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Ice-Rider Sch?mberg 2008 ? beinahe vom Winde verweht!
Donnerstag, 31. Januar 2008
Hallo liebe Leserinnen und Leser des Challenge-magazin.com!

Die neue Saison hat gerade erst begonnen, und während die Bahn-Asse noch bei den Berliner-6-Days um das Lattenoval jagen, die Straßenelite sich bei der Down-Under-Tour in Australien oder der Katar-Rundfahrt langsam für die europäische Straßen-Saison einrollt und die Radcrosser im italienischen Treviso ihre Weltmeister küren, sollte man eigentlich annehmen, dass die einheimischen Fahrer sich noch in südlichen Gefilden wie Mallorca auf die kommenden schweren Monaten vorbereiten und dort bei angenehmen Temperaturen ihre Trainingskilometer herunterspulen.

Aber so ist es nicht! Die Ex-Profis Heinz Betz und Gregor Braun, jetzt Geschäftsführer der Radsportakademie in Bad Wildbad, riefen am letzten Januar-Wochenende zum Ice-Rider der Mountainbiker in Schömberg im nördl. Schwarzwald.

Und sie kamen in Scharen!

ImageVon einfachen Hobby-Fahrern, die ihre überflüssigen Weihnachtspfunde verlieren wollten, bis hin zu den deutschen Topfahrern der MTB-Bundesliga, wie Jochen Käß und Hannes Genze, beide vom Team Albgold, war alles vertreten. Insgesamt gaben sich über 250 Fahrer die Ehre.

Zur Auswahl standen 2 verschiedene Distanzen: die Kurzdistanz über 4 Runden à 7,3 km = 29,2 km und die Langdistanz über 7 Runden à 7,3 km = 51,1 km.

Die Macher der Radsportakademie hatten eine bei jedem Wetter gut befahrbare Strecke zusammengestellt, die aus 5 % geteerten Straßen sowie 95 % Forst- und Waldwegen bestand. Auch an den geforderten Schwierigkeiten mangelte es nicht, und so mussten pro Runde rund 200 Höhenmeter bewältigt werden.

ImageAber dies allein waren an diesem Tag nicht unbedingt die größten Schwierigkeiten. Als sich um 10.00 Uhr die Teilnehmer zum Start der Langdistanz versammelten, wäre es mit den gemessenen Temperaturen von 6 Grad ja noch gegangen; ebenso die Tatsache, dass weder Eis noch Schnee oder Regen die Strecke zusätzlich erschwert hätten. Da der Startbereich jedoch auf einem Höhenrücken lag und es einen teilweise orkanartigen Wind gab, fühlte sich die Temperatur recht schnell wie im Minusbereich an, und der Ice-Rider machte dann wenigstens so seinem Namen alle Ehre. Zudem gab es immer wieder derart heftige Windböen, die manch einen Fahrer in arge Schwierigkeiten brachten und ein gutes fahrerisches Können erforderlich war, um nicht im Graben zu landen.

Sehr zum Gefallen der Zuschauer gelang dies jedoch nicht immer, so dass mancher Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes „vom Winde verweht“ wurde und die Hoffnung auf eine fordere Platzierung begraben musste.

ImageAber auch im vermeintlich windgeschützten Wald war man vor den Tücken des Sturms nicht immer ganz sicher. So blickten manche Fahrer sorgenvoll in die Baumgipfel und fragten sich, ob diese dem Sturm wohl standhalten würden. Aber durch den Blick nach oben waren doch einige Fahrer zu sehr abgelenkt, so dass ihnen hin und wieder eine Wurzel oder ein Loch im Waldweg einen Strich durch die Rechnung, sie dafür aber Bekanntschaft mit dem Waldboden machten.

Vom Start weg setzten sich natürlich die erfahrenen Fahrer wie Roland Golderer, Lukas Kubis, Hannes Genze oder Jochen Käß ab und fuhren von Runde zu Runde einen immer größeren Vorsprung heraus. Der Erste, der dem hohen Tempo an der Spitze Tribut zollen und die anderen 3 ziehen lassen musste, war Roland Golderer vom Team TEXPA-Simplon.

3 Runden vor Schluss konnte dann auch Hannes Genze nach kurzzeitiger Führung das Tempo von Lukas Kubis nicht mehr mitgehen. So gewann dann nach 7 schweren Runden ein sichtlich zufriedener Lukas Kubis vom Team Best-Bike-Parts / Haibike das Rennen der Langdistanz vor den Fahrern Jochen Käß (2.) und Hannes Genze (3.), beide vom Team Albgold.

Bei den Frauen setze sich Elisabeth Brandau als insgesamt beachtliche 27. (ebenfalls Team Best-Bike-Parts) vor Almut Gries vom Team Woba durch.

Auf der Kurzdistanz setzte sich mit Philipp-Maximilian Daum erneut ein Best-Bike-Parts-Fahrer durch. Zweiter wurde Rene Hördemann (Team Focus) vor Michael Fischer (Team Woba).

ImageSo kam das Team Best-Bike-Parts zu einem herausragenden und verdienten 3-fach Erfolg!

Nach Zieleinlauf und durch den starken, inzwischen eiskalten Wind verursacht, suchten die meisten Fahrer sofort ihre Autos bzw. Camper oder die heiße Dusche auf um sich nicht zu erkälten und so die weitere Saisonplanung zu gefährden.

Auf Veranstalterseite war man mit der Resonanz auf das Rennen und dessen Verlauf vollauf zufrieden und beabsichtigt auch 2009 eine Neuauflage des Ice-Riders durchzuführen.

ImageSo, das war’s dann mal als Auftakt in die neue Saison, und ich verbleibe mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche und sturzfreie Saison,

Euer Björn Schultheiss -
Schömberg – 27.01.2008
 
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