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Mitfiebern so anstrengend wie Radfahren!
Samstag, 27. Mai 2017
Die Leiden eines Vaters beim Radrennen.

ImageIn den letzten Wochen ist so einiges passiert bei deutschen Jedermannrennen. Das wollen und werden wir nicht vergessen. Heute berichten wir über die Leiden eines Vaters, während sein Sohn ein Radrennen bestreitet. Es zeigt, dass Freunde und Verwandte öfters mit viel Sorge an der Strecke stehen. Ein weiterer Grund immer daran zu denken, dass Radsport nur unser Hobby ist und die Gesundheit wichtiger ist als der Erfolg. Lesen wir also wie Jörg Haberich das Jedermannrennen auf dem Hockenheimring erlebt hat.
Der Radsport ist nicht immer einfach. Manchmal macht er einen fix und fertig. Und ab und zu ist er auch verdammt gefährlich. Da gibt es dann schon verschiedenen Sichtweisen auf den Sport und gerade in den Momenten wo Akteure und Familienangehörige oder Freunde an einem Renntag zusammenkommen, sind es gerade die Familienangehörigen oder Freunde, die mitzittern oder mitfiebern. Eine Situation die bestimmt viele kennen. Und wenn das Rennen am Hockenheimring schon eine Weile her ist, so hier doch ein bemerkenswerter Bericht von einem Vater dessen Sohn der das Rennen fährt…. Die Seite des Vaters mit den unterschiedlichsten Gedankengängen….

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Vater:

“Kurze” Story zum Hockenheimring mit einer unglücklich gelaufenen Infokonstellation: Vorab, wenn man irgendwo auf der Rennstrecke zum Bildermachen “rumlungert” bekommt man vom Rennverlauf fast nichts mehr mit.
Durch den Sucher der Kamera, ist man im wahrsten Sinne des Wortes, eigentlich nur noch auf der Suche nach “seinen” Fahrern.

Daher, konnte ich mir auf den folgenden Rennverlauf auch keinen Reim machen. Nachdem eine ganze Weile keine Fahrer mehr kamen, bin ich von der Strecke zurück zu Start und Ziel. Auf dem Rückweg erfuhr ich durch den Streckensprecher: Schwerer Sturz und Rennunterbrechung, wegen dem Landevorgang des Rettungshubschraubers.

(Auf eine notwendige Rennunterbrechung, wegen starker Luft-Verwirbelungen durch die Rotorblätter wurde im Vorfeld hingewiesen)

Schwerer Sturz also! Auf dem Rückweg zu Start und Ziel hat man automatisch im Hinterkopf, hoffentlich keiner von uns und für mich verständlicher Weise auch, hoffentlich nicht Christian (Chris), mein Sohn.

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Im abwartenden Fahrerfeld angekommen, sagte mir eine Teilnehmerin von der “Staubwolke Refrath” nur knapp: Der Christian ist gestürzt. Mal kurz zusammenrechnen. Rettungshubschrauber + Sturz + Christian = Jetzt ist es also passiert. Hoffen, bangen, ein kurzes Stoßgebet und vor allem erst mal schnellstens zu meinem Sohn. Für etwa 30 Sekunden (die einem tatsächlich wie eine kleine Ewigkeit vorkommen) ging mir das alles durch die möglichst rational bleibende, aber emotional geforderte Birne. Warum nur 30 Sekunden? Weil mir dann zum Glück ein HCC Fahrer die Info gab: Von uns war bei diesem Sturz keiner betroffen.

Und Chris? Der hat nur leichte Blessuren. (Knie auf und ein paar Abschürfungen). Warum nun “Unglücklich gelaufene Infokonstellation”? Wäre es nur bei der ersten Mitteilung geblieben, Prost Mahlzeit bis zur Aufklärung am HCC Stützpunkt, wo Christian schon nichts ahnend auf den Neustart wartete. Wie sich da herausstellte, waren es auch zeitlich zwei voneinander unabhängige Stürze. Als ich zu dem ersten Sturz (auf der Zielgeraden) lief, sah ich von weitem zwei Fahrer etwas benommen auf dem Boden sitzen.

Also ging ich zurück “zu meinem Einsatzort”, wo ich mich nur über Christians großen Rückstand wunderte. Aus seiner Miene las ich nur “Ich bin sickig”, den Rest, “weil`s mich vom Rad geschmissen hat”, konnte ich nicht mehr lesen, weil er es wohl sehr eilig hatte. Jetzt ergab alles einen Sinn und ich musste mich nur wieder neu programmieren, um zu verstehen das Chris, der von meinem “Kopfsalat” ja nichts wusste, dem Neustart entgegenfieberte.

Danke für die kurze, aber auf den Punkt gebrachte und für mich sehr wichtige Info von dem “Habericher”.
“Den Namen finde ich schon noch raus, schließlich habe ich mir ja sein Trikot gemerkt.”
 
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Auch ich bin was den Radsport betrifft, positiv bekloppt und zwinge mich die Risiken weitestgehend auszublenden.

Wenn man dann von einer Sekunde auf die andere mit einer fälschlichen Gewissheit konfrontiert wird, braucht es trotz Aufklärung eine Weile, um dem Radsport wieder die geilen Momente abzugewinnen.
Natürlich wünsche auch ich Totti vom Team Drinkuth, alles Gute, eine schnelle und hoffentlich vollständige Genesung.
 
Die Reaktionen schon während der Rennunterbrechung über seinen schweren Sturz, die Betroffenheit und Anteilname im Anschluss des Rennens, während der Siegerehrungen und die späteren Reaktionen sowie Genesungswünsche in den, hier zu Recht als sozial bezeichneten, sozialen Netzwerken haben mich beeindruckt, aber auch wiedermal bestätigt:

Da hast Du Dir vor gut 20 Jahren ne geile Sportart ausgesucht.
my new year resolution essay
Anmerkung: Die meisten Fotos in dieser Meldung stammen vom Hockenheimring 2017, haben aber keinen direkten Bezug zum Text. Sie zeigen Fahrer eines geilen Teams in einer geilen Sportart.
Fotografiert von Challenge-Magazin.com
 
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