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Hobbyrennen im Zeichen des Nationalgemüses
Samstag, 16. Mai 2015

Breetlook City-Radrennen in Krefeld Hüls

ImageManchmal kann die Fahrt zu einem Radrennen auch zur Bildungsreise werden. Nein hier geht es nicht um geschichtliche Gebäude, sondern um Bräuche, die sich überall am Renntag wiederfinden. Ein gutes Beispiel ist das Breetlook City-Radrennen in Krefeld Hüls. Eine Strecke mit einer Zielgeraden, wie gemacht für einen Massensprint beim Hobbyrennen. Ein Rennen wo der Sommer während der gesamten Zeit auf der Strecke und neben der Strecke präsent war. Soweit die Theorie…



Samstagmittag, in Köln ist der Himmel bewölkt, es ist kühl aber trocken. Auf nach Krefeld-Hüls, zum Breetlook City-Rennen, der zweiten Etappe im Volksbank Cycling Cup. Richtung Krefeld wird es immer dunkler, der Nieselregen wird immer stärker. Mist, das wird Nachmelder abhalten nach Hüls zu fahren.

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Breetlook bedeutet Breitlauch und dieses Gemüse ist tief in der Geschichte von Hüls verankert. Vor rund 350 Jahren wurde Hüls von Feinden angegriffen und da die nötige Waffen zur Verteidigung fehlten, musste der Breitlauch die Einwohner retten. es gibt auch hier unterschiedliche Versionen, aber beide spiegelten sich beim gestrigen Renntag wieder. Eine Frau die das Rennen statt mit der Pistole mit einer Breitlauchstange freigab, sowie die Kombination Kopfsteinpflaster, Feuchtigkeit und Breitlauch. Das Mittel um Angreifer auf Pferden aus dem Tritt zu bringen klappt auch bei Rennrädern perfekt. Allerdings hätten sich alle gestern mehr über trockene Straßen gefreut.

Rennen "Rund um den Kirchturm" werden oft belächelt, dabei können sie durchaus eine Werbung für den Radsport sein. Die Strecke war gut gewählt, ein 1,2 Kilometer langer Rundkurs, mitten durch das Zentrum, vorbei an der Kirmes, an Cafés in die man sich bei zu viel Regen flüchten konnte und mit begeisterungsfähigen Anwohnen, die teils mit Megafon bewaffnet immer wieder lautstark anfeuerten und auch die letzten im Fahrerfeld mit einer La Ola Welle wieder motivierten. Auch eine Musikkapelle fehlte nicht. Was wäre das für ein Rennen bei Sonnenschein gewesen!

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Die Hobbyfahrer konnten sich dennoch über den Sommer freuen, nämlich den Sponsor des Hobbyrennens. http://essaytop.technology/ hatte extra zum Breetlook City Radrennen ein Breetlook Brot im Angebot. Es gab besonders für die Zuschauer viel zu entdecken, doch die Aktiven hatten erst mal ihr Rennen im Blick.

Geplant war der Start um 18:00 Uhr, durch das schlechte Wetter konnte der Zeitplan jedoch nicht ganz eingehalten werden, Sicherheit ging den Fahrern vor Schnitt und das war auch richtig. Das Hobbyrennen wurde um 6 Kilometer gekürzt, die 30 statt der geplanten 36 Kilometer reichten aber auch aus. Startschuss, sorry Breetlookschwung, das Feld setzte sich in Bewegung. Bereits in der ersten Kurve waren die beiden Erstplatzierten vorne und nach 500 Metern war die Vorentscheidung gefallen. Die Reifen reagierten sehr unterschiedlich auf das glatte Pflaster und bereiteten auch den erfahrenen Renners große Probleme.

Routinier  Erik Fischer vom RV Blitz Spich stürzte in der ersten Runde, dadurch waren der Kölner Michael Schmidt und Stefan Wolff vom Team Stefans Cycling Service vorne plötzlich alleine. Von da an bauten die Beiden ihren Vorsprung Runde für Runde weiter aus und hatten am Ende fast das gesamte Feld überrundet. Einige Fahrer verloren sogar mehrere Runden, fuhren das Rennen jedoch zu Ende und holten sich in jeder Runde den Applaus der Zuschauer ab.

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Hinter den beiden Spitzenreitern ging Robert Gebauer vom Team Deutsche Kinderkrebshilfe, der Führende im Volksbank Cycling Cup als Dritter in die zweite Runde, doch auch er rutsche fast in jeder Runde auf dem Pflaster weg. Ab jetzt war Schadensbegrenzung statt Sieg angesagt. Besser mit der Glätte kam Rocco Schulz vom Rotz Racing Team mit den Schwierigkeiten zurecht und erntete dafür viel Lob von Gebauer, mit dem er fortan das restliche Rennen als Duo bestritt. Die vielleicht größte Überraschung folgte hinter den Beiden, fuhr kurze Zeit später vorbei und zeichnete sich als Solofahrer auf dem dritten Platz bis ins Ziel aus. Daniel Klose vom Team Zorro Velo. Dieses Team konnte man gut erkennen, fuhren doch alle in langer Hose. Ungewöhnlich, aber zumindest gestern sehr erfolgreich. Daniel Klose holte seine erste Podiumsplatzierung überhaupt  in beeindruckender Manier.

Im Finale hatte Michael Schmidt die schnellsten und gewann das Rennen. Doch auch Stefan Wolff konnte sich freuen. Er  eroberte das Spitzenreitertrikot im Volksbank Cycling Cup. Das muss er nun am 21. Juni beim 65. Straßenrennen des RV Möwe Mönchengladbach-Lürrip“ verteidigen. Robert Gebauer belegte hinter Rocco Schulz beim Breetlook City Radrennen den fünften Platz und liegt damit in der Gesamtwertung der Serie nur knapp hinter Wolff.

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Fazit – Das Breetlook City-Radrennen erinnert an frühere Zeiten. Eine Top-Organisation, Sponsoren bringen sich ins Rennen ein, die Anwohner ziehen mit, ein Nachbarschaftsrennen als Einlagerennen, sogar ein Programmheft mit allen nötigen und vielen zusätzlichen Infos wie es früher üblich war gibt es. Traditionsrennen wäre hier falsch, immerhin war erst die dritte Austragung. Perfekt wäre noch ein zusätzliches Schüler- oder Jugendrennen, doch der Zeitplan ist für Samstagsrennen immer so ein Thema. Es geht erst ab dem Nachmittag und das Hauptrennen startete ja erst um 19:30 Uhr. Da bleibt nicht viel Spielraum wenn die einzelnen Rennen nicht zu kurz werden sollen. 2016 wird die Sonne wieder scheinen und dann können sich alle auf ein Radsportfest in Krefeld-Hüls freuen.
ws
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Volksbank Cycling Cup

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Fotos: Challenge-Magazin.com
 
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