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Henniger Turm
Samstag, 31. Mai 2008
ImageAm 1. Mai ist Henniger Turm, das ist schon seit Jahren so! Eine Aussage, die ab sofort nicht mehr zutrifft, denn das Profi-Rennen Rund um den Henniger Turm wird es in Zukunft leider nicht mehr geben. Nach 47 Austragungen steht für das kommende Jahr ein Fragezeichen hinter dem Profirennen und damit auch hinter der VeloTour, dem Jedermann-Rennen im Rahmen des Henniger Turms. Göttingen allerdings hat in diesem Jahr gezeigt, dass auch ohne Profi-Rennen einen Veranstaltung für Hobby-Fahrer zum Erfolg führen kann.

Start und Ziel der VeloTour war erneut das Main-Taunus Zentrum in Sulzbach. Vier verschiedene Strecken wurden angeboten: 110 km bergig, 73 km flach, 62 km bergig und 34 km flach.

Das Areal für die Hobby-Fahrer liegt nicht direkt am Start und Ziel des Profirennens, dafür sind die Wege sehr kurz. Parkplätze, Anmeldung, Start/Ziel, alles ist sehr kompakt aufgebaut und gut erreichbar. Genau in der Mitte dann ein kleines Sportlerdorf mit einigen Infoständen, der großen Unterhaltungsbühne und natürlich reichlich Gelegenheiten zum Essen und Trinken. Auf einer Großleinwand wurde das Rennen der Berufsfahrer übertragen. Man verpasste also nichts. Die Wetterprognosen waren nicht sehr gut. Neben den kühlen Temperaturen wurde auch noch Regen vorhergesagt. Zum Glück blieb es bis zum Ende der Siegerehrung trocken. Petrus hatte ein Einsehen mit den Sportlern.

ImageDer Startort war einfach zu finden, das Main-Taunus Zentrum (MTZ) ist bereits früh ausgeschildert, auf dem Gelände sind mehrere Parkplätze ausgewiesen. Eng wurde es an der Anmeldung. Lange Schlangen mit erwartungsvollen Fahrern an den Anmeldetischen. Einige hatten nicht mehr viel Zeit bis zur Startaufstellung, daher waren sie sichtlich nervös. Gut hatten es diejenigen, die ihre Unterlagen am Vortag abgeholt hatten. Vielleicht hätten ein oder zwei Anmeldetische mehr das Ganze etwas ruhiger ablaufen lassen. Ähnlich sah es nach der Zieldurchfahrt mit der Transponderabgabe aus. Auch hier bildeten sich teilweise lange Schlangen.

ImageDie Aufstellung erfolgte in Startblöcken etwa 200 Meter vor dem Start. Am Start selber wurde dann nicht mehr nach Startblöcken unterteilt, was aber keine Probleme verursachte. Verwirrender war es allerdings für Besucher, Start und Ziel zu finden. Kein Überbau, kein Schild mit einem Hinweis auf Start und Ziel, das überraschte dann doch etwas. Sehr schön waren dagegen Podeste, auf denen sich bald die ersten Zuschauer einfanden. Den Teilnehmern zeigte allein die Matte der Zeitnehmer das Ende des Rennens.

Um 8:48 Uhr fiel der  Startschuss zum 7. Jedermann-Rennen im Rahmen des Radklassikers Rund um den Henninger Turm. Als erstes gingen dabei die VeloTour-Fahrer über 100 und 62 Kilometer an den Start. Einige Zeit später wurden dann die Rennen über 73 und 34 Kilometer gestartet. Hier gab es vor dem Start reichlich Glückwünsche für Henri Verkampen vom Team Agapedia Münsterland, der erneut seinen Geburtstag bei der Velo Tour feierte. Dass er seine Alterklasse im Rennen über 73 Kilometer gewinnen konnte, machte den Tag natürlich noch etwas schöner.

ImageDann war erst mal Ruhe im MTZ, allerdings nur 50 Minuten. Dann traf bereits der Sieger über die 34 km Distanz ein. Daniel Wagenbreth aus Sauldorf  hatte im Ziel knapp zwei Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Alexander Nikolopoulos vom Team Agapedia Münsterland. Den dritten Platz belegte Markus Kluger aus Siershahn.
Bei den Frauen siegte Julia Hild vom Team Agapedia Münsterland vor Nicole Berensmeier vom Team Tricolore und Sabine Braun ebenfalls vom Team Agapedia Münsterland.

Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Durch die unterschiedlichen Startzeiten trafen nun über Stunden immer wieder Fahrer/innen ein. Etwas später mischten sich dann auch noch die Skater, die etwas später gestartet waren, unter die Radsportler. In den bekannten Radsportforen konnte man im Vorjahr über viele Probleme beim Zusammentreffen von Skatern und Radsportlern lesen. Im Zielbereich war davon nicht viel zu sehen. Perfekt wäre es gewesen, die Radsportler und Skater beim Zieleinlauf zu trennen, doch im Finale waren keine gefährlichen Situationen zu erkennen.

ImageNoch waren nicht alle Fahrer/innen der 34 Kilometer Strecke im Ziel, da wurde auch schon um den Sieg der 62 km Strecke gesprintet. Sebastian Ohrmann und Jan Wallauer konnten hier einen Doppelsieg für die RIG Feiburg herausfahren. Dritter wurde Bernd Kraus vom Team Voba Nattheim. Für Sebastian Ohrmann war es nach 2006 der zweite Sieg im Rennen über 62 Kilometer.

Die Siegerin der Damen-Klasse, Judith Cramer von LeXXi Teamtrikot24.de, war sehr glücklich darüber, trotz einer Erkrankung das Rennen für sich entscheiden zu können. Sie konnte sich gegen Rene Putz aus Mainz und Julia Tillmann vom Cycling Club Düsseldorf durchsetzen.

ImageBeim Rennen über 73 Kilometer siegte Michael Glanzer aus Heidelberg in einem spannenden Sprint vor Tilo Breuer (Schierke), dem Spitzenreiter des German Cycling Cup. Dritter wurde Henry Werner vom Team Wurzener. Für Tilo Breuer änderte sich einiges nach dem Rennen in Göttingen, wo er sich mit dem Sieg das Spitzenreitertrikot im German Cycling Cup geholt hatte. Frankfurt hatte er gar nicht eingeplant, doch das Spitzenreitertrikot verpflichtet nun mal. Daher wurde die Saisonplanung umgestellt, um in Frankfurt an den Start gehen zu können. Durch seinen zweiten Platz verteidigte er die Spitzenposition, hatte aber nun Probleme. Durch eine USA-Reise über Pfingsten kann er in Leipzig nicht an den Start gehen, um sein Trikot zu verteidigen. Doch bereits in Erlangen wird er wieder am Start stehen, die Streichergebnisse des German Cycling Cup hat er immer noch eine große Chance die Serie erfolgreich zu beenden. Dort wird er dann im Trikot des Team Radon-Cyclepower an den Start gehen.

ImageBeate Zschorlich brauchte bei den Frauen nicht zu fürchten, im Sprint geschlagen zu werden. Mit drei Minuten Vorsprung vor Janina Handkammer (RSC Göttingen) und Katharina Reithmaier aus Würzburg gewann sie das Rennen deutlich. Übrigens hat Katharina Reithmaier schon einen eigenen Fanclub, auch daran lässt sich der Aufwärtstrend der Jedermann-Szene erkennen.

Spannend war auch der Zieleinlauf der 100 Kilometer der Männer. Erst im Schlussspurt konnte sich Tobias Bosch (Team Voba Nattheim) gegen Christian Schrod (Langenfelden) und Tobias Ohlenschläger (MTBC Wehrheim) durch.
Nach ihrem Sieg in Göttingen gewann Manuela Haverkamp-Roisch aus der Mannschaft LeXXi Teamtrikot24.de auch in Frankfurt die lange Distanz und trägt damit nach dem zweiten Rennen des German Cycling Cup weiter das gelbe Trikot der Gesamtführenden.

Im Ziel hatte sie eine gute Minute Vorsprung vor Reni Scheeben vom RSG Frankfurt 1890.
Dritte wurde Susan Dietrich.

ImageEs dauerte noch eine Weile, bis alle Fahrer/innen das MTZ wieder erreicht hatten und ihre Finisher-Medallie in Empfang nehmen konnten. Als letzter Höhepunkt folgte dann noch eine ausführliche Siegerehrung. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Organisation der VeloTour für die Möglichkeit, Monika Nießen und Wolfgang Truckenbrodt in diesem würdigen Rahmen als Jederfrau und Jedermann des Jahres 2007 ehren zu können.  

In allen Rennen wurden die drei ersten Männer und Frauen geehrt. Dazu jeweils die ersten drei aller Altersklassen. Zum Schluss dann noch die Führenden im German Cycling Cup. Bei dieser Gelegenheit gab Franco Adamo bekannt, dass die bekannte Kunstgießerei  Strassacker für die ersten drei Frauen und die ersten drei Männer in der Gesamtwertung des German Cycling Cup nach dem letzten Rennen ganz besondere Auszeichnungen stiften wird. Mehr zu diesem Thema hier.

ImageAuch die siebte Austragung der VeloTour war wieder ein großer Erfolg. Kleine Punktabzüge gab es für den Start und Zielbereich. Auch die Wartezeiten an der Nummernausgabe bzw. Transponderabgabe müssen nicht sein. Gerade bei der Transponderabgabe gibt es Möglichkeiten, das Ganze zu beschleunigen, wie andere Veranstaltungen zeigen. Doch in Frankfurt werden die Jedermänner gewürdigt, man nimmt sich viel Zeit für die Ehrungen und auch im Vorfeld des Rennens war zu beobachten, dass die Fahrer/innen nicht nur zahlende Masse waren. Die VeloTour in Frankfurt darf nicht sterben. Es ist zu wünschen, dass sie im kommenden Jahr erneut im Rahmen eines kompletten Renntages stattfindet. Denn auch an die Startmöglichkeiten für zahlreiche Nachwuchsklassen sollte gedacht werden, wenn man an diese Veranstaltung denkt. Den Organisatoren wünschen wir viel Glück beim Akquirieren neuer Sponsoren und freuen uns schon jetzt auf das Jedermann-Rennen am 1. Mai 2009 in Frankfurt.

ws
 
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