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RTF+ - sportliche Sonderprüfung bei der RTF
Montag, 22. Februar 2016


ImageRTF+, alte RTFler kennen es noch als „Formel L“ oder grüne Wertungskarte vor 30 Jahren. Damals waren sportliche Sonderprüfungen innerhalb einer RTF noch nicht so gefragt. Die Teilnehmerzahlen hielten sich in Grenzen und so verschwanden die sportlichen Sonderprüfungen innerhalb einer RTF nach einigen Jahren wieder. Nun soll die Formel L als RTF+ zurückkehren. Eine gute Maßnahme wenn man dabei die richtigen Regeln aufstellt. Vereine die am Test in 2016 teilnehmen wollen sollten sich bis zum 30. März beim BDR melden und vorher den folgenden Text durchlesen.

 

„RTF plus was? Plus Zeitfahren.“ Damit kommt die BDR Kommission Breitensport dem gestiegenen Bedarf an Leistungsvergleichen auch im Breitensport nach. Axel Viertler, in der Kommission zuständig für Breitensport-Konzepte, betreut dieses Modell-Projekt. „Dieser Wunsch kam aus den Regionalkonferenzen und wir können ihn schon 2016 umsetzen.“  „Das Zeitfahren sollte 5 bis 10 km lang sein, aber nicht auf der RTF-Strecke laufen, das gibt zu viel Gewühl“, weiß Viertler, der selbst erfahrener RTF- und Renn-Veranstalter ist.

Für das Jahr 2016 besteht zunächst das Motto „Machen“. Die Kommission Breitensport hat bewusst auf übertriebene Regeln verzichtet und lediglich Organisations-Empfehlungen gegeben. „Wir wollen von den Erfahrungen des Jahres profitieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Und dann mal sehen, wie es weiter geht.“  Ziel sind in diesem Jahr 16-20 Muster-Veranstaltungen, am liebsten über die Republik verteilt. Für alles andere sind wir natürlich auch offen.

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Bereits vor 5 Jahren plante eine niederländische Radsportzeitung eine Serie von Veranstaltungen in der Art einer RTF durchzuführen. Die Redaktion von Challenge-Magazin.com sah keine große Chance das in den Niederlanden erfolgreiche Konzept 1:1 nach Deutschland zu übertragen. Daher hatten wir 2011 ein Konzept erstellt, das eine Kombination mit sportlichen Sonderprüfungen vorsah, allerdings nicht unbedingt auf Zeitfahren beschränkt. Denn es gibt mehrere Vorteile.

1) Ein Verein oder eine Gruppe kann gemeinsam bei einer RTF starten, bis zur Sonderprüfung gemeinsam fahren, dort toben sich dann die sportlich Ambitionierten aus und danach fährt man gemeinsam weiter bis zum Ziel oder trifft sich an der nächsten Kontrolle. Das könnte dazu führen dass nicht mehr die gesamte RTF als Rennen genutzt wird.

2) Die RTF führt über die traditionelle Strecke des Vereins und die Sonderprüfung findet in einem Ort statt wo die Genehmigung eventuell einfacher und kostengünstiger zu bekommen ist als  am Start- und Zielort. Die Sonderprüfung darf dabei keinesfalls auf der RTF-Strecke stattfinden.

3) In der heutigen Zeit boomen die Jedermannrennen, bei denen allerdings viele reine Hobbyfahrer/innen kein Land mehr sehen und deshalb nicht nur frustriert schnell wieder aufgeben, sondern dadurch auch dem BDR als mögliche Mitglieder verloren gehen. Die RTF+ könnte ein Bindeglied zwischen der reinen RTF und den Hobby- und Jedermannrennen werden.

Dafür ist allerdings zwingend notwendig Regeln zu schaffen, die dafür sorgen dass die RTF+ ein Einstieg für sportliche ambitionierte Freizeit- und Hobbyfahrer wird und hier nicht „die Renners“ in wenigen Jahren das Zepter wieder übernehmen.

4) Hier bietet sich die Chance für kleine Vereine oder große zusätzliche Kosten einen echten Mehrwert zu bieten und damit auch die RTF-Veranstaltungen wieder für mehr Aktive sportlich interessant zu machen.

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Wird sich die RTF+ durchsetzen oder wird sie schnell wieder verschwinden? Das kommt meiner Meinung nach auch darauf an wie die Regeln aussehen werden. Es ist nicht verkehrt im ersten Jahr einen Versuch zu starten ohne eine Serienwertung in Angriff zu nehmen und auch nur wenige Regeln aufzustellen, damit erst mal Erfahrungen gesammelt werden können. Ich freue mich schon jetzt auf die Reaktionen zur RTF+ und hoffe auf eine objektive Diskussion.

RTF+, der Name begeistert mich noch nicht, aber die Tatsache dass die BDR Kommission Breitensport hier in kurzer Zeit mehr erarbeitet hat als zahlreiche gescheitete Kommissionen zur Integration der Jedermannszene in den BDR finde ich sehr gut. Nicht mit Bestrafungen nach oben abriegeln, sondern nach unten ein Bindeglied anbieten, das ist ein guter Weg für den ich viel Erfolg wünsche und den Challenge-Magazin.com gerne unterstützt.

Übrigens, wer sich noch nicht wirklich etwas unter RTF+ vorstellen kann, diehttp://www.astorilab.com/index.php/where-can-i-write-my-paper/ die ja auch Jedermannrennen, Brevet, RTF und 24-Stunden Rennen anbieten, haben für ihre RTF am 5. Juni 2016 bereits eine Ausschreibung  für eine RTF+ Wertung veröffentlich. Wir freuen uns auf die Erfahrungen der RSG und der übrigen teilnehmenden Vereine.
Wolfgang Schaaf

http://www.hotelcityancona.it/

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Fotos: Challenge-Magazin.com





 
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