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Frankfurt - Strassacker siegt in der Teamwertung
Mittwoch, 4. Mai 2016
ImageWie in Göttingen ist das Glück nicht auf der Seite von Strassacker, doch am Ende reicht es dennoch: Sieg in der Mannschaftswertung beim Frankfurter Radklassiker Skoda Velotour. An der Spitze beeindruckt einmal mehr Nils Kessler, Florian Vrecko ist dagegen der Pechvogel des Tages.


Ganz in Schwarz, dick eingepackt, und mit einer verspiegelten Sonnenbrille im Gesicht - doch die charakteristischen Sommersprossen verraten ihn: Das ist doch… richtig - Jan Ullrich. Der Toursieger von 1997 steht in der Startaufstellung der Skoda Velotour direkt neben dem Team Strassacker und ist trotz der Kälte gut gelaunt:

"Ja, klar den Ötzi fahr ich auch", kündigt Ullrich an und erinnert sich im lockeren Plausch in Reihe 1 noch daran, dass er 2014 dort gemeinsam mit zwei Strassacker-Fahrern über den Zielstrich fuhr. Heute hat er weniger Ambitionen, das verrät schon seine winterliche Kleidung. So ist der Olympiasieger von 2000 dann auch schnell nicht mehr zu sehen, als das Rennen in den Straßen von Frankfurt Fahrt aufnimmt.

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Immer an der Spitze des Feldes: Marco Schuchert, der auch beim Frankfurter Radklassiker das Renngeschehen für das Team Strassacker in der Anfangsphase kontrolliert. Gemeinsam mit Niklas Frambach, Thomas Krecken und Frank Stenzel macht Schuchert die Pace und holt Gruppen ein. Bis hierhin läuft alles nach Plan, naja, fast: Denn wie beim GCC-Auftakt eine Woche zuvor fehlen dem Team wieder zwei starke Fahrer krankheitsbedingt: Timo Dahlheimer und Frederik Nagel, der sein Comeback somit verschieben muss.

Hohes Tempo am Feldberg


Am Fuße des Feldbergs übernimmt Strassacker dann wie geplant die Initiative: Christian Thomas macht das Rennen mit seiner Führungsarbeit schwer und das Feld lang. Als Manuel Kirfel (Bürstner) anzieht, reißt das bis dahin große Peloton in mehrere Teile. "Wir sind konstant hohes Tempo gefahren und haben das Gelbe Trikot (Anm.: Christian Müller, Merkur) dadurch distanziert", so Nils Kessler, der es gemeinsam mit Holger Koopmann, Daniel Eisele, Florian Vrecko und Christian Thomas nach elf Kilometern Anstieg in der Spitzengruppe über die Kuppe des 879 Meter hohen Feldberges schafft.

Nach einer rasanten Abfahrt hinab nach Niederreifenberg folgen drei kürzere, aber zum Teil steile Anstiege nach Oberems, Glashütten und Ruppertshain. Diese sollen die Vorentscheidung im Kampf um den Tagessieg bringen: Im Anstieg nach Glashütten attackiert der kletterstarke Belgier Anthony Spychaert und insgesamt sieben Fahrer können ihm folgen – darunter Florian Vrecko und Nils Kessler. Während dahinter Daniel Eisele, Christian Thomas und Holger Koopmann die Verfolger bremsen, kann sich die stark besetzte Spitzengruppe absetzen.

Ein "Platter" zur Unzeit

Doch noch ehe es in den finalen Anstieg am Mammolshainer Berg geht, ist ein Teil des Strassacker-Plans dahin: Der Hinterreifen von Florian Vrecko verliert Luft und sein Rennen ist gelaufen. Nils Kessler ist also in der Kopfgruppe auf sich allein gestellt und probiert es mit einer Attacke: "Ich habe es am Mammolshainer probiert. Ich hatte mir meine Kräfte gut eingeteilt und bin erst nach dem Steilstück angetreten, wo alle noch mitkamen. Leider konnte ich nur eine ganz kleine Lücke herausfahren, die dann rasch wieder geschlossen wurde."

Im Sprint der Spitzengruppe hat dann Ex-Strassackerfahrer Manuel Kirfel das beste Finish und holt sich verdient nach Platz zwei in Göttingen seinen ersten Saisonsieg und damit auch die überlegene Führung im German Cycling Cup. Dahinter bringt eine Beinahe-Kollision mit Christian Dengler (Team Herrmann) Nils Kessler um eine bessere Platzierung. Dennoch bleibt am Ende ein sehr starker 6. Platz für den BWL-Studenten, der für die Alpenrennen im Sommer bereits bestens gerüstet ist.

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Ebenfalls hervorragende Platzierungen erreichen knapp dahinter Holger Koopmann als 13., der wie Nils Kessler 2. in seiner Altersklasse wurde, und Daniel Eisele als 15. Den Sieg in der Mannschaftswertung sichert letztlich Christian Thomas mit einer beherzten Solofahrt auf Platz 20.

"Trotz Krankheiten und dem wirklich unglücklichen Defekt bei Florian hat das Team wieder einmal gerockt", freute sich Teamchef Franco Adamo, "der Team-Sieg unterstreicht, wie stark wir in der Breite aufgestellt sind. Jetzt sind wir gerüstet für unser erstes ganz wichtiges Saisonziel: die Tour de Kärnten." Die Sechs-Etappen-Fahrt in Österreich beginnt am 21. Mai und ist mit internationalen Amateurfahrern der Topklasse besetzt.

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Fotos Challenge-Magazin.com
 
http://clujbusiness.ro/   http://www.harrytoon.de/

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