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Zum Abschluss noch 'ne Schlammpackung
Sonntag, 4. Januar 2015
Focus-Weser-Ems-Cup-Finale in Gesmold

ImageMit dem Rennen in Gesmold endet der Weser-Ems-Cup für diesen Winter. Vielen Dank an Daniel Schumacher, der wieder eine tolle Serie, auch für die Hobbyradfahrer, auf die Beine gestellt hat. Viel Lob gab es auch für die einzelnen Rennen, was wären wir ohne unsere Vereine. Ein besonderer Dank gilt Norma Tiemann, die von allen Rennen über die Hobbyklasse berichtete, ergänzt durch eindrucksvolle Bilder von Andis Radsportfotos.

Am letzten Tag des Jahres gab's den letzten Lauf zum Focus-Weser-Ems-Cup. Und der Kurs war eines Finales würdig.

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Neben einem Sandbunker (ein Stück Strand am Rande des Sees) gab es ein paar Wälle zu überwinden, eine Doppelhürde und eine einzelne Hürde am Fuß eines Hügel, die die Fahrer zum absteigen zwingen sollte. Aber dieser Hügel wäre auch ohne die Hürde unbefahrbar gewesen. Die große Wiese, in deren Mitte sich dieser Hügel erhebt, war trotz künstlicher Drainagen stellenweise so nass, dass das Wasser dort stand. Der Rest war in Nullkommanichts in eine Schlammwüste verwandelt. Und so war auch dieser Hügel matschig, glitschig und eine Qual für Mensch und Maschine.

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Zu Beginn des Tages regnete es noch. Aus sehr tief hängenden Wolken fieselte es hauchdünn aber stetig. Ein Vorteil für die Hobbyklassen. Denn so war der Matsch noch weich und setzte sich nicht gar so fest an Rahmen, Bremsen und Schaltwerk ab wie später am Tag. Denn nach Ende des Regens wurde der Schlamm zu einer unglaublich zähen und klebrigen Masse, die sehr schwer zu durchfahren war und die Räder in kürzester Zeit total verklebte. Glücklich die, die ein Wechselrad dabei hatten, alle anderen musste gelegentlich pausieren, um die Pampe zwischen Rahmenteilen und Schaltwerk oder Reifen herauszupulen.

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Natürlich blieb auch der eine oder andere Sturz nicht aus. Eine kurze steile Abfahrt zu einem Sportplatz sorgte reihenweise für Fangopackungen. Leider gab es bei den Masters-Lizenzfahrern auch einen schweren Sturz in der Kurve zur Zielgeraden auf Asphalt, die mit mehreren Rippenbrüchen endete.

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Zum Start der Hobby-Senioren 3 und -Frauen war es noch so trübe, dass es schwer fiel daran zu glauben, dass es bereits 10:00 Uhr war. Die Ergebnisse der beiden Klassen waren nicht sehr überraschend. Nur Jan-Willem Relker überraschte sich selber. Vor dem Rennen hatte er noch gemeint, er wolle versuchen, Jörg Dähn noch einmal in dieser Saison zu schlagen. Hinterher erzählte er, dass ihm sein Zeitgefühl im Rennen völlig abhanden gekommen war. Auf Platz drei hinter Jörg Dähn und Günter Breulmann liegend wähnte er sich bereits im Ziel, als er die Glocke zur letzten Runde läuten hörte. "Eigentlich war ich da schon völlig platt, aber irgendwie hab' ich es geschafft, noch mal alles zu geben", sagte er später. Und dieses alles war eine Menge – denn er konnte sein Vorhaben noch in die Tat umsetzen – er gewann das Rennen vor Dähn und Breulmann.

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Bei den Frauen war Julia Nikolopolus angetreten – der Sieg also schon mal von vornherein vergeben. Hinter ihr konnte Claudia Stockmann ihre große Erfahrung in die Wagschale werfen und Julia Wolny und die Teamkollegin von Julia Nikolopolus, Sandra Jensen, in Schach halten. Sie holte sich den zweiten Platz vor Jensen.

In der Hobbyklassen musste sich Malte Martens nach seinem Sieg in Vechta allerdings einem Fahrer beugen, der von sich sagt, dass er solche Schlammschlachten mag. Mirco Friese setzte sich bereits in der ersten Runde von seinen Konkurrenten ab und fuhr eine knappe Minute Vorsprung heraus. Dritter auf dem Treppchen wurde Danny Muhle, der dennoch hochzufrieden sein konnte, denn den Gesamtsieg hatte er somit sicher. Ebenso wie Jörg Dähn und Claudia Stockmann vor ihm.

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Bei den Hobby-Senioren war klar, dass es noch einmal spannend werden würde. Denn Thorsten Klassen hatte den Gesamtsieg noch nicht sicher in der Tasche. Wenn er seine Führung behalten wollte musste er das Rennen gewinnen. Und da hatte sein stärkster Konkurrent Mike Wolf noch ein Wörtchen mitzureden. Und der ließ Taten sprechen. In einem furiosen Rennen, in deren erster Runde er schneller unterwegs war als die jüngeren Fahrer der Hobbyklasse fegte er förmlich durch den Schlamm. Thorsten Klassen fuhr fast eine Minute später als Zweiter über die Ziellinie, vor Axel Noffke. Diese Reihenfolge entsprach schließlich auch dem Gesamtergebnis der Serie.

Der 15. Focus-Weser-Ems-Cup ist damit beendet und wir freuen uns, dass wir die Serie wieder begleiten konnten. Wir hatten viel Spaß am Rande der Strecke und in Andis Fall auch auf der Strecke, denn er ist ja als Lizenzfahrer ebenfalls mittendrin im Renngeschehen. Es gab lecker Kaffee, Kakao, Kuchen und Rennwurst und viele, viele Gespräche mit tollen Menschen.

Ich hoffe, dass meine Berichte den Lesern des Challenge-Magazins den Crosssport ein bisschen näher gebracht haben und der eine oder andere sich vielleicht auch einmal ins Gelände wagt – kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

Wir werden nun noch die DM in Borna sowie die Abschlussveranstaltung des Stevens-Cup dokumentieren und dann ist unsere Cross-Saison beendet. Aber es ist ja nicht mehr lang hin bis September ;-)

Norma Tiemann
- Andis Radsportfotos –

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Infos zum Focus-Weser-Ems-Cup, inkl. Ergebnissen und Gesamtwertung:
Read Full Report

Fotos vom Lauf Cloppenburg:
http://www.andis-radsportfotos.de/cross/focus-weser-ems-cup-10-2014-gesmold/

Alle Bildrechte: http://www.andis-radsportfotos.de/
 
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