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Pedal the Highway - Fahrraddemo zur Klimakonferenz
Sonntag, 5. November 2017
Persönliche Eindrücke vom Start in Köln

ImageÜber die A555 sollte sie gehen, die Fahrraddemo zur Klimakonferenz in Bonn. Eine passende Strecke, ist die A555 doch die älteste Autobahn Deutschlands. Vielleicht auch die bekannteste, außerhalb von Stau- und Unfallmeldungen. Immerhin wurde eine Fahrt von Köln nach Bonn von der Gruppe Kraftwerk zum in dem Lied Autobahn umgesetzt und wurde einem Riesenerfolg. Ein Erfolg war auch Pedal the Highway, obwohl den Demonstranten die Fahrt über die Autobahn untersagt wurde.


Erwartet wurden von den Veranstaltern 1.000 Teilnehmer/innen. Es wurden deutlich mehr. Die später genannte Zahl von 3.000 ist durchaus plausibel. Bereits eine Stunde vor Abfahrt wurde es eng am Verteiler im Kölner Süden.

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Ursprünglich war geplant vom Verteilerkreis über die A555 bis nach Bonn zu fahren. So zumindest wurde die Demo angemeldet. Doch damit war die Polizei nicht einverstanden und so gab es einige Klagen der Veranstalter, die letztlich jedoch nicht zum Erfolg führten. Die Radfahrer mussten auf die B9 ausweichen. Ob das jedoch weniger Verkehrsbehinderungen bedeutete war zumindest am Startort zu bezweifeln.

Die Zufahrtstraßen zum Verteilerkreis am Autobahnkreuz Köln-Süd waren schon recht früh dicht. Bei einer Fahrt über die Autobahn hätte man den breiten Mittelstreifen zu Beginn der A555 sehr gut als Treffpunkt, zur Kundgebung und für den Start nutzen können. Die gewählte Alternative „Im Wasserwerkswäldchen“ funktionierte gestern einigermaßen, weil es trocken war. Bei Regen wäre die Wiese als Sammelpunkt nicht sinnvoll gewesen.

Wenn ich diese Demo mit vielen genehmigten Demonstrationen vergleiche, stelle ich mir die Frage warum bei Pedal the Highway der beantragte Demonstrationsweg nicht genehmigt werden konnte. Ging es wirklich um weniger Verkehrsbehinderungen?

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Es war eine interessante Mischung von Radfahrern, die sich dort einfanden. Zu den bekennenden Gegnern der Kohlekraftwerke gesellten sich Radsportler auf Rennrädern, sportliche MTB-Fahrer, Liegeräder und jede Menge „normale“ Radler, die eine zeitnahe Veränderung der Verkehrspolitik, nicht nur in Köln fordern. Darunter auch sehr viele Familien.

Die sportlichen Fahrer, ob Rennrad oder MTB hatten alle einen Helm auf. Auch bei den vielen Kindern im Fahrerfeld habe ich keines ohne Kopfschutz gesehen. Bei den übrigen Teilnehmer/innen habe ich jedoch viele ohne Helm gesehen. Das hat mich erstaunt. Auch bei einigen Familien waren die Kinder geschützt, die Eltern nicht.

Die Veranstalter leisteten sehr gute Arbeit, ebenso die eingesetzten Polizeibeamten, die nicht nur auf Motorrädern und in Polizeiwagen unterwegs waren, sondern auch zu Fuß nach möglichen Gefahren entlang der Strecke Ausschau hielten. Auch meine Fototasche, die wenige Meter von mir entfernt war, erregte die Aufmerksamkeit der Beamten.

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Beeindruckt war ich vom Sammelplatz, nachdem das Fahrerfeld unterwegs war. Es war sauber, keine Spur davon, dass hier noch wenige Minuten vorher tausende Demonstranten der Auftaktkundgebung gelauscht hatten.

In den nächsten Tagen wird es im Rahmen der Weltklimakonferenz noch mehrere Demonstrationen geben, ich wünsche mir, dass alle so friedlich und eindrucksvoll verlaufen wie Pedal the Highway am gestrigen Samstag.
Wolfgang Schaaf

Mehr Bilder gibt es auf Facebook

http://www.adfc.de/news/klima-kohle-demo

http://www.greenpeace-koeln.de/mit-dem-fahrrad-ueber-die-autobahn

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