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Doppelt hält besser
Sonntag, 26. Oktober 2014
Focus-Weser-Ems-Cup (FWEC) in Rieste und Deutschland-Cup mit Hobbyklassen FWEC in Lohne

ImageUm es vorweg zu nehmen: Voll war's. In Lohne standen im Rennen der Hobbyklassen sage und schreibe 105 FahrerInnen an der Startlinie. Aus organisatorischen Gründen wurden alle vier Hobbyklassen gemeinsam (allerdings mit einer Minute Abstand dazwischen) ins Rennen geschickt und sie durften auch alle über die volle Distanz von 40 Minuten fahren.

Es ist schon ein Erlebnis, diesen Riesenhaufen starten zu sehen. Denn anders als beim Straßenrennen wird hier beim Pfiff aus dem Stand in Vollgas gewechselt. Und da es auch in Lohne erst einmal laaaaange bergauf geht, bis man oben den Aussichtsturm, der dem Rennen seinen Namen gegeben hat, umrundet, geht's gleich mal voll zur Sache.

Das hat bei "normalem" Crosserwetter unter anderem den Vorteil, dass einem auch im dünnen Rennanzug gar nicht so kalt werden kann, wie manch dick eingemummelter Zuschauer glauben mag. Wobei – die Betonung liegt auf "normal".  In diesem Oktober ist aber nix normal. Denn auch in Lohne war immer noch Sommer. 23°C im Schatten – und den gab's nur im Wald, denn die Sonne strahlte bis zum letzten Rennen vom fast wolkenlosen Himmel.

Man war also schon durchgeschwitzt, wenn man den Kurs nur locker zu Trainingszwecken umrundet hatte.

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Die Strecke dieses Traditionsrennens ist seit vielen Jahren nahezu unverändert. Ein paar Kleinigkeiten hier und da werden immer mal angepasst, aber der Kurs als solches steht. In diesem Jahr gab es im Wald etwas breitere Passagen und es gab mehr Hürden. Eine maximal hohe Doppelhürde im Wald, eine sehr flache Doppelhürde (ca. 10 cm) im flachen Stück hinter dem Sportplatz und eine dritte Doppelhürde in mittlerer Höhe hinter der Sportplatztribüne. Eine einzelne Hürde vor einem kurzen steilen Hügel wird von den Hobbyfahrern (und Schülern U15) ausgelassen.

Im vorderen Feld der drei Männerklassen gab es keine großen Überraschungen. Jörg Dähn (Hobby-Senioren 3) fuhr von Anfang an ein einsames Rennen an der Spitze – bildlich gesprochen natürlich. Bei 105 FahrerInnen auf einer 2,1-km-Runde ist man nie so wirklich alleine. Jan-Willem Relker war zwar nie sehr weit weg, aber zu Dähn aufzuschließen schaffte er nicht. Der Dritte wiederum - Jörg Francke von der Harburger RG – konnte Relker ebenso wenig gefährden, so dass das Podium quasi von Anfang an in den Stein der Stadiontreppe gemeißelt schien.

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Bei den Hobbyfahrern gab es mal wieder ein "neues" Gesicht im Focus-Weser-Ems-Cup. Axel Bartsch vom von-Hacht-Racing Team gab sich die Ehre – und holte sich auch den Sieg.  Das Trikot des Gesamtführenden im Focus-Weser-Ems-Cup blieb bei Danny Muhle (Blau-Weiß Lohne), der es sich am letzten Wochenende in Surwold erkämpft hatte. In Lohne wurde er Zweiter vor Christian Lau vom Emsstern Rheine der sich einen packenden Zielsprint mit  Daniel Dorsic geliefert hatte.

Michael Hufnagel aus Bremen (Hobby-Senioren) fuhr wie in Goldenstedt einen großen Vorsprung auf seine Konkurrenten heraus und konnte sich damit den zweiten Sieg im seinem zweiten Rennen dieser Saison sichern. Thorsten Klassen (Team Hackmann univativ) und Axel Noffke (Beilken Cycling Team) folgten auf den weiteren Podiumsplätzen.

Ein im Focus-Weser-Ems-Cup auch selten gesehenes Gesicht gehört Julia Nikolopolus. Die schnelle Frau vom Laktatexpress startet hin und wieder in der Frauen-Hobby-Klasse. Und wenn sie das tut, dann hat sie immer die Nase vorn. So auch in Lohne und am Vortag in Rieste. Karola Wiese von der RRG Bremen fuhr an diesem Wochenende ebenfalls zweimal auf's Treppchen. Sie wurde sowohl in Lohne als auch in Rieste jeweils Dritte. Marit Friese, die nach eigenem Bekunden eigentlich gar keine Rennen mehr fahren wollte, hatte sich kurzfristig doch noch angemeldet und fuhr mit dem zweiten Platz ein klasse Ergebnis ein.

Das Rennwochenende fand mit einem "Fette-Reifen-Rennen" für Kinder bis 10 Jahre seinen krönenden Abschluss. Und um den Streckensprecher Peter Rohde und seinen Lieblingsspruch hinsichtlich dieser Veranstaltung mal zu zitieren: "Lohne lohnt sich."
Ja, das tut es definitiv. Es ist immer wieder eine tolle Veranstaltung und eine tolle Strecke.

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Damit will aber natürlich niemand das Rennen am Samstag in Rieste abwerten – schon mal gar nicht, weil der erwähnte Peter Rohde vom TUS Bramsche Initiator und Veranstalter dieser Runde ist. Sie hat halt noch nicht 29 Jahre Tradition und Erfahrung auf dem Buckel.

Und keinen Aussichtsturm. Dafür eine Sandkiste – ca. 20 Meter lang und nur durch einen schmalen Durchgang zu betreten und zu verlassen. Da war Laufen angesagt. Zwei Doppelhürden und zwei Metallbrücken über einem Bach waren ebenfalls in den Kurs eingebaut.

Wettertechnisch stand Rieste Lohne um ca. 2°C nach, die es "kühler" war. Vielleicht war auch der Wind etwas stärker, der den TeilnehmerInnen auf  der langen gepflasterte Geraden entgegenwehte. Dem Teil der Strecke auf dem die Fahrer, die sich eher durch Kraft als Technikvermögen auszeichnen, in jeder Runde Boden gutmachen konnten.

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Hobby-Senioren-3 = wie gehabt. Jörg Dähn fuhr vorne raus und blieb auch dort. In Abwesenheit von Jan-Willem Relker fuhren Jörg Francke auf den zweiten und Günter Breulmann (Emsstern Rheine) auf den dritten Platz.

Im Frauen-Rennen ging der zweite Platz an Maren Eilers (RSC Oldenburg). Wenn auch Marit Friese nicht am Start war, so doch Ihr Mann. Und der holte sich den lang ersehnten ersten Sieg in der Hobbyklasse. Wenn er es in der letzten Runde auch noch spannend machen musste als ihm die Kette runter sprang und er sie nach dem Durchqueren der Sandkiste wieder auflegen musste. Daniel Dorsic kam ihm gefährlich nahe, aber es reichte dennoch für Friese. Dritter wurde Christoph Hinkel von der RSG Lohne-Vechta.

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Nachdem er in Surwold mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen musste, konnte sich Enno Heidergott (Hobby-Senioren, RSV Leer) in Rieste seinen Sieg abholen. Mike Wolf (WSV Clausthal-Zellerfeld) kam zwar ein paar Mal dicht dran, musste sich aber letztlich geschlagen geben. Dritter wurde wie in Lohne Axel Noffke.

Am heutigen Sonntag geht es für den FWEC weiter nach Bruchhausen-Vilsen, bevor er dann zwei Wochen Pause macht.
Text: Norma Tiemann – Andis Radsportfotos

Alles zum Focus Weser-Ems Cup: http://cheapessaysbe.com/

Zahlreiche Fotos unter bill of rights australia essay

Die Bildrechte aller Fotos in diesem Bericht liegen bei Andis Radsportfotos
 
http://espacioparalelo.com/   weiter >

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