Zeitfahren
Samstag, 31. Mai 2008
Ralf Grabsch - Foto: RothImmer mehr Veranstalter nehmen das Zeitfahren mit in ihr Angebot bei Jedermann-Rennen. Dieser Trend ist damit zu erklären, dass die Nachfrage nach dieser Spezialdisziplin immer größer wurde. Der Reiz liegt darin, dass beim Kampf gegen die Uhr der Athlet ganz auf sich allein gestellt ist und so gegen die Zeit und gegen sich selbst kämpft. Außerdem ist er nicht abhängig von der Fahrweise der anderen Teilnehmer, so dass es am Ende des Wettkampfes keine Ausreden gibt.

Wie trainiere ich für ein Zeitfahren?

Wichtig ist hierbei eine gute Grundlagenausdauer, auf die dann mit speziellem Tempotraining aufgebaut werden kann. Eine weitere Komponente ist die Sitzposition auf dem Rad. Wer in der glücklichen Situation ist, ein spezielles Zeitfahrrad zu besitzen, hat hier schon einen großen Vorteil.

Durch die aerodynamische Sitzposition kann erheblich Kraft gespart werden. Aber auch auf einem normalen Rennrad können durch ein paar kleine Veränderungen positive Effekte erzielt werden. Hier sollen nur einige Möglichkeiten aufgezeigt werden, denn im Detail ist jeder Athlet zu unterschiedlich, um generelle Tipps geben zu können.

Ein großer Effekt wird durch einen Trilenker erzielt; dieser sollte allerdings nicht einfach auf den normalen Rennlenker gebaut werden, da er dann zu hoch aufbaut. Besser ist es, diesen komplett zu tauschen. Die Sattelposition sollte auch leicht verändert werden. Der Sattel wird etwas höher und etwas weiter nach vorn montiert. Hierdurch wird eine bessere Kraftübertragung erzielt.

So, genug mit der Technik, ab zum Training!
Wichtig ist, dass man sich vor dem Wettkampf an die neue, ungewohnte Sitzposition gewöhnt. Dazu sollte man in der Vorbereitungszeit einige Trainingseinheiten auf dem Wettkampfrad absolvieren. Dazu bieten sich intensive Einheiten an, denn ein Grundlagentraining auf einem Zeitfahrrad macht wenig Spaß.

Um ein Tempogefühl zu entwickeln, bietet es sich an, ein Fahrspiel in das Training einzubauen. Dieses kann dann auch gut mit dem Wettkampfrad durchgeführt werden.

Beispiel für eine vorbereitende Trainingseinheit:

30 Min. einrollen im GA I Bereich
15 Min. in Zeitfahrposition im GA II Bereich
15 Min. aktive Erholung im GA I Bereich
15 Min. in Zeitfahrposition im oberen GA II Bereich plus 3 Min.
             EB direkt im Anschluss
20 Min. aktive Erholung im GA I Bereich
20 Min. in Zeitfahrposition im oberen GA II Bereich plus 5 Min.
             EB direkt im Anschluss
Danach mindestens 30 Min. aktive Erholung im unteren GA I Bereich auf dem Weg nach Hause.

Wenn Schmerzen durch die neue Sitzposition auftreten, dann nicht weiterfahren und hoffen, das geht schon vorbei, sondern darauf reagieren und Veränderungen vornehmen. Nur durch ständiges Anpassen kann die passende Position gefunden werden.

Viel Spaß beim Schrauben und Trampeln!
 
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