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Pilot der US-Marine als Solofahrer im 24h-Radrennen
Samstag, 22. Juli 2017
Bei Rad am Ring am kommenden Wochenende

ImageArmando Espinoza hat vermutlich den weitesten Anreiseweg, um beim 24h-Radrennen am Start zu stehen. Der ehemalige Kampfhubschrauber-Pilot der US-Marine, achtfacher Ironman-Finisher und leidenschaftliche Radsportler kommt von Maui, Hawaii. Als er von Rad am Ring und den “24h-Stammgästen”, dem Charity-Team Ledschends, hörte, war für ihn klar, dass er um die halbe Welt reisen würde, um teilzunehmen.


Rad am Ring hat eine großartige Entwicklung hinter sich: 15 Jahre nach der ersten Austragung 2003, bei der lediglich 73 Athleten beim 24h-Radrennen antraten, ist das Radsport-Wochenende am Ring zu einem Klassiker mit mehr als 8.500 Teilnehmern aus ganz Deutschland und immer mehr auch aus der ganzen Welt geworden.

Im Leben von Armando Espinoza geschahen viele Dinge nicht durch Zufall, sondern durch harte Arbeit, Hingabe und auch mit ein bisschen Glück: Pilot bei der US-Marine zu werden, zum Beispiel, an Ironman-Triathlons und Radrennen teilzunehmen oder Team Ledschends-Gründer Sascha Poth in seiner Heimat Maui kennenzulernen.

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Sie trafen sich, als sie den Haleakala, Mauis 3,500-Meter hohen Vulkan, hochradelten, der auch „Haus der Sonne“ genannt wird. „Sascha hat mir von dieser Veranstaltung, dem 24h-Radrennen und dem Charity-Team erzählt, das für bedürftige Kinder fährt und ich wusste sofort, dass ich das machen möchte“, erinnert sich Espinoza. „Ich habe noch nie ein 24h-Rennen gemacht –und es auf einem Formel 1-Kurs zu absolvieren ist etwas ganz Besonderes.“

Für sein 24h-Debüt hat sich Espinoza gleich eine der größten Herausforderungen ausgesucht, die es auf dem Ring gibt: Er geht als Einzelstarter in das Langstreckenrennen. Aber Espinoza liebt Herausforderungen, besonders, wenn er sie aus einem guten Grund annimmt: „Jeder hat eine Leidenschaft“, sagt er. „Meines ist Radfahren, und wenn ich es nutzen kann, um jemandem zu helfen dann ist das umso besser. Ich bin manchmal zu sehr darauf fixiert zu gewinnen und vergesse, warum ich Rennen fahre. Rad am Ring ist ein echtes Bekenntnis zur Liebe zu diesem Sport.“

Espinoza kommt aber trotzdem weder unvorbereitet noch ohne Ambitionen an den Ring. Er fährt pro Woche zwischen 25 und 30 Stunden, wobei durchschnittlich rund 550 Radkilometer zusammenkommen. Weil er in seinem Beruf als Privatpilot viel reist, kurbelt er viele davon auf dem Indoor-Trainer ab, da er sein Rad nicht überall hin mitnehmen kann und es „in einigen Regionen zu riskant und nicht fahrradfreundlich genug ist, um draußen zu fahren.“ Für sein 24h-Debüt am Ring bekommt er ein Rad unseres Partners Felt mit speziellen Profile Design-Laufrädern, auf deren Felgen sein Name sowie die US-Flagge abgebildet sind – und Armando Espinoza freut sich, beides Ende Juli in Betrieb zu nehmen.

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Denn höhenmeterreiche Radrunden ist er gewohnt. „Zuhause in Maui kann man keine Tour fahren, die weniger als 750 bis 1.000 Höhenmeter hat“, sagt er. „Natürlich wird der Nürburgring nochmals eine ganz andere Hausnummer, da sich über die Renndauer die Höhenmeter beträchtlich addieren werden.“ Der US-Marine wird mit seinem Sohn Alex anreisen, der ihn vor Ort unterstützen wird.

Aber Espinoza ist überzeugt, dass die beiden nicht lange für sich bleiben werden: „Ich habe schon andere Team Ledschends-Mitglieder kennengelernt, zum Beispiel James Early, ein früherer Radprofi, der letztes Jahr die Vierer-Team-Wertung (Master 1-Kategorie) gewonnen hat. Bei einem Event wie diesem geht es um Kameradschaft und darum, dieses Erlebnis mit Freunden, Familie und Mitfahrern zu teilen. Und ich freue mich darauf, auf der gleichen Strecke wie erfahrene 24h-Fahrer unterwegs zu sein.“

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Unter diesen werden unter anderem der frühere Mountainbike-Champion Karl Platt, der letztjährige Rudi Altig Race-Sieger Paul Voß und der Ex-Radprofi René Haselbacher sein.

„Wir sind stolz, dass Rad am Ring immer mehr Menschen mit unterschiedlichem sportlichen und privatem Hintergrund anzieht, die alle in ihrer Leidenschaft für den Radsport vereint sind. Der Anteil an Athleten, die von außerhalb Deutschlands kommen, ist zwar noch klein.

Aber wir haben 2003 ja auch mit nur einer Handvoll 24h-Fahrern angefangen. Deshalb sind wir optimistisch, dass die Veranstaltung weiterhin über die Landesgrenzen hinauswachsen wird. Die Teilnahme von Armando Espinoza bei 24h-Radrennen zeigt, dass das Konzept für Radsportler auf der ganzen Welt attraktiv ist”, freut sich Orga-Chef Hanns-Martin Fraas.

Weitere Informationen zu diesen beiden Events und der gesamten Rad am Ring-Veranstaltung finden Sie auf der Veranstalterseite https://www.radamring.de/de.
 
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