Am Ziel vorbei
Donnerstag, 16. Juni 2016
Rennbericht Strassacker RuK 2016

ImageLange lief für Team Strassacker bei der 100. Austragung von Rund um Köln alles nach Plan – doch dann endete das Rennen in einem regelrechten Chaos: Eine Fehlleitung wirbelte die Spitze völlig durcheinander und brachte die Kunstgießerei-Équipe um eine gute Platzierung beim rheinischen Radklassiker.

Die Arme ausgestreckt und aufrecht im Sattel sitzen rollte Manuel Kirfel über den Zielstrich. Was im ersten Moment wie eine Siegerpose aussah war gar keine. Mit einem lauten "Maaaaann!" schrie der Ex-Strassackerfahrer und jetzige Bürstner-Dümo-Kapitän seinen Frust heraus.

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Kein Wunder, denn eine Fehlleitung im Finale hatte ihn gerade von der Spitze ans Ende der ersten Gruppe zurückgeschlagen. Bis kurz vor dem Ziel lag Kirfel gemeinsam mit Stefan Räth (Merkur Cycling) als Ausreißer an der Spitze knapp vor dem Feld. Auf der Zielgeraden war das Duo plötzlich hinter den Verfolgern - die Verwirrung war komplett.

Das Durcheinander entstand bei Kilometer 122 in Köln-Kalk als das Spitzenduo die richtige Fahrbahn wählte, die Verfolger aber fehlgeleitet wurden und somit ungewollt abkürzten. Die Verfolger, zu denen auch mehrere Strassackerfahrer gehörten, gerieten auf die falsche, für den Gegenverkehr glücklicherweise gesperrte, Fahrbahnseite der Severinsbrücke.

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Über eine Engstelle mussten sie wieder auf die Originalstrecke zurückfahren. "Das war das reinste Chaos. Manche haben ja sogar angehalten und sind über die Gleise gesprungen – obwohl ja auch jederzeit eine Straßenbahn hätte kommen können", beschrieb Nils Kessler die letzten Kilometer, auf denen jegliche Rennübersicht verloren ging. Zu allem Überfluss raste Timo Dahlheimer auch noch in eine Barriere und so blieb am Ende des Tages mit Platz vier in der Teamwertung ein vom Zufall produziertes und alles andere als zufriedenstellendes Ergebnis für Strassacker.

Rennkommissar Alexander Donike zeigte nach dem Zieleinlauf viel Fingerspitzengefühl und setzte die beiden irregulär eingeholten Ausreißer auf die Ränge 1 und 2: Stefan Räth (Merkur) gewann die 127 Kilometer-Distanz von Rund um Köln vor Manuel Kirfel (Bürstner-Dümo), der zuvor allerdings die komplette Führungsarbeit geleistet hatte.

Begonnen hatte das Rennen mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Rudi Altig. Der Weltmeister von 1966 war ein langjähriger Freund und Förderer des Teams Strassacker und hinterlässt eine Lücke in der deutschen Radszene.

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Nach einer sehr schnellen Anfangsphase, die diesmal weitgehend sturzfrei verlief, wurde das große Feld an jedem Anstieg im Bergischen Land zunehmend verkleinert. Am Ferrenberg attackierten dann Manuel Kirfel und Nils Kessler und setzten sich kurz ab. "Da hatte ich richtig gute Beine", meinte Bergspezialist Kessler, "aber wir haben gesehen, dass Merkur uns hinterhergefahren ist und haben dann nicht voll durchgezogen, weil es noch 55 Kilometer bis ins Ziel waren".

Nach der zweiten Überfahrt des mit groben Kopfsteinpflaster gespickten Bensberger Schlossberges bildeten noch rund 40 Fahrer die Kopfgruppe. Auf den letzten abschüssigen bis flachen Kilometern Richtung Köln entwickelte sich ein offenes Rennen. "Wir haben es immer wieder versucht, sind aber nicht weggekommen.

Das ging den anderen Teams aber genauso", sagte Holger Koopmann, der gemeinsam mit Nils Kessler, Christian Thomas, Timo Dahlheimer und Neu-Gastfahrer Florian Anders abwechselnd mit Gruppen mitsprang. "Die entscheidende Attacke haben wir leider verpasst", so Nils Kessler selbstkritisch: Sieben Kilometer vor dem Ziel setzten sich Räth und Kirfel vom Hauptfeld ab – und dann nahm das Chaos seinen Lauf.

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Das Team Strassacker freut sich nun aber auf den nächsten Saisonhöhepunkt: die TOUR Transalp. Mit mehreren Zweierteams wird Strassacker in die alpine Rundfahrt gehen und täglich von den Etappen bloggen. Auf www.team-strassacker.de erfahrt ihr bald mehr….

Ergebnisse Skoda Velodom 2016:
  1. Stefan Räth (Merkur)
  2. Manuel Kirfel (Bürstner)
  3. Hanno Rieping (ohne Team)

Platzierungen des Team Strassacker
14. Nils Kessler
19. Florian Anders
28. Holger Koopmann
34. Christian Thomas
37. Timo Dahlheimer
39. Marco Schuchert

Fotos: Challenge-Magazin.com

 
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