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Viel Sonne, heißes Rennen, hitzige Diskussionen
Dienstag, 4. April 2017
Jedermannrennen des RRC Düren-Merken

ImageAm vergangenen Sonntag startete in Düren-Merken die Saison für Straßenrennen in der Region. In dem über 700 Jahre alten Vorort von Düren bot der ausrichtende Verein, der RRC Düren-Merken auch in diesem Jahr wieder einen gut organisierten Renntag mit Startmöglichkeiten für zahlreiche Rennklassen. Der RRC Düren Merken ist einer der Vereine die den Radsport am Leben halten, von denen wir noch viel mehr brauchen. In einer Zeit in der es längst nicht mehr selbstverständlich ist einen Tag im Jahr für sein Hobby zu „opfern“ um einen Renntag für verschiedene Alters- und Leistungsklassen mit auszurichten, funktioniert Merken sehr gut.

Dabei hat sich in der Region in den letzten Jahren viel verändert.  Merken steht am Rande des Braunkohle-Tagebau Inden. Zum Glück steht Merken noch, denn mehrere Orte die früher zwischen Merken und Jülich lagen, gibt es nicht mehr. Dort ist jetzt ein großes Loch wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist.

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Oben erkennt man den Wasserturm von Merken hinter einem Braunkohle-Bagger. Nur etwa 150 Meter hinter dem Ortsausgang von Merken beginnt der Tagebau. Gleich mehrere Radsportvereine aus Merken, Hoven oder Jülich hatten hier früher Trainingsstrecken durch lebendige Orte, später durch Geisterstädte und dann waren viele Straßen verschwunden. Wenn der Braunkohleabbau 2030 endet, wird hier ein künstlicher See entstehen. Dazu wird 25 Jahre lang Wasser in das Loch gepumpt, der so entstehende See wird etwas vier Mal so groß wie der Berliner Wannsee.

Seit einigen Jahren läutet der RRC Düren-Merken seinen Renntag Rennsaison in der Region ein und hatte dabei nur selten so ein traumhaftes Wetter wie am vergangenen Sonntag. Merken bietet mit seinem rund 2,5 Kilometer langen Rundkurs eine gute Möglichkeit um die Frühform zu testen. Ein ausreichend breiter Feldweg hinter der Zielausgangskurve mit Gegenwind, bis hin zu einer breiten Zielgerade die noch in der Woche des Rennens einen neuen Belag erhielt.

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Natürlich wurden Fahrer und Aktive mit günstigen Speisen und Getränken vom Verein versorgt und auch ein Imbiss an der Strecke senkte seine Preise für Kaffee, Brötchen und Kuchen extra zu Renntag. Leider fanden nicht so viele Zuschauer den Weg zur Rennstrecke. Das war schade.

Die Frauen eröffneten um 9:20 Uhr den Renntag. Nach dem Rennen der Jugend und der Junioren wurde es um 11:50 Uhr für die Jedermannklasse ernst. 40 Kilometer, verteilt auf 16 Runden waren ausgeschrieben und lockten nicht nur die üblichen Verdächtigen an die Startlinie. Erfahre Renner wie der Aachener Stephan Schruff oder Hardy Zimmermann aus Köln hatte selbst ich nicht beim Jedermannrennen erwartet. Natürlich lösten gerade die Beiden inzwischen die bereits traditionelle Diskussion aus „wer ist ein Jedermann und wer nicht?“

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Die Meinungen waren gespalten. Aus dem Fahrerfeld kam allerdings weniger Kritik als später im Netz von Leuten die gar nicht in Merken gefahren sind. Die meisten nahmen es hin, einige zeigten sich nach dem Rennen sogar entspannt, da die Senioren eine ruhige Fahrweise in die Spitzengruppe brachten. Doch Gedanken über die Entwicklung bei den Rundstreckenrennen sollte man sich machen. Würden diese erfahrenen Senioren nun regelmäßig bei Jedermannrennen starten, müsste man sich tatsächlich sorgen. Doch das ist (noch) nicht zu erwarten. Erste Analysen des Rennens gibt es auf den Teamseiten von Rotz Racing und der haberich cycling crew.

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Die Besetzung war beim Jedermannrennen in Merken sehr gut. Ob Sebamed Racing Team, Rotz Racing mit Vorjahressieger Rocco Schulz, Team Deutsche Kinderkrebsstiftung oder der Sieger von 2015, Daniel Knyss vom Merkur Cycling Team, alle hatten sich einiges vorgenommen.

Das Tempo war von Beginn an sehr schnell, am Ende wurden die 40 Kilometer klar unter einer Stunde zurückgelegt. Aus der Spitzengruppe mit rund 25 Prozent des Fahrerfeles konnte sich kein Fahrer absetzen, stattdessen entwickelte sich das erwartete Ausscheidungsrennen. Auch viele Fahrer die sonst das Rennen mitbestimmten, konnten dem Tempo in der Spitze nicht folgen. Selbst Vorjahressieger Rocco Schulz kämpfte, konnte aber die Spitze letztlich nicht halten.

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Während des Rennens wurde die Strecke ständig geprüft, Schmutz und Splitt schnell beseitigt.

Auf der Zielgerade fuhr die Spitze noch auf eine zurückliegende Gruppe auf, WA und Sprecher Andreas Paffrath sortierten die Spitze nach links, die zurückliegende Gruppe nach rechts, so dass der Sieger im Sprintfinale ermittelt werden konnte. Am Ende hatte Daniel Knyss vom Merkur Cycling Team die schnellsten Beine und siegte klar vor Hardy Zimmermann und Stephan Schruff, beide vom Team Hybautec. Für Daniel Knyss war es bereits der zweite Erfolg in der Woche, nachdem er am Donnerstag bei einem Abendrennen in Venlo siegte.

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Nach der Siegerehrung des Jedermannrennens wechselte Hardy Zimmermann noch schnell sein Trikot, denn im beim anschließenden Seniorenrennen trug er das Trikot des Deutschen Meisters. Beim Seniorenrennen führ er Dritter ebenfalls aufs Podium, Schruff belegte hier den achten Platz. Einer der aktivsten Fahrer bei den Senioren war Holger Koopmann von Coup Cycle Göppingen/Team Strassacker, der dafür mit dem sechsten Platz belohnt wurde. .

RRC Düren Merken auf Facebook

Fotos: Challenge-Magazin.com

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