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Trainingslager Radon Cyclepower
Montag, 31. März 2008
ImageNun, heute startet meine erste Trainingstour auf Mallorca und wie für mich, ist es auch für viele in unserem Radteam Radon-Cyclepower das erste mal hier auf dieser Insel, schon alleine deswegen sind wir sehr gespannt, wie es wirklich auf Mallorca so ist.

Unsere erste gemeinsame Trainingstour mit dem Team geht direkt vom Hotel auf die Strand-Promenade am Meer Richtung Arenal, mit warmen 19 Grad am Morgen. In Deutschland hatten wir noch am Vortag kühle sechs Grad. Es ist einfach traumhaft bei diesen Wetterbedingungen zu trainieren.

Rechts von uns das Meer, die Menschen schauten alle auf uns, vielleicht lag es ja auch daran, das einige von unserem Radteam noch die Vorjahrstrikots mit dem Postemblem auf der Brust trugen. Dann ging es von Arenal Richtung Badia Gran und von dort einen kleinen Anstieg hoch Richtung Llucmajor und von dort aus fast geradeaus zum Meer, was für ein Panorama. Der Asphalt grandios, das Straßennetz toll, richtig einladend zum Radtraining auf Mallorca, sofort war mein Lieblingstrainingsrevier der Westerwald vergessen.

Read Full Article Von Llucmajor ging es Richtung Urbanitzacio V. Noa ans Meer weiter, herrlich, wie wir direkt an der Küstenstraße am Meer rollten. Auf dem Weg Richtung Campos, kam uns das Sparkassen Team entgegen, Klasse mit welcher Leichtigkeit dieses Team rollierte.

Weiter Richtung Felanitx und dann über Porreres zurück nach Llucmajor, langsam wurde das Wasser in meiner Trinkflasche knapp, denn es ist ein Unterschied, ob man noch vorher im kalten Deutschland, draußen trainiert bei 5 - 6 Grad und mit nur einer Trinkflasche auskommt, als die Umstellung hier in Spanien bei dann mittags 21 Grad in der Sonne. Über die Antovia de Lavante ging es über Arenal zurück ins Hotel, wo man sich nur noch auf eine Dusche und Abendessen freute nach 129,89 km.

Tour 2:

Vom Hotel aus ging es wohl genährt von einem sehr ausgiebigen Frühstück über S. Aranjassan weiter Richtung Llucmajor und dann über Algaida nach Montuin und von dort aus nach MaNorca. Unsere beiden Teamguides Thomas und Michael (aber nicht Schuhmacher :-) fuhren vorne das Tempo und es machte jedem richtig Spaß diese Natur auf diesen tollen fahrradfreundlichen Straßen Kilometer für Kilometer zu erleben. In Sineu angekommen, fuhren wir weiter wenn auch über einige kleine Umwege Richtung Santa Margalida.

animal farm george orwell relation russian revolution Einige von uns dachten da wohl schon an eine schöne Tasse Cafe Latte etc. am Marktplatz, wo sich die meisten Cappuchino-Fahrer treffen, aber unsere Schrittmacher fuhren lieber ein paar extra Schleifen durch den schönen Ort, um dann anschließend weiter nach Arlany zu fahren. Von Petra ging es auf direkten Wege Richtung Randa und seine Serpentinen. Die deutsche U23 Nationalmannschaft empfing uns da mit ihrem Bergsprint-Training. Wir kämpften uns Serpentine für Serpentine  hoch und die U23 sprintete in einem Tempo an uns vorbei, das man das Gefühl hatte, man steht im Berg.

Belohnt wurden wir für unsere Mühen durch einen fantastischen Rundblick über das Umland von Randa. Nach der Abfahrt sammelten wir uns und es ging zurück zum Hotel über Arenal und dann passierte es, unser erster und letzter aber dafür schwerer Unfall, wobei unser Teamchef durch eine Radtouristin so schwer stürzte, das für ihn das Trainingslager abrupt zu Ende war, ein weiterer Fahrer unseres Teams zog sich beim Sturz Verletzungen zu, so dass auch er ins Krankenhaus musste. Schade, wie schnell die Freude über 132 km zu Ende ist.

Hier ein kleiner Tipp: Solltet Ihr mal Euch auf Mallorca so verletzten, dass ihr ins Krankenhaus müsst, dann fahrt direkt ins Hospital Son Llatzer, Ctra.Manacor 4 km, Palma, Mallorca. Die Ärzte und Krankenschwestern (sogar eine deutschsprachige KH-Schwester Petra) sind super freundlich und verstehen ihr Handwerk.

Tour 3:

Am nächsten Morgen standen wir alle noch irgendwie unter Schock beim Frühstück, als dann unser Teamchef den Frühstuckraum betrat und uns alles Gute für die heutige bergige Trainingstour wünschte, da waren wir alle baff und motiviert für den ganzen Tag.

Nachdem wir an den ersten zwei Tagen flache (relativ) Touren im Osten und mittleren Teil der Insel gefahren sind, sollte es bei dieser Tour endlich auch in die Berge im Westen der Insel gehen. Auf zum Orient hieß unser heutiges Trainingsziel.

Go Here Die ersten 55 km sind überwiegend flach und eignen sich prima zum Einfahren. Hinter Lloseta kommt dann ein kleiner Anstieg zum Warmwerden: 100 hm auf 2 km. Erst nach 3 km beginnt bei Alaro dann der Anstieg zum Orient. Über 7 km klettern wir bei strahlenden Sonnenschein und 21 Grad auf 494 Meter. Die herrliche Aussicht lässt einen die Anstrengung zwar nicht vergessen, aber sie macht es leichter. Geschafft!!! Oben angekommen, werden im Cafe die Wasservorräte zum überteuerten Preisen wieder aufgefüllt. Nach ein paar erholsamen Kilometern bergab geht es noch mal kurz und knackig 100 Meter einige Serpentinen hinauf. Und dann endlich eine rasante Abfahrt nach Bunyola.

Von Bunyola geht es so gut wie flach nach Ruberts und von dort Richtung Randa noch mal 15 km bergauf. Diesmal lassen wir den Klosterberg allerdings links liegen und fahren weiter nach Llucmajor. Von Llucmajor geht es über schmale Straßen, die von den typischen Steinmauern eingerahmt sind, Richtung Küste. Diese Straßen sind für
Rennradfahrer/-innen grandios! Nur ganz wenige Autos sind hier auch unterwegs.

Zurück an der Strandpromenade des Platja de Palma gönnen wir uns einen Cafe con Leche in der Sonne und freuen uns, die 150 km Strecke geknackt zu haben und auf unseren morgigen Ruhetag.

Tour 4:

Morgens ging es los, bei wieder feinsten Mallorca-Rennrad-Frühjahrs-Wetter, trocken und angenehm sonnig, Klasse Bedingungen für eine Roller-Etappe mit noch ein paar Höhenmetern. Anfangs immer fein an der Küste entlang. Dann teils durch das Landesinnere bis Sa Rapida, über Santanyi nach Cala d´Or, wo wir mittels Try & Error versucht haben, möglichst unten an der Küsten entlangzufahren .... Ok, Versuch und Irrtum liegen dicht beieinander, immerhin sind wir über fantastisch neu geteerte Straßen geschwebt, haben einen schönen Strand gesehen, dafür aber auch die eine oder andere Holperstrecke in Kauf nehmen müssen, egal der Weg ist das Ziel oder???

Image Zurück über Santanyi ging es dann quasi Luftlinie Richtung Campos und dann weiter über Llucmajor, wo Thomas dann irgendwann der Hafer juckte und er sich nach einem Kreisverkehr an einen behäbigen Kieslaster klemmte und sich auch bei 75 Sachen nicht abschütteln lies (Trittfrequenz etc. unbekannt? aber viel Spaß garantiert ...). Wir fuhren dann nur noch Richtung Hotel zurück und wieder standen 134 km auf dem Tacho.

Tour 5:

Nachdem wir auf den Etappen der vergangenen Tage den Süden, Südosten sowie das Inselinnere Mallorca über flache, teils wellige und bergige Straßen oder Wege ausgiebig erkundet hatten, stand heute die `Königsetappe` mit dem Highlight "Puig Major" auf dem Programm. Das Wetter versprach wieder mal einen superschönen trockenen, sonnigen Tag.

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Es ging in schneller Fahrt bis Palma, dort durch die Stadt, um den Verkehr möglichst schnell aus dem Weg zu gehen, dann raus gleich auf eine wunderschöne Serpentinenstrecke bis auf Calvia, von dort über Puigpunyent auf Valdemossa zu, wo wir uns dann schon längst auf der Küstenstraße Ma-10 befanden, die über insgesamt 110 km von Andratx bis Pollenca führt.

Auf dieser Straße weiter legten wir über 50 km zurück und sobald sich der Verlauf immer mehr der Küste nähert, kann man das Meer sehen und es in hammermäßig wilder Fahrt Richtung Soller geht, umso breiter wird das Grinsen im Gesicht; so eine geile Strecke, das kann doch wohl gar nicht wahr sein!!! Breite Straßen, genialer Asphalt, wenig Verkehr, sonnig und Du hörst nur das Surren der Laufräder, es geht leicht bergab und Du gibst Kette bis zum Anschlag, des Radlers Freude pur! In Soller geht es leicht bergauf, dann aber wieder locker flockig laufen lassen, der "Puig Major" wartet! Unten vor (ich nehme an es war) Fornalutx haben wir uns kurz gesammelt, beratschlagt und es war klar: das Wetter stimmt, wir haben noch genügend Körner in den Beinen, also nix wie hoch da! 14 km schöne gleichmäßige Auffahrt, coole Aussicht genießen, durch den Tunnel und ab wieder runter. Jetzt nur noch zurück zum Hotel, ächz ... schön "tutto in Gruppo"(wie der Spanier spricht :-)) und dann standen 162 km und 3304 hm auf dem Tacho, yes!!!

Tour 6:

Unser letzter Tag im Trainingslager, Stunden später waren wir dann wieder im Flieger Richtung Heimat, aber vorher wollten wir nochmal eine kleine Runde drehen. Also nützten wir die Zeit, um noch etwas Grundlage zu fahren und noch ein paar Sprints hinzulegen, die Strecke war diesmal eher flach gewählt.

Image Die Tour ging an der Küste von Palma Richtung Can Roses-Campos-Porreres-Llucmajor eine sehr schöne Gegend mit herrlichen Meeresblick auf der einen Seite und genau das richtige für eine Abschlußfahrt und auf der anderen Seite das Gebirge. Als großen Vorteil hat sich unter GPS Garmin erwiesen. Dies suchte uns eine abgelegene Straße auf der kaum Verkehr war. Das war die Gelegenheit um richtig tolle Sprints zu fahren. Da es an diesem Tag noch mal richtig sonnig war, waren wir so richtig gut drauf, unsere Glückhormone spielten verrückt.

Insgesamt sechs Sprints begleiteten uns auf dieser Strecke gefolgt von langen Ausdauerfahrten. Ab Porreres mussten wir wieder Richtung Hotel abdrehen, da unser Navi die Fahrtzeit ins Hotel anzeigte und das so langsam das Ende unseres tollen Trainingslagers auf Mallorca bedeutete. So ein Navigerät ist eine feine Sache, so kamen wir pünktlich ins Hotel an und konnten noch schön und vor allem gemütlich vor dem Abflug ein reichhaltiges spanisches Mittagessen genießen am Hafen.

Mein Dank gilt allen im Team, allerdings besonders unserer guten Seele Jutta, der Mutter von Thomas, die uns jeden Morgen beiseite stand, mit Standpumpe und motivierenden Worten, unserem Team-Doc Didi, der sich rührend um unsere beiden Verletzten kümmerte. Den beiden Teamguides Thomas und Michael für die tollen und schwierigen Trainingstouren und manchmal starken Nerven, lach.
 
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