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Vom schwarzen Wald zum gelben Meer
Freitag, 30. November 2007
15.000 km von Deutschland nach China

ImageFür Markus Wagner aus Gegenbach im Schwarzwald erfüllt sich im Februar 2008 ein lang gehegter Traum. An seinem 32. Geburtstag startet er zu einer Reise mit dem Fahrrad vom Schwarzwald bis ans Gelbe Meer. Durch insgesamt 19 Länder wird ihn seine 10 Monate lange Tour führen. Cycling without Borders, Grenzenloses Rad fahren, lautet der Titel seines Projekts.

Es geht für Markus Wagner um mehr als die Freude am Rad fahren. Auch wenn seine Mammuttour eine enorme sportliche Herausforderung darstellt, im Vordergrund steht eine Spendenaktion zugunsten zweier Organisationen, die ihm sehr am Herzen liegen.

Zum einen die Welthungerhilfe, hier gehen die eingesammelten Spenden an das Millenniumsdorf der Welthungerhilfe Veshab in Tadschikistan. Zum anderen das Deutsche "Youth for Understanding" Komitee (YFU), eine gemeinnützige Schüleraustauschorganisation. Beide Organisationen stellen wir weiter unten im Artikel vor.

Markus Wagner
Eine tiefsitzende Neugier auf fremde Kulturen und seine Liebe, Fahrrad zu fahren. Zwei Interessen, die das Leben von Markus Wagner mit geprägt haben. Markus hat schon öfter Radtouren unternommen und ist früher auch eine Reihe von Mountainbikerennen gefahren. Schon bei der ersten längeren Tour im Anschluss an ein Auslandsstudium in Vancouver 1999 war die Idee geboren, einmal diese lange Strecke zu fahren, nahm aber erst dieses Jahr konkrete Gestalt an.

Durch verschiedene Menschenrechtsprojekte hatte Markus Wagner Erfahrung in Zentralasien sammeln können. Vor diesem Hintergrund ergab sich auch die Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe. Seit seinem Studium hat er während verschiedener – von der EU geförderter – Projekte zum Thema Menschenrechte in Zentralasien Vorträge und Seminare abgehalten.

Markus ist bereits viel in der Welt herumgekommen. Er studierte Jura in Gießen und Vancouver. Nach dem Staatsexamen arbeitete er am Max-Planck Institut für Völkerrecht in Heidelberg und begann seine Dissertation im WTO-Recht. Hieran schlossen sich ein Aufbaustudium in Stanford (2005-06) an. Zwischendurch arbeitete er vier Monate am obersten Gerichtshof Israels.

Zudem ist er seit 1994 für YFU in den verschiedensten Positionen tätig. Seine erste längere Radtour führte im Jahre 1999 von Vancouver nach Mexiko. Bis heute hat er innerhalb der USA und Europa sowie auf Island und Neuseeland mehrere Touren absolviert und konnte dadurch bereits wertvolle Erfahrungen für seine 15.000 km lange Fahrt zum Gelben Meer sammeln. Neben Deutsch spricht Markus Wagner noch Englisch, Französisch und Spanisch. Um sich während seiner Tour  besser verständigen zu können, lernt er derzeit noch Russisch.

Die Kosten
Das Gesamtbudget der Tour ist mit ca. 14.000 EUR veranschlagt. Darin sind die Kosten für die Reise selbst, als auch die Vorbereitung (z.B. neues Rad und neue Kamera) enthalten. Pro Tag budgetiert Markus Wagner mit einem Betrag von ca. 15 EUR. Für seine großartige Idee konnte Markus bereits einige Sponsoren gewinnen.

ImageEr stellt sie auf seiner Internetseite vor. Noch sind allerdings nicht alle Bereiche abgedeckt, Sponsorenbedarf gibt es derzeit noch im Bereich von Campingausrüstung sowie im Fotobereich. Besonders dankbar ist Markus Wagner dem südbadischen Fahrradgeschäft Speedzone in Herbolzheim. Hier wurde er bei der Auswahl der Komponenten und beim Zusammenbau des Fahrrades unterstützt.

Die Reise wird kein Luxusurlaub. Hauptsächlich wird Markus Wagner im Zelt übernachten und zusätzlich Angebote von Couchsurfing.org oder Hospitalityclub.org wahrnehmen, wenn nötig auch mal in einem Hotel. Hauptgrund für die Wahl der Internetportale, mit Hilfe derer man Schlafangebote in vielen Ländern der Welt finden kann ist die Möglichkeit sich mit Menschen vor Ort zu treffen und nicht in einem Hotel ohne lokalen Kontakt zu schlafen.

Die Route
Die ca. 15.000 km lange Route führt von Gengenbach im Schwarzwald über den Kaukasus und Zentralasien nach China. Ziel ist das Gelbe Meer östlich von Peking. Geplant ist die Fahrt von Februar bis November. Selbstverständlich können Verzögerungen durch Krankheit oder größere Pannen entstehen.

Die folgenden Länder liegen nach der derzeitigen Planung auf der Route: Deutschland, Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Griechenland, Türkei, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan, China. Da sich die politische Lage in einigen Ländern sehr schnell ändern kann, bezieht Markus Wagner auch Alternativrouten in seine Planungen mit ein.

ImageDoch auch das Wetter spielt eine große Rolle. Die Berge Zentralasiens sind nur im Sommer mit dem Rad zu überqueren. Sonst würde er nicht freiwillig bereits im Februar mit dem Rad die Alpen überqueren. Die gesamte Redaktion des Challenge-Magazin.com wünscht ihm jedenfalls immer gutes Wetter und natürlich keine Defekte.

Eine genaue Streckenbeschreibung mit Übersichtskarten der Alternativrouten finden Sie neben weiteren Information zum Projekt auf http://www.lemosaique.com/


Die begünstigten Organisationen

Deutsche Welthungerhilfe
Die Welthungerhilfe setzt sich in vielen Ländern gegen Armut und Hunger ein. Durch ihre Vision einer Welt ohne Hunger ist sie seit über vier Jahrzehnten mit Projektpartnern in Afrika, Asien und Lateinamerika verbunden. Durch die Arbeit der Welthungerhilfe konnte im Rahmen von über 5.000 Projekten Millionen Menschen geholfen werden.
Die Spenden der Tour werden dem Bergdorf Veshab im Norden Tadschikistans zufließen. Dort leben rund 2.000 Menschen abgeschieden und sind bislang auf auswärtige Unterstützung angewiesen. Die Welthungerhilfe führt daher Schulungen zu Anbau, Lagerung, Weiterverarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten durch und hat durch den Bau eines Bewässerungskanals damit begonnen, die Situation der Menschen vor Ort zu verbessern.

Weitere Informationen sind unter www.welthungerhilfe.de abrufbar.

Deutsches Youth for Understanding Komitee e.V.
Zusammen mit YFU-Organisationen in über 40 Partnerländern setzt sich YFU für interkulturelles Zusammenleben und aktive Völkerverständigung ein. Jährlich entsendet YFU rund 1.200 deutsche Schülerinnen und Schüler ins Ausland und nimmt über 450 Jugendliche aus anderen Ländern in Deutschland auf. Die 15- bis 18-Jährigen verbringen ein Schuljahr im Ausland und erleben dort den Alltag.

Die Gastfamilien nehmen die Jugendlichen wie ein neues Familienmitglied auf, ohne Geld dafür zu bekommen. Sie holen sich die Welt nach Hause und gewinnen so intensive Eindrücke einer anderen Kultur. Seit YFU Deutschland 1957 gegründet wurde, haben rund 45.000 Jugendliche mit der Organisation ein Austauschjahr verbracht. YFU ist ein gemeinnütziger Verein und als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Markus Wagner war in den Jahren 1993/94 selbst Austauschschüler mit YFU. Die für YFU gesammelten Spendengelder soll es Jugendlichen aus Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien ermöglichen, ein Jahr in Deutschland zu verbringen.
Weitere Informationen unter http://www.yfu.de/news/archiv/cyclingwithoutborders



Spenden
Jeder Euro ist wichtig, 15.000,- Euro sollen während der 10 Monate dauernden Tour mindestens gesammelt werden. Es dürfen aber auch mehr werden. Markus Wagner hat die begünstigten Projekte sorgfältig ausgewählt.

Auf der Homepage der Welthungerhilfe folgen Sie dem Link „Spenden Sie Online“ auf http://www.welthungerhilfe.de/grenzenlos-radeln.html . (NICHT: der grüne link „Online Spenden“) Der Verwendungszweck lautet dann automatisch Spende, wird aber dem Projekt „Grenzenlos Radeln“ gut geschrieben. Überweisungen können auch auf folgendes Konto erfolgen: Deutsche Welthungerhilfe, Konto: 1115, BLZ: 37050198, Verwendungszweck: Grenzenlos Radeln.

Überweisungen zugunsten YFU können über die Homepage www.yfu.de getätigt werden, (siehe den Link Freunde und Förderer” anschließend „Spendenformular”) oder direkt an folgendes Konto: Deutsches YFU Komitee e.V., Dresdner Bank, Konto: 0908030201, BLZ: 20080000, Verwendungszweck: Grenzenlos Radeln.
 
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