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Offener Brief von Alexander Bauer
Dienstag, 22. Januar 2008
ImageAuch gut drei Monate nach Saisonende ist die T-Mobile Cycling Tour noch nicht ganz abgeschlossen. Die ersten fünf Fahrer und Fahrerinnen der Gesamtwertung wurden nicht für die angekündigten Preise der Altersklassenwertung berücksichtigt. Auch nach einem Korrekturversuch bei der Preisverteilung wurde bisher noch keine Lösung gefunden, mit der sich beide Seiten anfreunden können.

Alexander Bauer, der Sieger der T-Mobile Cycling Tour 2007 informierte die Redaktion des Challenge-Magazin.com über den Sachverhalt aus Sicht der Fahrer. Zwei E-Mails von Alexander Bauer an die Firma Schmidt und Kaiser und den BDR verdeutlichen die Position der Fahrer/innen.


Samstag 12. Januar 2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Saison der Jedermann-Radsportler war schon lange vorbei, da gab es Anfang Dezember endlich eine Pressemitteilung von Ihnen zu den Gewinnern der T-Mobile Cycling Tour 2007. In der Zwischenzeit wurde der Radsport, in schönster Regelmäßigkeit und inzwischen fast schon zur Gewohnheit geworden, von einer Dopingmeldung und Hiobsbotschaft nach der Anderen erschüttert.

Spätestens mit dem Ausstieg der Telekom beim Team T-Mobile fragten auch wir Jedermänner, wie es 2008 mit der Jedermannrennserie und auch mit unseren Preisen für das 2007 aussieht.

Umso erfreulicher kurz vor Weihnachten so positive Nachrichten zu bekommen und sich auf die Sachpreise und das angekündigte Trainingswochenende in Badenweiler zu freuen. Da vergeht die graue Jahreszeit doch gleich viel schneller und die Trainingsmotivation steigt. Noch schöner, wenn man das folgende liest:

"So haben sich die Fahrerinnen und Fahrer an der Spitze ihre Preise redlich verdient. Den ersten fünf Männern und Frauen der Gesamtwertung winkt mit dem T-Mobile Cycling Weekend in Badenweiler ein viertägiger Aufenthalt inkl. Hotel, Betreuung und Trainingsausfahrt. Den ersten drei der jeweiligen Altersklassenwertung winken interessante Sachpreise."

In der Tat, die Preise haben wir uns redlich verdient. Nicht nur das wir Teilnehmer, wie Sie in Ihrer Pressemitteilung schreiben, jede Menge Durchhaltevermögen und eine große Portion Fortune haben, nein wir mussten auch viele Kinderkrankheiten dieser noch jungen Rennserie aushalten.

Umso erstaunter sind wir nun zu hören, dass die angekündigten Sachpreise für die Altersklassenwertung den ersten fünf der Gesamtwertung vorenthalten werden sollen. Das geht aus der Pressemeldung aber in keinster Weise hervor.

Ungeachtet der erreichten Platzierungen in der Gesamtwertung, sollten die Preise, die hierfür vergeben werden, keinen Einfluss auf die Preise der Alterklassenwertungen haben, da es sich schließlich um völlig getrennte Wertungskategorien handelt.

Logischerweise sind die Ersten der Gesamtwertung auch in den Alterklassenwertungen ganz vorne vertreten. Bei 42 zu vergebenden Platzierungen in den Altersklassen, wäre es ein Armutszeugnis, wenn für die 10 Männer und Frauen der Gesamtwertung keine Altersklassenpreise kalkuliert worden sind.

Außerdem schreiben Sie in Ihrer Pressemitteilung, das insgesamt 150 Preise ausgelobt werden. 10 x Gesamtwertung + 42 x Altersklassenwertung + 99 Gewinner der Verlosung = 151 Preise

Wenn Sie Ihr Reglement ändern wollen, so haben Sie dafür für die Cycling Tour 2008 noch alle Möglichkeiten. Den Fahrern der 2007er Veranstaltung im Nachhinein aber hart erkämpfte Preise vorenthalten zu wollen ist keine
Werbung für diese Rennserie.

Wenn man sieht das unter allen Teilnehmern der Serie z. B. ein GIANT T-Mobile Team Replica im Wert von ca. 2600,- EUR verlost wird, den TOP-Five der Gesamtwertung aber gesagt wird, dass der Wert des Trainingswochenendes in Badenweiler schon so hochwertig sei, dass sie in der Preisverteilung der Altersklassen nicht mehr berücksichtigt werden, dann fängt man schon an die Wertigkeit des Ganzen in Frage zu stellen.

Oder bekommen die Gewinner der Verlosung, bei gleichzeitiger Alterklassenplatzierung, etwa auch keine Alterklassenpreise bzw. sollte es sich zeitgleich bei dem Gewinner des Team Replica um einen Fahrer der TOP-Five handeln, dann entfällt auch das Trainingswochenende???

Dieses Handeln hinterlässt viele Fragezeichen und einen bitteren Beigeschmack. Wir bitten Sie diese Entscheidung noch einmal zu überdenken. Und wie Herr Frommert beim Ausstieg von T-Mobile aus dem Radsport gesagt
hat: Es soll nicht die treffen, die nichts dafür können.

Freundliche Grüße
best regards
 
Alexander Bauer



Montag 21. Januar 2008


Liebe Verantwortliche beim BDR und Firma Schmidt und Kaiser,

zuerst einmal vielen Dank, dass Sie uns doch noch einen Sachpreis haben zukommen lassen.

Ein glückliches Händchen kann man Ihnen dabei leider nicht bescheinigen, wie es daran in der vergangenen Saison überhaupt oft gefehlt hat.

Nachdem schon die Gesamtsiegerehrung der Cycling Tour in Münster wegen organisatorischer Mängel vor ziemlich "leeren Rängen" fast vollkommen unbeachtet stattfand, wird der Eindruck, dass es an einem insgesamt stimmigen Gesamtkonzept fehlt (und dazu gehört nun einmal auch die Abwicklung), immer wieder bestätigt.

Dass Sie uns jetzt, nachdem wir protestiert haben, 10 x den Radcomputer Polar CS 100 zuschicken, den wir bereits in Münster auf der Bühne von Udo Sprenger mit den Worten: "Vorab schon mal eine Kleinigkeit, die weiteren Preise folgen." überreicht bekamen, ist mehr als traurig, zeigt aber eindeutig, welchen Stellenwert wir bei Ihnen einnehmen.

Uns das gleiche Präsent jetzt noch einmal als Sachpreis der Altersklassenwertung zu senden, während andere AK-Sieger Handys im Wert von ca. 400,- € und AK-Zweitplatzierte Einkaufsgutscheine im Wert von 200,- € bekommen, macht uns mehr als sprachlos.

Natürlich verfolgen Sie mit der Cycling Tour den Zweck, den Radsport einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und mehr Sportler in die Vereine zu holen. Der Spaß und das Ereignis sollen im Vordergrund stehen.

Doch genau das ist bei uns der Fall. Wir haben Spaß an der Sache und die Chancen die diese Serie bietet sind riesengroß. Schade wenn dann die Leute, die zum Großteil schon im Verein organisiert sind und die der ganzen Veranstaltung einen sportlichen Stellenwert jenseits einer RTF geben, im Nachhinein so Stiefmütterlich behandelt werden.

So viele Teilnehmer es auch gibt, so ist die Radsportszene auch im Jedermannbereich doch wiederum sehr klein (sprich nah beieinander).

So wird auch dieses Thema in den einschlägigen Internetforen und den Online-Magazinen diskutiert. Das wiederum ist dann keine Werbung für die Cycling Tour.

Uns geht es einfach nur um eine faire Behandlung. Das kann ja eigentlich nicht so schwer sein. Vielleicht überdenken Sie die Preisgestaltung daher noch einmal. Wir sind auch gerne bereit die erhaltenen Radcomputer zurückzusenden.

Freundliche Grüße
best regards
 
Alexander Bauer
 
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