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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Günther Ganter
Mittwoch, 30. September 2015
Unser Gründer freut sich über 100 Monate Challenge-Magazin.com

ImageAuch wenn Challenge-Magazin.com-Gründer Günther Ganter seinen heutigen Geburtstag nicht groß feiert, so ist zumindest ein Dankeschön angebracht, da es ohne ihn diese Seite nicht geben würde. 100 Monate Challenge-Magazin.com. Wer hätte das 2007 gedacht. „Was wollt ihr mit einer Seite für Jedermänner, so etwas interessiert doch keinen“ und ähnliche Kommentare hörten wir zu Beginn sehr oft. Die Antwort darauf gibt die Entwicklung der letzte Jahre, gerade was Teamseiten und persönliche Blogs angeht. Da nehme ich mir gerne mal die Zeit für einen kurzen Blick zurück.

Zu Beginn des Jahres 2007 war Günther Ganter, bereits seit vielen Jahren im Radsport verwurzelt, in prominenter Gesellschaft in Italien mit dem Rad unterwegs. Dort wollte er sich Profi-Radsportmagazine besorgen, bekam aber stattdessen mehrere Gran-Fondo Magazine angeboten.  So etwas kannte aus Deutschland nicht. „Bei uns werden die Hobbyfahrer, die Jedermänner, einfach vergessen. Sie zahlen Startgeld und das war es dann. Man sieht diese Fahrerinnen und Fahrer so gut wie gar nicht dargestellt. Das will ich ändern“ sagte sich Günther uns schritt zur Tat.

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Schon etwas her, Günther Ganter mit André Greipel im Kölner Radstadion

Seinen Geschäftspartner Hans-Dieter Golombek hatte er schnell überzeugt und mit René Penno auch den passenden Chefredakteur mit Erfahrung in Radsport-Berichterstattung. Ziel war es, eine Magazin in Papierform, ähnlich wie die Grand-Fondo Magazine herauszubringen. Marion Köhlbach, Rauthgundis Höschen, natürlich Jean Paul Knoke und viele andere brachten Challenge-Magazin.com auf den Weg. Ach ja, ich war schon im Redaktionsteam. Einer der größten Unterstützer ist von Beginn an Hennes Roth, der uns mit seinen brillanten Fotos.

Die schwierige Zeit im Radsport die kurz danach begann, denn im Frühjahr 2007 ging es dem Radsport in Deutschland ja noch ganz gut,  machte auch die Pläne für ein Printmagazin zunichte. Nach dem Absturz des Profi-Radsport wurde es auch für Radsport-Vereine immer schwieriger Sponsoren zu halten oder gar neue zu gewinnen. Auch wir verloren damals zahlungskräftige Unterstützer.

Leben kam mit der Zeit wieder durch die Hobby- und Jedermann Szene in den Radsport. Einige Sponsoren parkten im Jedermannbereich, da diese als Breitensport und nicht als Lizenzsport verkauft werden konnten. Die Konzentration von Medien und Politiker auf den Radsport, bei gleichzeitiger Duldung von Vergehen in anderen Sportarten ist bis heute unbegreiflich.

Die Jedermänner erlebten einen enormen Aufschwung, haben aber nicht wie oft behauptet den Lizenzsport kaputtgemacht. Der Lizenzsport war kaputt, der Jedermann hat die Fahne des Radsport hochgehalten. Auch für Challenge-Magazin.com ging es bergauf. Von monatlich 20.000 Visits zum Ende 2007 steigerte sich die Zahl bis auf 175.000/Monat während der Saison.

In den Folgejahren wählten wir die beliebtesten Hobbyradsportler mit der Wahl zum Jedermann und zur Jederfrau des Jahres. 2007 folgte das erste „Race of Champions“, ein Einladungsrennen für erfolgreiche Jedermänner. 2009 wurde die Jedermann Champions Wertung eingeführt, damit auch die Ergebnisse von kleineren Hobbyrennen zentral erfasst werden können.

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Das erste Titelbild war auch im September 2015 noch aktuell

Alles Projekte die viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen und die man nur mit viel Herzblut für den Radsport in Angriff nehmen kann. Alle Mitarbeiter bei Challenge-Magazin.com sind ehrenamtlich, aus Freude am Radsport dabei, besonders freue ich mich daher über Markus und Daniela Stera, die seit einigen Jahren unser Team ergänzen. Markus ist zu Recht deutschlandweit für seine Fotos von den Veranstaltungen bekannt.

Nicht vergessen möchte ich die zahlreichen Fotografen und Fotoagenturen, mit denen wir inzwischen zusammenarbeiten und die ich im Winter alle mal genauer vorstellen möchten. Hierzu eine große persönliche Bitte von mir: Viele Fotografen die Bilder verkaufen, leben von diesen Bildern oder finanzieren ihr Hobby damit die Fahrer/innen Bilder von sich im Netz oder in Zeitungen/Magazinen sehen können. Bitte beachtet dabei unbedingt die Bildrechte. Sprecht euch mit den Fotografen ab, ob ihr die Bilder in euren Berichten verwenden dürft und tragt dann die Bildrechte auch ein. So viel Fairness muss einfach sein.

Inzwischen gibt es unzählige Teamseiten und persönliche Blogs zum Thema Jedermann im Internet. Immer öfter auch mit Seiten oder Personen aus anderen Ländern. Wie war das doch gleich 2007?  „Was wollt ihr mit einer Seite für Jedermänner, so etwas interessiert doch keinen“. In den letzten Jahren wurden wir oft gefragt warum wir nur über Jedermann berichten, nicht über Lizenzrennen oder Profis. Die Antwort darauf ist einfach – weil dafür einfach die Zeit fehlt.

Es fehlen im Internet ganz klar Seiten für den Lizenzbereich der Vereine. Besonders der Nachwuchs muss mehr in den Medien gefördert werden, im Frauenbereich tut sich inzwischen einiges, bei Elite und Senioren ist es noch recht mau. Die Profis sind wieder im Kommen und es bleibt zu hoffen dass der gesamte Radsport wieder etwas nach oben kommt. Doch es wird nicht mehr wie vor 2007, deshalb ist Eigeninitiative gefragt. Der Radsport braucht die Vereine mit ihrer Nachwuchsarbeit und Leute die sich zumindest einen Tag im Jahr für die Mitarbeit an einer Vereinsveranstaltung Zeit nehmen. Ist das wirklich zu viel verlangt?

Keine Frage die Jedermannszene hat sich verändert. Viele Teams haben sich organisiert, ob mit ordentlicher Unterstützung durch zahlungskräftige Sponsoren oder als lustiges „Chaosteam“ von nebenan. Weiterhin gibt es jedes Jahr viele Neueinsteiger, aber auch viele die keine Jedermannrennen mehr fahren wollen weil es einfach zu schnell geworden ist.  Die Durchschnittsgeschwindigkeit hat sich seit 2007 deutlich erhöht, scheint aber inzwischen das Limit erreicht zu haben. Auch die Teilnehmerzahlen steigen nicht weiter automatisch, die Veranstalter müssen schon auf die Teilnehmer zugehen, um die Anmeldungen weiter zu steigern.

Was erhoffe ich mir für die nächsten 100 Monate?

Nun, zuerst einmal dass die schnellen Fahrer begreifen dass sie an Jedermannrennen teilnehmen. Dabei sind eben auch RTF-Fahrer und Freizeitfahrer, die nicht über die Technik und die Übersicht verfügen, die ein Lizenzfahrer haben sollte. Wenn man also bei Jedermannrennen, gerade auf Strecken mit Überrunden teilnimmt sollte man das berücksichtigen.

Die langsamen Fahrer/innen und Neulinge sollten sich im Rennen und besonders im Finale rechts halten, um Gefahren für sich und andere zu vermindern. Fahrtechnik kann man inzwischen bei vielen Anbietern lernen und meist lohnt sich für die Verbesserung der Fahrtechnik ein solcher Kurs deutlich mehr als ein Satz neuer Laufräder oder gar ein neues Rad.

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Drei tolle Leute - Hubert Reinrartz, Andreas Niedrig, Günter Ganter (v. l. n. r.)

Nur wenn alle ihren Teil beitragen wird es ein Erfolg. Für Challenge-Magazin.com gilt im übertragenen Sinne immer noch die erste Schlagzeile überhaupt: 3.000 Sieger am Start. Für uns zählt nicht nur der Fahrer der als erstes über die Ziellinie fährt, der Letzte der Finisher bringt vielleicht eine weitaus größere Leistung. Dafür wird er bei den meisten Veranstaltungen vom fairen Publikum auch entsprechend bejubelt:

Für den deutschen Radsport wünsche ich mir dass der endlich Blödsinn mit „Jedermann gegen Vereinssport“ aufhört. Wenn jeder nur seinen Bereich sieht, kann sich nichts bessern. Nur gemeinsam kann man etwas verändern. In einigen Bereichen könnte das auch den Vereinen enorm helfen, die dringen Unterstützung benötigen. Im Besonderen auch vom Dachverband, der leider immer noch nicht wirklich mit der Jedermannszene umgehen kann.

Für Challenge-Magazin.com – „Was macht ihr eigentlich wenn euch keiner mehr lesen will." Diese Frage habe ich auch schon oft gehört und die Antwort ist einfach. Es gibt inzwischen viele sehr gute Seiten im Internet. Wenn uns keiner mehr lesen will, werde ich mich wieder mehr aktiv meinem Hobby widmen. Ich werde dann eher eine Runde mit dem Rad drehen, statt auch nach Feierabend noch am Schreibtisch zu sitzen und am Wochenende schaue ich mir die Rennen einfach an und applaudiere Jedermännern und Lizenzfahrern, auch dem Letzten und freue mich über die Zwerge bei den Erste Schritt Rennen, falls es dann noch Radrennen in dieser Art gibt.

Heute aber gratulierren alle Redaktionsmitglieder Günther Ganter zu seinem Geburtstag, wünschen ihm alles Glück und viel Gesundheit für die Zukunft. Er wird mit Sicherheit heute mit Freunden einige Kilometer auf dem Rad zurücklegen, das gönnen wir dem Rentner im Unruhezustand von Herzen.

Lieber Günther, vielen Dank für deine tolle Idee zu Challenge-Magain.com
Wolfgang Schaaf



 


 
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