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Berlin – eine Weltstadt mit Herz…aber nicht für den Radsport-Nachwuchs?
Donnerstag, 21. Juli 2016
Internationale kids-tour Berlin erhält keine Genehmigung für den Kurfürstendamm

ImageHeute hat John Degenkolb bei der Tour de France keine Chance, es ist nicht sein Terrain. Doch nach seiner schweren Verletzung ist der Top-Sprinter aus dem deutschen Team Giant-Alpecin wieder auf dem Weg nach ganz oben. Um ein großer Sportler zu werden braucht es allerdings viel Erfahrung und diese sammelte John Degenkolb als Nachwuchsfahrer unter anderem bei der Internationalen kids-tour Berlin. Doch im Herz der Bundeshauptstadt dürfen die Nachwuchsradsportler nicht fahren.

Nicht zu Unrecht ist die kids-tour auch international bekannt. In den Altersklassen zwischen 11 und 15 Jahren gibt es europaweit wohl nichts Vergleichbares. Daher gab es in den letzten 23 Jahren nicht nur deutsche Sieger. 1999 gewann in der Klasse U15 zum Beispiel der Italiener Oscar Gatto, der zuletzt in der aktuellen Saison eine Etappe bei der Ruta del Sol gewann.
http://fastessaylb.com/

Im Rahmen der kids-tour wird seit Jahren auch ein Jedermannrennen angeboten, das im Rahmen der vierten Etappe auf dem Kurfürstendamm ausgetragen werden sollte. In den 1980er Jahren war es möglich eine RTF am Nachmittag über den Kurfürstendamm fahren zu lassen, in einer Stadt die von Mauern umgeben war. In der heutigen Zeit werden für den Radsport und in diesem Falle speziell für den Nachwuchs neue Mauern errichtet.

Auf der http://www.claptons.co.za/verbal-and-nonverbal-communication-essay/ wurde jetzt ein offener Brief an die führenden Berliner Politiker veröffentlicht. Da nicht jeder auf Facebook aktiv ist, veröffentlichen wir diesen Brief hier auf Challenge-Magazin.com.

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Herr Müller,
Sehr geehrter Herr Innensenator Herr Henkel,
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Herr Naumann,
Sehr geehrter Herr Stadtrat Schulte!
Mit Entsetzen habe ich, als Elternteil/ Befürworter der Internationalen kids tour, die Information erhalten, das die Genehmigung zur Durchführung der 4. Etappe der 24 Int. kids tour auf dem Kurfürstendamm nicht genehmigt wurde.

Wir reden hier über eine internationale Etappenfahrt für Kinder von 11 bis 15 Jahren, in Europa einmalig, jedes Jahr sind Fahrer aus 8 -10 Nationen, sowie aus allen Bundesländern dabei. Die Anmeldungen sind so viel, das jedes Jahr bis zu 10 Mannschaften je Altersklasse eine Absage erhalten müssen. Wir reden hier von 250 Sportlern der genannten Altersklassen U13 und U15. Kindersportler die das ganze Jahr für dieses Besondere Ereignis hinarbeiten. Ehrenamtlichen die diese Kindersportler dabei unterstützen. Dem Thema der Tour „Fairplay und Völkerübergreifend“ absolut gerecht werdend. Einer Tour, die das internationale Flair des Kurfürstendamms unterstreicht und bereichert.

Ich erinnere mich noch recht genau an die Worte von unserem Regierenden Bürgermeister, Herrn Müller, die dieser im Stadion „ Alte Försterei“ gesprochen hat.

Berlin als Sporthauptstadt, das können doch nicht nur leere Worte gewesen sein, nein diese Worte müssen mit Leben gefüllt werden, denn nur dann trifft die Sporthauptstadt zu.

Die ersten drei Etappen der Kids Tour müssen weit ab von der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln veranstaltet werden - außerhalb von Berlin, weil es keine Genehmigungen für andere Strecken gibt. Also gibt es auch hier keine Besucher bzw. Zuschauer. Aus der Internationalen kids tour Berlin ist eine Internationale kids tour geworden.

Die Begründung der nicht Genehmigung 2016:
„Die Etappe erhält eine negative Bewertung. Leidtragende sind die von den Sperrungen betroffenen Bürger, Touristen und Gewerbetreibenden (wie die z.B. die Stadtrundfahrtunternehmen). Aufgrund der Vielzahl der Sperrungen muss begonnen werden, die Interessen gegeneinander abzuwiegen, mit dem Ziel, die Anzahl der Veranstaltungen auf ein verträgliches Maß zu reduzieren. Dabei muss ein Augenmerk auf die Größe der Veranstaltung bzw. Anzahl der Teilnehmer und die Bedeutung der Veranstaltung für die Stadt Berlin gelegt werden.“

Es kann doch nicht sein, dass für kommerzielle Veranstaltungen Straßensperrungen, über mehr als einen Tag erfolgen und das dann nicht für einige Stunden möglich sind.

Erinnert sei hier nur an die Oldtimer Veranstaltung auf dem Kurfürstendamm, das Formel E-Rennen wo sogar der Straßenbelag erneuert wird, oder an die Straßenfeste, als Beispiel das Hauptstraßenfest in Schöneberg, wo die Hauptverbindungsstraße in einer Richtung komplett gesperrt wird. Auch das Straßenfest Heckerdamm zähle ich dazu und natürlich die Velothon Veranstaltung.

Sportmetropole Berlin aber ohne hochwertigen Kindersport ? Oder nur für vereinzelte Sportarten ?? Sportler wie John Degenkolb, Silvio Herklotz, Maximilian Schachmann (die letzten beiden Berliner Gewächse) starteten bei der kids tour und sind jetzt die großen Radsportler, Idole für die nachfolgende Generation von Radsportlern.

Welche Geschäfte, Gewerbetreibenden dürfen am Sonntag Ihre Geschäfte öffnen? Eisdielen, Kaffeehäuser und Gaststätten profitieren von dieser Veranstaltung.

Auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer, Trainer, Betreuer und so weiter ist die Kudammtappe eine Anerkennung Ihrer, über einen langen Zeitraum, investierten Freizeit.  uch dieser Aspekt muss bei der Entscheidung über eine Genehmigung Berücksichtigung finden.
Weltmeister, Europameister oder auch Olympiasieger fallen ganz sicher nicht vom Himmel.

Nur über eine vorbildliche Kinder und Jugendarbeit sind solche Talente zu finden. Diese erkennt man an einer hochkarätigen Tour, wie der kids tour.

Wir wollen alle das unsere Kinder, unsere Nachkommen, nicht in ein negatives Umfeld geraten, dazu gehört eine sinnvolle Freizeitgestaltung, dazu gibt es noch viel zu wenig Angebote und der Höhepunkt wird dann den schwächsten der Gesellschaft genommen.

Ich hoffe hier noch einmal einen Denkanstoß gegeben zu haben und auf eine anders lautende Entscheidung.

http://www.grenzdenkmaeler.de/

http://www.kids-tour.de

 
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