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Startschuss f?r das Jedermann-Team MILRAM
Mittwoch, 30. April 2008
ImageRadfahren wie die Profis – dieser Herausforderung stellen sich 32 Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin der NORDMILCH AG, das Jedermann-Team MILRAM. Das große Ziel des Milchexpress Nummer 2: Das Jedermann-Rennen, die Vattenfall Cyclassics am 7. September.

Um bestens für den Auftritt in Hamburg gerüstet zu sein, haben sich die MILRAM-Jedermänner professionelle Unterstützung geholt. Zusammen mit den Spezialisten des Projekts „von 0 auf 60“ bereiten sich die 33 ambitionierten Rennradfahrer auf ihr erstes gemeinsames Rennen vor.

Der Startschuss für das Jedermann-Team MILRAM fiel am Sonntag in Zeven. Beim ersten Teamtreffen kamen alle Teilnehmer zu einem ersten Kennenlernen zusammen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfuhren die Teilnehmer im Rahmen einer Präsentation alle wichtigen Eckdaten und Termine des Projekts und konnten ihre Fragen an die Verantwortlichen stellen.

Nachdem alle auf das gemeinsame Vorhaben eingestimmt waren, wurde die Teambekleidung verteilt. Alle Teilnehmer erhielten ein original Team MILRAM Rennoutfit: Trikot, Hose, Handschuhe, Socken und Race Cap.

ImageNeben dem Kennenlernen stand an dem Wochenende auch die Leistungsdiagnostik im Mittelpunkt. Sie stellt die Weichen für die gemeinsame Vorbereitung auf die Cyclassics am 07. September in Hamburg.  Dabei wurde der Fitnessstand eines jeden Teilnehmers ermittelt.

Alle mussten zum Leistungscheck auf dem Ergometer und erhalten auf Basis der Daten einen individuellen Trainingsplan. Wolfgang Engel und Andreas Rester von den Sportengeln bestimmten mit dem Test die anaerobe Schwelle.

Eine schmerzhafte Erfahrung, denn die Teilnehmer mussten nicht nur auf dem Ergometer bis zur Erschöpfung strampeln und zeigen wie viel Kraft bereits in den Beinen steckt, sondern bekamen auch noch alle vier Minuten Blut aus dem Ohrläppchen abgenommen.

Dies dienet der Ermittlung der Laktatkonzentration während der verschiedenen Belastungsstufen. „Anhand der Laktatkonzentration und der Herzfrequenz bestimmen wir die Trainingsbereiche und erstellen die individuellen Trainingspläne“, so Andreas Rester.

Von Neulingen und alten Hasen


Die Gründe der Teilnehmer, beim Jedermann-Team mitzufahren, sind so unterschiedlich wie ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Rennrad. Einige Team-Mitglieder saßen noch nie im Rennradsattel, andere fahren seit vielen Jahren bis zu 10.000 Kilometer im Jahr.

ImageDas Ziel jedoch ist meist dasgleiche : Mit Teamgeist zum Erfolg - Gemeinsam viel Spaß haben und bei den Cyclassics so gut wie möglich ins Ziel kommen. „Ich fange ganz neu mit dem Radfahren an“, erzählt Thomas Krause, Betriebselektriker am Standort Edewecht. „Letztes Jahr habe ich noch geraucht und ein paar Kilo mehr gewogen. Nun habe ich mir vorgenommen, dass 2008 mein Gesundheitsjahr wird. Da war der Aufruf für das Jedermann-Team MILRAM genau das Richtige für mich. Radfahren ist perfekt für die Kondition und den Muskelaufbau, und außerdem ein wunderbarer Ausgleich für meine Schichtarbeit.“

Huub Huis in Veld dagegen sitzt schon seit über 30 Jahren regelmäßig auf dem Rennrad. „Ich fahre bereits seit 1969 Rennrad, ungefähr 10.000 bis 12.000 Kilometer im Jahr. Auch bei den Cyclassics in Hamburg war ich schon einige Male dabei. Dennoch habe ich mich dem Jedermann-Team MILRAM angeschlossen, weil ich es sehr gut finde, dass die NORDMILCH das für ihre Mitarbeiter macht, und nicht nur für die Profis. Das ist wunderbar. Fahrradfahren hält mich einfach fit.“

ImageKünftig trifft sich das Jedermann-Team MILRAM jeden Sonntag zu gemeinsamen Ausfahrten. Die Ausfahrten werden von professionellen Guides des Projekts „von 0 auf 60“ betreut, die die Jedermänner nicht nur konditionell, sondern auch technisch auf den richtigen Stand bringen, so dass einer erfolgreichen ersten Rennteilnahme in Hamburg nichts mehr im Wege steht.

Damit auch die theoretischen Grundlagen stimmen, nimmt das Jedermann-Team MILRAM außerdem regelmäßig an verschiedenen Workshops zu den Themen Technik, Ernährung, Training, Kraftgymnastik und Material teil. Und auch die Profis des Team MILRAM haben dem Jedermann-Team bereits ihre Unterstützung zugesichert. Im Rahmen von gemeinsamen Trainingsausfahrten werden sie mit hilfreichen Tipps und Tricks zur Seite stehen.

ImageAufgrund der weiten Wege zwischen den einzelnen NORDMILCH-Standorten und der unterschiedlich hohen Teilnehmerzahl ist das Jedermann-Team MILRAM in drei Gruppen unterteilt, die nach der jeweiligen Basis für die Teamausfahrten benannt wurden.

Team „Bremen“: Bremen / Seckenhausen / Neubörger / Edewecht / Strückhausen
Team „Schleswig“: Hohenweststedt / Nordhackstedt
Team „Zeven“: Zeven

Kuscheln für das Gleichgewicht

Am letzten Aprilwochenende stand für alle drei Gruppen des Jedermann-Team MILRAM das erste Kuscheltraining auf dem Programm. Bei Spielen wie „Elefantenrennen“ trainierten die Hobby-Radsportler die Grundlagen für das Fahren in der Gruppe.

Vor Beginn des Workshops hatten die Jedermänner noch keine konkreten Vorstellungen, was sie bei einem  Kuscheltraining auf dem Rennrad erwartet. Von „Keine Ahnung“ bis „Ich könnte mir vorstellen, dass wir üben, dicht hinter einem Vordermann hinterherzufahren oder dicht nebeneinander zu fahren“, reichten die Vermutungen.

Image„Kuscheltraining ist koordinatives Training“, erklärt Peter Zaun, Leiter des Jedermann-Projekts. Wir trainieren das Verhalten auf dem Rad, so dass die Teilnehmer sich auf ihrem Rad sicher fühlen. Dazu gehört, dass man mit Körperkontakt umgehen kann.

Die Übungen sorgen dafür, dass die Fahrer Spaß haben, ihren Spieltrieb ausleben können und gleichzeitig lernen, sich sicher mit dem Rad zu bewegen. Ziel ist es, dass die Jedermänner auch in einem Rennen keine Angst haben bei 40 Sachen Körperkontakt zu spüren.“

Bevor es zum Kuscheltraining auf den Parkplatz des NORDMILCH-Werks in Zeven ging, stand noch ein Workshop zum Thema Trainingslehre auf dem Programm. Dabei wurden den Teammitgliedern die theoretischen Grundlagen des sportlichen Trainings vermittelt.

Die Teilnehmer lernten, auf welche Belastungsprinzipien sie beim Training achten müssen, und wie genau sie ihr Training gestalten sollten, damit es möglichst effektiv ist. Am Beispiel der Trainingspläne einiger Team MILRAM Profis konnten die Jedermänner sehen, dass sich ihr Training vom Aufbau her gar nicht so sehr von dem der Profis unterscheidet.

ImageDie Letzten werden die Ersten sein: Unter diesem Motto wurde das Kuscheltraining mit dem „Elefantenrennen“ eröffnet. Ziel der Übung war es, so langsam wie möglich zu fahren, ohne mit den Füßen den Boden berühren zu müssen.

So bekommen die Fahrer ein Gefühl für ihr Rad und lernen, das Gleichgewicht zu halten. Eine weitere Übung bereitete die Jedermänner auf das Windschattenfahren vor. Beim „Schattenfahren“ sollte möglichst nah am Hinterrad des Vordermanns gefahren werden. Nachdem alle Teilnehmer ein besseres Gefühl für ihr Rad entwickelt hatten, wurde es Ernst.

Es folgten Übungen, bei denen es darum ging, über Körperkontakt mit den Teammitgliedern das Fahren in der Gruppe während eines Radrennens zu trainieren. Zunächst  mussten die Jedermänner ihren Teamkollegen gegenüber etwas handgreiflich werden. Ziel war es, das Gleichgewicht zu halten und auf dem Rad zu bleiben, obwohl man angerempelt wird. In der nächsten Übung dagegen durfte gekuschelt werden.

ImageIn Zweiergruppen sollten die Fahrer sich gegenseitig während der Fahrt umarmen – was vor allem in Kurven gar nicht so leicht war. Dabei wurde den Teilnehmern die Berührungsangst mit anderen Fahrern beim Fahren in der Gruppe genommen.

Die erste Ausfahrt

Zum Ausklang des gemeinsamen Tages folgte für alle MILRAM Jedermänner eine gemeinsame Trainingsausfahrt. Die 62 Kilometer lange Runde mit ca. 200 Höhenmetern wurde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,1 Kilometern zurückgelegt.

Image„Das Training war gerade für die Leute ideal, die nicht so geübte Fahrer sind“, erzählt Kai Korneffel. „Aber auch als routinierterer Fahrer haben die Spiele großen Spaß gemacht. Wir haben das enge Fahren und die Wendigkeit auf dem Rennrad trainiert, da gibt es ja schon einen großen Unterschied zum normalen Fahrrad.

Bei den Ausfahrten merkt man mittlerweile, dass wir zu einem richtigen Team zusammenwachsen. Das macht allen großen Spaß. Auch die Guides machen einen tollen Job und geben uns gute Tipps, zum Beispiel wie man richtig auf dem Rad sitzt oder wie man richtig in der Gruppe fährt.

Und dabei haben wir schon gute Fortschritte gemacht. Ich merke auch, wie die Fahrer langsam ruhiger werden. Bei den ersten Ausfahrten waren alle noch recht nervös, aber das lässt langsam nach. Die Gruppe harmoniert gut und – toi, toi, toi – bisher gab es noch keine Stürze bei den gemeinsamen Ausfahrten. Da kann man nur hoffen, dass es so weiter geht. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Ausfahrten.“

Weitere Informationen:
www.milram.de
www.nordmilch.de
www.von0auf60.de
www.diesportengel.de
 
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