Home arrow News-Archiv arrow Zweitbestes Team beim Ötztaler Radmarathon
Zweitbestes Team beim Ötztaler Radmarathon
Mittwoch, 31. August 2016
Rennbericht des Team Strassacker

ImageBei der letzten Teilnahme vor zwei Jahren fehlten gerade einmal zwei Minuten in der Teamwertung zu einem Platz auf dem Podest. Dieses Mal krönt Team Strassacker eine starke Leistung mit Rang zwei in der Mannschaftswertung – und sogar der Sieg war drin.


Manche liegen mit allen vieren von sich gestreckt auf dem Asphalt, andere sitzen regungslos da, und ein paar hängen noch schnaufend über ihrem Lenker – alles austrainierte Top-Amateure. Doch im Zielbereich des Ötztaler Radmarathons, wo gerade die ersten Fahrer ins Ziel gekommen sind, blickt man nur in leere, verschwitzte und müde Gesichter. Der Ötztaler schafft sie eben alle.

Auch Christopher Heider. Das 20-jährige Strassacker-Talent, das inzwischen in der Bundesliga fährt, kam beim Ötztaler an seine Grenzen. "Der härteste Tag meines Lebens", beschreibt Christopher Heider die vergangenen 7:56:06 Stunden im Sattel. Denn ihn plagten im Rennen plötzlich starke Schmerzen, die ihn vor allem in den Anstiegen des 227 Kilometer langen und mit 5.200 Höhenmetern gespickten Rennens Zeit und Nerven kosteten. "Ich kann meinen Rücken kein Stück mehr bewegen, ich kann nur noch liegen", so Heider nach dem Rennen und machte sich anschließend auf den Weg ins Krankenhaus zur weiteren Untersuchung, die zum Glück nur eine Muskelentzündung und -verspannung ergab. Dass er dennoch unter der Acht-Stunden-Marke blieb, spricht für seine Klasse.

Die zeigten auch die anderen Strassacker-Starter. Nach dem frühmorgendlichen Start in Sölden und der rasanten Talfahrt nach Ötz zu Beginn wartete mit dem Kühtai die erste Schwierigkeit des Tages. Hinter den Ausreißern Bernd Hornetz, der bei Rad am Ring noch Zweiter hinter Florian Vrecko geworden war, und Ex-Profi Jörg Ludewig bildete sich eine starke Verfolgergruppe, zu der auch Nils Kessler gehörte. In 57:55 Minuten stürmte er "ohne Probleme" den ersten Pass hinauf. "Leider wurde in der Abfahrt und dem folgenden Tal bei Innsbruck gebummelt und sogar eine Pinkelpause eingelegt, sodass ich meine Körner besser gespart hätte", so Kessler später. "Hinterher ist man halt immer schlauer."

Den zweiten Berg im Profil hinauf zum Brenner nahm die wieder angewachsene Verfolgergruppe um Nils Kessler, Florian Vrecko und Christian Störzer gemeinsam in Angriff. Das Strassacker-Trio fuhr ein taktisch cleveres Rennen und erreichte mit der großen Gruppe den dritten Anstieg des Tages: den Jaufenpass. Hier fällt meist die Vorentscheidung, so auch in diesem Jahr. Die Verfolgergruppe zerfiel in viele Teile. Florian Vrecko schaffte es am weitesten vorne über die 2094 Meter hohe Kuppe und machte auch in der technisch anspruchsvollen Abfahrt hinab nach St. Leonhard Zeit gut.

Ihn plagte zwar ein leichter Infekt, dennoch schaffte er es in schnellen 1:44:27 Stunden über das schier endlose Timmelsjoch und finishte auch dank seiner Abfahrtskünste als sensationeller Gesamt-17. "Kontrolliert im Zeitplan geblieben bergauf, bergrunter laufen lassen", fasste Florian seine Fabelzeit von 7:18:56 Stunden gewohnt nüchtern zusammen. Die Tatsache, dass der Bergspezialist im Team Strassacker dabei "nicht perfekte Beine" hatte, lässt für die Zukunft sogar noch mehr hoffen.

Image

Seine eigenen Erwartungen übertroffen hat dagegen der zweitbeste Strassacker-Finisher: Christian Störzer musste "am Timmelsjoch auf den letzten Kilometern ziemlich leiden", aber mit einer Gesamtzeit von 7:25:10 "habe ich mir schon einen Traum erfüllt. Es lief einfach perfekt", so der Pilot und zweifache Familienvater, bewundern ihn sogar die eigenen Teamkollegen, wie er angesichts von Job und Familie so schnell Rad fährt.

Rund zehn Minuten hinter Störzer erreichte Nils Kessler das Ziel, der gegen Rennende für seinen schnellen Start bezahlen musste: "Am Timmelsjoch bin leider wieder geplatzt", so Kessler, der mutmaßte, ob er dort vielleicht die 5:30 Minuten hat liegen lassen, die am Ende zum Teamsieg fehlten. Denn das Dresdener Petz-Team war mit seinen fünf schnellsten Teilnehmern nur um diesen kleinen Abstand schneller als das Team Strassacker.

"Diesen Podestplatz haben wir uns nach den starken Leistungen bei der Kärnten-Rundfahrt, der Tour Transalp und den anspruchsvollen Rennen in der GCC-Serie gewünscht. Und das Team hat es umgesetzt", freute sich Teammanager Franco Adamo, für den dieser Platz auf dem Stockerl des renommiertesten Radmarathons Europas noch in den Mannschafts-Palmarès gefehlt hatte. "Dies ist eines der stärksten Teams die es momentan in der Szene gibt und es ist toll zu sehen, wie jeder bereit ist, sich für den anderen zu opfern. Darauf bin ich sehr stolz."

Nicht unerwähnt soll ein starker 45. Gesamtrang von Katja Willöper bleiben, die gleich bei ihrer ersten Teilnahme in der Frauenkonkurrenz mehr als überzeugte. Zudem steigerten viele Teamfahrer ihrer persönlichen Bestzeiten deutlich. Nun folgt für das Team Strassacker noch das neue Race am Rhein in Düsseldorf, der Riderman und der Saisonabschluss beim Münsterland Giro.

Ergebnisse Team Strassacker beim Ötztaler 2016:


  17. Florian Vrecko 7:18:56
  33. Christian Störzer 7:25:10
  56. Nils Kessler 7:35:58
  90. Daniel Eisele 7:44:53
143. Christopher Heider 7:56:06
152. Timo Dahlheimer 7:58:29
210. Jörg Scherle 8:10:22
216. Niklas Frambach 8:10:53
269. Philipp Mühlberger 8:17:27
276. Marco Schuchert 8:19:17
333. Alexander Grieser 8:27:22
481. Benjamin Albers 8:43:47
764. Johannes Zorniger 9:07:22
934. Stefan Zorniger 9:21:05
1026. Christian Thomas 9:26:11
1480. David Hörner 9:59:18
1482. Heiko Lüdecke 9:59:29
---
45. Katja Willöper 9:48:20

http://essaytop.technology/

http://www.frauennet.ch/index.php/essay-on-wild-life-protection/

Foto wurde zur Verfügung gestellt vom Team Strassacker
 
< zurück   weiter >

Anzeige
Advertisement
Advertisement
Advertisement

Facebook


blank

Advertisement