Ich bin bis oben hin voll Adrenalin!
Freitag, 1. Juni 2007
Interview mit Judith Cramer

Interview mit Judith CramerJudith Cramer (34) ist Kaufm. Angestellte aus Hürth bei Köln und erfolgreiche Jedermann-Fahrerin. Sie belegte bei der Rund um Köln Focus-Challenge den dritten Platz.

Herzlichen Glückwunsch zu Platz 3 im Jedermann-Rennen bei Rund um Köln! Wie sind Sie zum Radrennsport gekommen?

Aus Spaß am Radfahren, ich liebe Schnelligkeit, den Wind um die Nase und das Gefühl von Freiheit. Ich komme aus dem Sauerland, da bin ich seit 1998 Mountain-Bike gefahren. Als ich nach Köln kam und nicht zuletzt durch meinen Lebenspartner, habe ich mit Rennradfahren begonnen.

Wie sieht Ihre Vorbereitung aus, haben Sie sich auf Rund um Köln besonders vorbereitet oder nehmen Sie einfach alle Rennen mit?

Da ich bei möglichst vielen Rennen starten möchte, versuche ich mein Niveau gleichmäßig hochzuhalten. Ich fahre oft mit einer Gruppe Rennfahrer mit, so kann ich Taktik und Fahren in der Gruppe trainieren. Außerdem nehme ich ein paar Tricks mit, die ich an meine Kolleginnen weitergeben kann.

Sie fahren in einem Rennteam?


Wir sind eine Gruppe von Männern und Frauen und fahren für das Team bikewear.com. Wir versuchen bei möglichst allen angebotenen Distanzen einige Fahrer/innen an den Start zu bringen, da übernehme ich auch das Organisatorische.

Was ist das Besondere bei Rund um Köln?

Rund um Köln ist unser Heimrennen, die Stimmung hier ist einfach riesig, die Strecke ist klasse und die Zuschauer entlang der Rennstrecke sind super, das ist einfach der Hammer.

Also eine rundum gelungene Veranstaltung oder gibt es Kritikpunkte?

Die Ergebniserstellung war nicht in Ordnung, da wird ein Startschuss für 3500 Leute gegeben, wenn man beim Start weiter hinten steht, sind gegenüber den ersten Startern schon einige Minuten verloren. Wir sind alle bereit,  das hohe Startgeld zu zahlen, dafür erwarten wir aber auch ein korrektes Ergebnis; mit der Zeitmessung per Transponder ist das ja eine einfache Sache.

Möglicherweise hätten Sie das Rennen sogar gewonnen?

Da ich beim Start weiter hinten gestanden habe, glaube ich schon.

Beeinflusst dieses Ergebnis Ihre Motivation für die weiteren Rennen?


Das Rennen fahren macht einfach Spaß und wir sind ein tolles Team. Ich bin eine Kampfsau in eigener Sache, so schnell gebe ich nicht auf.

Beim Jedermannrennen starten und fahren Frauen und Männer gemeinsam, gibt es damit Probleme?


Grundsätzlich nicht, allerdings kommt es vor, dass Starterinnen eine gute Platzierung nur erreichen, weil sie von einer Gruppe Männer "beschützt" nach vorne gefahren werden.

Gerade im Radrennsport gibt es immer noch große Unterschiede in der Behandlung von weiblichen und männlichen Rennklassen, wie ist das bei den Jedermannrennen?

Da gab es keine Unterschiede, Männer und Frauen wurden gleich behandelt. Auch bei der Siegerehrung wurden keine Unterschiede gemacht. Das ist hier professioneller als bei Rennen für Lizenzfahrerinnen.

Mit Judith Cramer sprach Rauthgundis Höschen
 
 
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