille-Post-Effekt: Zehn Fahrer machen den Schlenker um ein am Straßenrand geparktes Auto. Nur der elfte, leicht angenockte Renner hat nichts mitbekommen und knallt auf das Hindernis.
Deshalb: Kopf hoch und jede Gelegenheit nutzen, nach vorne zu schauen, wenn nötig für die freie Sicht kurzzeitig in den Wind fahren und für die eigene Sicherheit ein paar Körner opfern. Sich auf niemanden verlassen und mit allem rechnen. Die Gesundheit geht über alles und sollte nicht durch falschen Ergeiz gefährdet werden.

In diesem Sinne Allheil und gute Fahrt!
 
wünscht euch Peter Köhlbach
 
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