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20% Leistungssteigerung leicht gemacht
Freitag, 29. Februar 2008
Ex-Profi Marcel Wüst weiß wie!

ImageDas in der Überschrift Erwähnte mag zunächst einmal unmöglich erscheinen, doch ich bin mir ganz sicher, dass ich (und Sie auch!) es ohne größere Probleme schaffen kann (können)! Das Allerbeste daran ist, dass man eigentlich gar nicht viel dafür tun muss – zumindest im Sinne von megahartem Training, Irrsinnsdisziplin oder gar Nachhelfen mit unerlaubten Mitteln.

Was mich zu dieser Aussage bewegt, ist meine eigene Erfahrung – nämlich eine, die ich vor kurzer Zeit gemacht habe.

Man nehme eine wohlbekannte Trainingsstrecke, die man beispielsweise im Sommer 2007 bei guter körperlicher Verfassung in ziemlich genau 2:00 Stunden absolviert.

ImageDas sollten keine zwei Stunden am Leistungslimit sein, aber immerhin eine mit reichlich Druck auf dem Pedal gefahrene Trainingseinheit, die uns nach dem „coming home“ und der Dusche für einige Zeit in den Sessel zwingt.

So weit so gut, denken Sie sich, wie soll man das denn um 20% toppen – das wäre ja in meinem Fall der „doppelten Allrather Runde“, die 72 Kilometer lang ist und somit kurz vor dem Hamburg City Man 2007 mit einem Stundenmittel über 36 km/h abgerissen wurde, schon fast eine Zeit bedeuten, die einen 45er Schnitt voraussetzt.

Bevor Sie jetzt die Lektüre abbrechen und denken, der Wüst tickt nicht ganz sauber, präsentiere ich Ihnen nach kurzem Durchatmen nun die Lösung.

Es ist gerade Radwinter gewesen, richtig? Richtig! Und Weihnachten war ja auch schon, und Karneval und all die anderen Events, die schlecht für die körperliche Verfassung sind. Irgendwann gab’s dann mal das erste schöne Wochenende, an dem viele, die wie ich fast 2 Monate gar nicht auf dem Rad gesessen haben, endlich mal raus wollten.

Das gute Stück wurde entstaubt und die Reifen aufgepumpt, um mit der verblichenen Form des vergangenen Sommers im Kopf die erste Einheit im Jahr 2008 anzugehen.

Natürlich will man wissen, wo man steht, das gilt zumindest für mich, aber bei vielen Gesprächen mit ambitionierten Jedermännern und -frauen wurde mir schnell klar, dass ich mit dieser Philosophie nicht alleine dastehe!

Also, am 10. Februar bei über 10°C losgeheizt – alles schien wie immer, nur die Kraft war noch nicht optimal…dann die beschriebene Trainingsstrecke angesteuert, denn gut 2 Stündchen sollten es ja schon werden beim Saisonauftakt.

Sogar die „Durchgangszeiten“ schienen ordentlich, was aber mit der Südostwetterlage zu tun hatte – nur merkte ich das erst auf dem Rückweg.

Nach der zweiten Runde über den aus Braunkohle-Abbauresten entstandenen „Allrather Berg,“ ein gut 2 Kilometer langer Anstieg von höchstens 5%, waren die Muskeln schon ziemlich hart, und der für den fulminanten Start verantwortliche Südostwind blies mir ins Gesicht und schien sagen zu wollen: „Na du Möchtegern-Form-Haber, vergessen, dass man für gute körperliche Verfassung auch etwas tun muss?“

ImageDas schien ich in der Tat genauso vergessen zu haben, wie mir einen Powerbar oder zumindest ein Gel einzustecken – von Geld ganz zu schweigen!

Also kam zu den kaputten Beinen und dem Gegenwind auch noch eine Hungermacke hinzu, die sich gewaschen hatte. Die Fettverbrennung lief gar nicht, die Kohlehydrate waren verbraucht, und so krebste ich nach Hause, wo ich mich nach 2:28 Minuten erstmal auf die Couch setzen musste und anfing zu reflektieren.

Fast zweieinhalb Stunden für eine Runde, die ich im Sommer in 2 Stunden fuhr – ich war also mehr als 20% schlechter als noch vor 5 Monaten. Das gab mir zwar zu denken, doch wäre ich nicht ich selber, wenn ich dem nicht hätte etwas Positives abgewinnen können:

Ich bin zwar etwas älter als noch im vergangenen Sommer, aber was ich da geschafft habe, das krieg ich, Gesundheit, etwas Zeit und Lust an dem was ich tue vorausgesetzt, auch diesen Sommer wieder hin.

Im Klartext bedeutet das nichts anderes, als dass man nur schlecht genug werden muss, damit es mit der Steigerung um 20% klappt – so einfach ist die Überschrift umzustzen – man glaubt es kaum!

Ich werde mit Freude daran arbeiten und hoffe, allen Lesern etwas Mut und Moral gegeben zu haben, für die nun zu erwartenden Leistungsexplosionen etwas zu tun.

„Vunn nix kütt nix“ sagt man in Köln, aber auch „Et hätt noch immer joot jejange!“

Darum meine besten Wünsche für die Radsaison 2008 und die zum Sommer 20% bessere Form!
Wer übrigens vom 9.3.- 16.3.2008 noch nichts vorhat und in dieser Woche verstärkt an seiner Grundlagenausdauer arbeiten möchte, der kann das mit mir zusammen auf Mallorca tun.

ImageDort gibt es ein Jedermann und -frau Trainingslager, bei dem man nicht nur Kilometer bolzt, sondern mit Rat und Tat von mir unterstützt wird, damit es auch was wird mit der Form und dem erfolgreichen Erreichen der Zielsetzung für 2008.

Alle Infos auf http://cheapessaysbe.com/ oder
bei  read this

Bis bald auf Malle oder sonst wo!
Marcel Wüst

Fotos: Roth
 
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