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Teamvorstellung RSG-Reha-Team-Hamburg
Freitag, 29. Februar 2008
ImageBereits seit 2002 tauchen immer wieder und vor allem immer öfter die blau-weißen Trikotfarben der RSG Reha-Team-Hamburg bei den unterschiedlichsten Radsport-Veranstaltungen im In- und Ausland auf. Das heißt im vergangenen Jahr durfte das 5-jährige Bestehen der ambitionierten Jedermann-Radsport-Truppe gebührend gefeiert werden.

Dass es überhaupt so weit gekommen ist, ist nicht nur dem stetigen Engagement der Gründungsmitglieder Clemens Bach und Sven Müller-Ascheberg zu verdanken, sondern jedem Teammitglied, welches mit den Faktoren Radsport und Freude das persönliche Radsporterlebnis zum gemeinsamen Erfolg werden lässt.

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Der Erfolg erfährt dabei eine breite Streuung - von "Dabei sein ist alles" bis hin zu Podiums-Ehrungen. Letzteres erfährt natürtlich eine besondere Wertschätzung, wie auch die zahlreichen Kontakte zu anderen Radsportlern, die über die Jahre entstanden sind und sich mitunter zu Freundschaften entwickelt haben, die es ohne die Basis "Jedermann-Team" nicht gegeben hätte. Zu vielen anderen Teams besteht darüber hinaus ein intensiver Erfahrungsaustausch. Dieser ist in der noch jungen und aufstrebenden Jedermann-Szene  umso wertvoller, weil es gilt, bisher Erreichtes zu festigen und darüber hinaus sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Aus dieser Weiterentwicklung resultieren auch die immer häufigeren Starts von Rüdiger Koziol bei Triathlon- und Duathlon Events.

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr über die RSG-Reha-Team-Hamburg erfahren möchte, kann jetzt an unserem eigenen "Interview" teilhaben, welches Silke Böttcher mit Clemens Bach geführt hat.

Silke Böttcher: An welchen Veranstaltungen und Rennen nehmt ihr denn so teil?

Clemens Bach: Angefangen hat alles mit RTF’s und unserem Heimatrennen, den HEW – heute Vattenfall-Cyclassics. Mittlerweile sind wir in ganz Europa unterwegs, zum Beispiel in Skandinavien (Vättern Runde, Trondheim-Oslo, Sjaelland Rundt), Niederlande (Amstel Gold) und natürlich Joerg Steffens bei der Irland Challenge. Dieses Jahr sind auch Belgien (Flandern-Rundfahrt), Paris-Roubaix und die Sardinien Rundfahrt im Programm. Aber natürlich fahren wir auch in Deutschland – in den  letzten Jahren zum Beispiel einige Rennen der ehemaligen T-Mobile-Serie, wie Rund um Köln, Rund um die Braunkohle, oder die Tour D´Energie in Göttingen und dann vor allem Rad-am-Ring.

S.B.: Was waren denn bisher eure Highlights bzw. eure Lieblings-Momente?

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Clemens: Ganz klar: schön ist immer, wenn wir komplett oder fast komplett als Team an Veranstaltungen teilnehmen. Etwas Besonderes im letzten Jahr war sicherlich auch die Transalp, bei der wir mit zwei Teams und einem Teamassistenten, einem "Mädchen für alles" dabei waren. Oder auch das legendäre Styrkeproven in Norwegen, bei dem wir Paralympicsieger und Weltmeister Errol Marklein, einen Handbikefahrer begleitet haben, war ein grandioses Abenteuer für sich.

S.B.: Handbiker? Was ist denn Handbiken?

Clemens: Handbiken ist eine relativ junge Sportart für Querschnittsgelähmte. Im Prinzip Rad fahren mit den Armen. Wir von der Firma Reha-Team beschäftigen uns mit Rehabilitationstechnik am Menschen. Das heißt nicht nur mit Rollstühlen, sondern auch mit Sportgeräten rund um den Reha-Sport. Wir haben den Handbike-Point gegründet, da wir erkannt haben, dass Handbiken eine Zukunftssportart ist. Unter den Handbike-Fahrern, die wir betreuen, sind sogar Deutsche- und Weltmeister. Und wir drücken denen natürlich die Daumen für den Start bei den Paralympics in Peking dieses Jahr.

S.B.: Reha-Team und Handbiken  - das hört sich ja sehr nach Betriebssportmannschaft oder nach professionell gesponsortem Team an.

Clemens:  Nein, das sind wir beides nicht. Der Name RSG – also Radsportgemeinschaft - Reha Team ist dadurch entstanden, dass mein damaliger Kollege und ich 2002 ein Rennrad gekauft haben. Wir waren damals beide bei
der Firma Reha-Team beschäftigt und haben schnell gemerkt, dass das unsere Sportart ist. Auch andere Kollegen ließen sich begeistern. Mittlerweile sind wir mehr Leute, die nicht bei der Firma Reha-Team arbeiten als
umgekehrt. Das Design für die Trikots  ist übrigens auch hausgemacht – das wurde im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs unter allen Mitarbeitern der Firma Reha-Team Hamburg ausgewählt. Einer unserer Fahrer hat es entworfen. Und unsere Gründung wurde auch durch Sponsoren der Reha-Branche unterstützt, so dass wir überhaupt in der Lage waren, unsere eigene Teambekleidung zu bestellen.

S.B.: Wie sieht es denn generell so mit Sponsoring aus? Das Trikot ist ja ähnlich voll gedruckt, so wie bei vielen Radsportlern, die  in Vereinskleidung oder Teamkleidung fahren.

Clemens: Die Firma Reha-Team  hat bislang einige Aktionen unterstützt, indem sie zum Beispiel etwas Geld für die Trikots oder ein Auto für die Fahrt zu einem Rennen zur Verfügung gestellt hat. Auch andere Firmen haben uns mit einzelnen Beträgen oder Material schon weitergeholfen. Beispielsweise haben wir einmal Handschuhe oder Sporttaschen bekommen.  Auch die Trinkflaschen im Teamdesign haben wir bezahlt bekommen.  Da Rad fahren von der Ausstattung her schon recht teuer ist, hilft uns das natürlich weiter und wir bedanken uns mit einem Logo auf dem Trikot und einem Link auf unserer Internetseite.  Dort lässt sich übrigens auch nachlesen, dass wir doch so einige Radkilometer im Jahr unterwegs sind und die Logos ordentlich durch die Gegend fahren.

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Für die Zukunft würden wir uns wünschen, dass wir weiterhin finanzielle oder materielle Unterstützung bekommen. Wir sind auch nicht branchengebunden, auch wenn das viele Leute auf den ersten Blick vielleicht denken.

S.B.: Wie kann ich mir denn überhaupt „Team“ an sich  vorstellen? Trainiert ihr immer zusammen oder  fahrt ihr bei Rennen immer Windschatten?

Clemens: Wir haben ein- bis zweimal die Woche einen Termin, an dem wir zusammen trainieren. Zusätzlich nutzen wir dann am Wochenende auch die eine oder andere  RTF zum Training. Und hin und wieder versuchen wir, uns auch mal außerhalb des Trainings zu sehen und halten ein Team-Treffen ab. Echte Verpflichtungen gibt es ansonsten nicht - vielmehr bringt sich jeder nach seinen Fähigkeiten mit ein. Natürlich sind wir froh, mit Daniel Kunkel jemanden im Team zu haben, der unsere Internet-Präsenz mehr als nur auf dem Laufenden hält, und sein Fachwissen dort einbringt. Aber hauptsächlich setzen wir mehr darauf, dass wir nette Leute sind, was bislang auch eigentlich gut funktioniert hat.  Da wir ein eher kleines Team sind, sind wir auch nach wie vor auf der Suche nach Fahrern, die sportlich wie auch menschlich zu uns passen, und Lust haben, mit uns zusammen Spass am Radsport zuhaben.

Etwas positive Radsport-Verrücktheit und Erlebnishungrigkeit könnte Neu-Interessierten allerdings nicht schaden: wie bereits beschrieben, enthält die Saisonplanung für 2008 einige Höhepunkte bereit - damit verfolgen wir auch unser Ziel, die Augen und Ohren immer offen für Neues oder besonders Interessantes zu halten. Auch in den
kommenden Jahren sollte sich daran wenig ändern.

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Ganz weit oben stehen dabei zukünftige Teilnahmen an weiteren nationalen und internationalen Etappenfahrten wie auch an Mannschafts-Zeitfahr-Wettbewerben - und auch die Qualifikation und der anschließende Start beim Radsport-Klassiker Paris - Brest - Paris ist für den einen und anderen mehr als nur ein Wunschgedanke.
Auf jeden Fall wird es weitergehen - und wenn wir die 10 Jahre vollgemacht haben, lassen wir es erst richtig krachen.

Jörg Steffens


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