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Entscheidend ist die Atemtechnik
Freitag, 2. Februar 2018

ImageBei allerlei Tipps und Tricks rund um die verschiedenen Trainingsmöglichkeiten für verschiedene Sportarten, kommt ein Thema oft zu kurz. Dabei ist die richtige Atemtechnik disziplinenübergreifend ein absolut wichtiger Faktor. Für den Radsport kann man sich auf jeden Fall ein Beispiel an anderen Sportarten nehmen, vor allem wenn die eigene Ausdauer nicht ausreichend erscheint - eine neue Atemtechnik kann hier einen großen Unterschied machen.


Nicht nur die Frequenz des Atmens spielt eine Rolle, auch die Atemtechnik selbst kann je nach Sportart variiert werden. So erfordert das Schwimmen eine andere Technik, als beim Skilanglauf oder beim Biathlon gefordert ist.
 
Schwimmen ist eine effektive und gelenkschonende Möglichkeit, die eigene Fitness zu verbessern und Muskeln aufzubauen. Allerdings nur, wenn dabei auch die richtige Atemtechnik angewandt wird, insbesondere beim Brustschwimmen. Denn ein nach oben gereckter Kopf zum besseren Sauerstoffaufnahme, kann schnell zu Problemen in der Nackenmuskulatur führen. Deshalb empfehlen Experten, den Kopf unter Wasser zu halten und lediglich nach jedem dritten Armzug (rechts – links – rechts) einzuatmen. Ansonsten sollte das Gesicht zum Beckenboden gerichtet sein, um die Symmetrie beim Schwimmen aufrechtzuerhalten. Denn eine falsche Atemtechnik kann nicht nur zu den erwähnten muskulären Problemen führen: Ein gleichmäßiger Atemvorgang beugt zudem dem Seitenstechen vor.
 
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Auf der Suche nach der passenden Atemtechnik für den Skilanglauf, können sich Athleten an der Vorgabe für Ausdauerläufer orientieren. Dort gilt als oberste Regel: kräftig ausatmen. Denn durch das vollständige Entleeren der Lunge, beugt man am effektivsten dem Seitenstechen vor. Umstritten ist hingegen der Sinn einer an die Schrittfrequenz gekoppelten Atemfrequenz. Während einige Experten empfehlen, je nach Lauftempo alle zwei, vier oder sechs Schritte zu atmen, raten Andere davon ab. So sei die richtige Atemtechnik eben jene, die sich für den einzelnen Läufer am besten anfühle.

Skilanglauf ist gewissermaßen die Übertragung des Laufens auf einen verschneiten Untergrund. In skandinavischen Ländern macht diese Umstellung auch durchaus Sinn. Denn dort sind Langlaufski keineswegs reines Sportgerät, sondern vielmehr ein wichtiges Utensil zur Fortbewegung im Winter. Die Symbiose aus Alltagsgegenstand und Sportinstrument verkörpert der jährliche „Wasalauf“. Dort gehen traditionell am ersten Märzwochenende zehntausende Starter auf die 90 Kilometer lange Strecke. Während die meisten Athleten Hobbyläufer sind, gehen auch professionelle Starter ins Rennen. Somit ist es sogar möglich, Sportwetten auf den Ausgang des „Wasalaufs“ zu platzieren.
 
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Eine ganz besondere Atemtechnik erfordert der Biathlonsport. Während sich die Athleten auf der Loipe der zuvor beschriebenen Atemtechnik beim Langlauf widmen können, müssen sie die Technik am Schießstand umstellen. Denn die Starter erreichen den Schießstand mit einem hohen Puls, was sich wiederum negativ auf die Treffsicherheit auswirkt. Deshalb ist eine Anpassung der Atemtechnik umso wichtiger. Während der Schießeinlage von fünf abzugebenden Schüssen, atmen die Biathleten nur ein bis zweimal aus und ein. Allerdings ist es in diesem Fall wichtig, nicht die komplette Luft aus der Lunge zu lassen. Dies würde die Genauigkeit des Schießens negativ beeinflussen.

Stattdessen sollte etwa ein Drittel der Luft in der Lunge verbleiben. Genau jene Fähigkeit, auch mit hohem Puls die Scheiben zu treffen, macht die Schwierigkeit des Biathlons aus. Biathleten beschrieben das Schießen im Wettkampf so, dass sich die Ziele wie kleine Punkte ständig zu bewegen scheinen. Bei normalem Puls ist es für die Spitzenathleten normalerweise kein Problem, die 50 Meter entfernten Ziele zu treffen. Deshalb wird auch beim Training in der Halle das Schießen unter Belastung geübt.
 
Für Rennradfahrer bietet sich dagegen jene Atemtechnik an, die zuvor bereits für Ausdauerläufer empfohlen wurde. Also in erster Linie das vollständige Entleeren der Lunge, um auch beim Tritt in die Pedale ohne Seitenstechen voran zu kommen. Ein weiterer Faktor ist die sogenannte Zwerchfellatmung. Die meisten Menschen gewöhnen sich schon in der Kindheit eine relativ flache Atmung an. Doch wer den Bauch quasi „mitatmen“ lässt, kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Das wiederum führt dazu, dass zum Beispiel bei einem Anstieg das nötige Quäntchen mehr an Energie zur Verfügung steht.

Fotos: pixabay.com
 
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