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Der Querfeldeinradsport in Deutschland lebt
Donnerstag, 31. Januar 2008
ImageEs gibt keinen Zweifel: Der Querfeldeinradsport in Deutschland lebt. International mischt seit Jahren Hanka Kupfernagel in der Weltspitze mit, nun ziehen mit Philipp Walsleben und Paul Voß zwei U 23-Fahrer nach. Beide waren in diesem Winter regelmäßige Stammgäste bei hochkarätigen internationalen Rennen. Und auch hinter den beiden Talenten avancieren immer mehr junge Rennfahrer zu Topleistungen- und Ergebnissen.

Dass das so ist, hat mehrere Gründe. Selbstverständlich hat das mit Talent zu tun, und auch mit dem entsprechenden Training. Das alles aber nützt nichts, wenn die Sportler keine Gelegenheit bekommen, sich in Wettkämpfen zu vergleichen. Hier kommen nun die Rennen ins Spiel, die in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht wahrgenommen werden. Lediglich Insidern sind diese kleinen Rennen ein Begriff. Das sind Rennen, die hauptsächlich vom persönlichen Engagement weniger leben, die oft mit Müh und Not die notwendigen Groschen für ein kleines Preisgeld zusammen bekommen. Aber sie stehen dahinter und freuen sich über die mittlerweile große Resonanz an Teilnehmern.

ImageDas wiederum ist von Region zu Region verschieden. In allen Teilen der Republik werden kleine Rennserien im Winter angeboten, oft sind es immer noch nur die Querfeldeinspezialisten, die dieses Angebot dann auch wahrnehmen. Aber besonders der nördliche Teil Deutschlands hat sich zu einer wahren Cross-Hochburg gemausert. Jedenfalls, was die Teilnehmerzahlen angeht.

ImageEine Vorbildfunktion nimmt dabei sicher der Weser-Ems-Cup ein. Was vor acht Jahren noch ursprünglich mehr als Trainingsserie gedacht war, ist nun ein fester Bestandteil im deutschen Cross-Kalender. Seit rund fünf Jahren boomt dieser Cup in Niedersachsen förmlich und gilt auch für den einen oder anderen ambitionierten Rennfahrer als ernsthafter Test für internationale Einsätze. Wegzudenken aus dem Programm sind auch die Hobbyfahrer nicht mehr. Im Bezirk Weser-Ems hatte man schnell erkannt, dass hier so etwas wie eine Marktlücke geschlossen werden konnte. Nun sind die Hobbyfahrer auch fest in die Rennserie integriert und sorgen für große Starterfelder. Denn von den durchschnittlich 200 Teilnehmern sind nicht selten die Hälfte den Hobbyfahrern zu zuordnen. Insgesamt 217 Starter konnten die Veranstalter des Weser-Ems-Cup in allen zwölf Rennen in diesem Winter begrüßen. Das Gros bilden dabei die Hobbyklasse der Männer mit 79, noch stärker vertreten sind nur die Senioren (über 40), die mit 87 Teilnehmern die Spitze aller Rennklassen halten. Zum Vergleich: In der Eliteklasse der Lizenznehmer gingen in diesem Jahr 76 Rennfahrer an den Start.

ImageDamit nutzt so ziemlich jeder in Norddeutschland, der im Besitz eines Crossrades ist, den Weser-Ems-Cup, um sich entweder über den Winter die nötige Form für die Straßensaison anzutrainieren, oder sich einfach mal im Gelände zu versuchen. Und das muss, abgesehen von der persönlichen Ausrüstung, gar nicht mal teuer sein. Ein moderates Startgeld von sieben Euro wird einem Hobbyfahrer pro Rennen abgenommen. Geboten bekommt er dafür eine routinierte Organisation, die ihm fast perfekte Wettkampfbedingungen bietet. Denn hier haben die Veranstalter mittlerweile ihre Erfahrungen und arbeiten eng mit den ausrichtenden Vereinen zusammen. Nicht immer aber stößt die Streckenführung bei den Hobbyfahrern auf Gegenliebe. Oft werden vermeintlich zu schwierige Passagen, wie Hürden oder anspruchsvolle Anstiege oder Abfahrten, herausgenommen. Manchmal mit Recht, manchmal aber wünschen sich die Teilnehmer auch Rennen auf dem Originalkurs. Das ändert aber nichts daran, dass der Weser-Ems-Cup eine der beliebtesten Rennserien, vor allem für Hobbyfahrer, ist. Und es ändert auch nichts daran, dass der Querfeldeinradsport weiter boomt. Nur aus einer breiten Masse können schließlich die Talente gesichtet werden. Und wo sollen die sich testen, wenn nicht vor der eigenen Haustür?  (rp)

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