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Gironimo – Ein Mann, ein Rad und die härteste Rundfahrt aller Zeiten
Sonntag, 30. November 2014
ImageDie spinnen die Briten! – oder gibt es für den Reisejournalisten Tim Moore einen anderen Grund als 100 Jahre nach dem vielleicht grausamsten Radrennen der Geschichte, dem Giro d`Italia 1914, die Strecke authentisch nachzufahren? Das bedeutet nicht nur die Originalstrecken mit bis zu vierhundert Kilometer pro Tag, sondern auch Material und Kleidung aus dieser Zeit. Wir erfahren es im Buch "Gironimo" aus dem Covadonga Verlag.

Für Moore ist Geronimo nicht der erste Start bei den großen Rundfahrten. Bereits zur Jahrtausendwende  nahm er für sein Buch " Alpenpässe und Anchovis -  eine exzentrische Tour de France", ebenfalls im Covadonga Verlag erschienen, die Tour de France unter die Räder, als untrainierter, bekennender Faulpelz, allerdings mit modernem Material.

Bevor es jedoch auf große Fahrt ging, musste der "Drathesel" erst mal zum Leben erweckt werden. Tim Moore bastelte sich aus dem Gerippe einer Rennmaschine aus dem Jahr 2014 einen treuen Begleiter für das Abenteuer seines Lebens. Ob es an seinen Erlebnissen für das Buch "Zwei Esel auf dem Jakobsweg" lag wo er mit einem echten Esel unterwegs war, dass er nun wieder mit einem Zweirad auf Tour, sorry auf Giro ging?

Wenn zwei Oldtimer solche Strapazen auf sich nehmen geht nicht alles glatt und entspannt ab. Zumindest nicht für den Mann mit der Schweißerbrille und sein doppelt so altes Fahrrad. Die Leser können sich auf eine sehr unterhaltsame Reisebeschreibung freuen, die durch zahlreiche Informationen zum Giro d`Italia 1914 ergänzt wird.

So finden sich im Anhang sämtliche Ergebnisse des Giro 2014, alle Etappen und die vollständige Gesamtwertung. Das nimmt nicht viel Platz weg,  denn nur acht der 81 gestarteten Fahrer erreichten das Ziel in Mailand. Lesenswert sind diese Ergebnisse allemal, so erfährt man zum Beispiel wer durch bestraft wurde, weil während einer Etappe ein Stück im Auto mitgefahren ist.

Gewonnen hat 2014 Alfonso Calzolari vom Team Stucchi, der einen Vorsprung von knapp 17 Stunden vor dem letzten Fahrer Umberto Ripamonti (Platz 8) hatte. Auch den Rückstand von Tim Moore kann man in Gironimo von Etappe zu Etappe mit verfolgen.  9:45:10 kassierte Moore bereits auf der ersten Etappe – aber er kam an. 2014 gaben bereits 44 von 81 Startern bei dieser Etappe auf. Am Ende des Giro hatte Finisher Moore lediglich  52 Stunden Rundstand. Ein richtiger Jedermann.

Gironimo ist kein Geheimtipp sondern eine echte Empfehlung gegen Winterdepressionen und auch ideal als Weihnachtsgeschenk. Sogar die Farbe Rot/Grün passt zum Fest, eine Schleife drum und fertig ist ein Geschenk dass dem Leser viel Freude bereiten wird.
WS

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