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Ein Radsportwochenende f?r die Familie
Freitag, 1. Juni 2007
Gerolsteiner Tour-Festival

Gerolsteiner Tour-FestivalDas Wetter war beim zweiten Gerolsteiner TOUR-Festival das einzige, was die Veranstalter nicht beeinflussen konnten. Ansonsten aber war alles perfekt.

Einzel- und Teamzeitfahren, Marathon und  Junior Race, dieses Wochenende bot für jeden etwas, egal ob Fahrer oder Zuschauer. Auch der äußere Rahmen stimmte, viele Geschäfte in Gerolstein waren mit dem Thema Radsport dekoriert. Beklebte Schaufenster, radfahrende Teddybären oder lebensgroße Figuren der Profis vom Team Gerolsteiner, alles war vertreten.

Am Freitag begann das Festival mit einem Einzelzeitfahren über 30,1 Kilometer auf einer bergigen, kurvenreichen Strecke. Am Vormittag fegte noch ein heftiger Wind begleitet von Sprühregen über das Zeitfahrgelände. Erinnerungen an 2006 wurden wach, doch pünktlich zum Start kam die Sonne raus. Von 375 Startern schafften es Günter Höllige aus Bönningheim und Profi-Triathlet Michael Göhner aus Reutlingen die Richtzeit des deutschen U 23-Straßenmeisters Dominik Roels, der auch der Deutsche Vizemeister der U 23 im Einzelzeitfahren ist, zu unterbieten.

Roels, der mit einer Erkältung an den Start ging, fuhr den Wettbewerb außer Konkurrenz mit. Die drittschnellste Zeit fuhr Frank Lingnau aus Dinslaken. Den Sieg bei den Frauen holte sich Annika Grüber aus Altenberge vor Mechthild Gerhardt und Inge Roersch, beide aus Köln. Kein Glück mit dem Wetter hatten die Fahrer beim Marathon am Samstag.  Zwischen vier Distanzen über 53, 101, 155 und 210 Kilometer konnten die Teilnehmer wählen. Aufgrund des Wetters schwenkten einige Fahrer um und fuhren kürzere Runden als ursprünglich geplant.

Das galt auch für die beiden Berufsfahrer vom Team Gerolstein Tom Stamsnijder und Torsten Hiekmann, sowie  für den Bahnprofi Lars Teutenberg. Der Kölner Rundstreckenspezialist fand wie auch der Rest der 1.400 Starter beim Marathon nur lobende Worte für den Veranstalter: „Die Organisation war sehr gut,  es gab kein Gedränge am Start der komplett abgesperrten Strecke. Durch Sturm und Regen vom Start an habe ich mich entschieden, heute eine kürzere Strecke zu fahren. Trotz der schwierigen Bedingungen habe ich erfreulicherweise keinen Sturz auf der Strecke mitbekommen."

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Wetter entschied über Streckenlänge

Die meisten Fahrer entschieden sich für die 101 Kilometer lange Strecke, immerhin 150 Fahrer/innen trotzten dem Wetter und fuhren die lange Strecke von 210 Kilometern zu Ende.

Schnellste Frau auf der langen Distanz wurde Carola Felchner aus München, „Ich hatte bis zehn Kilometer vor dem Ziel keine Ahnung. Plötzlich kam ein Motorradmarshall und eskortierte mich, das fand ich ziemlich nett. Erst als ich ihn fragte, warum er das macht, sagte er mir, dass ich führte“, lachte sie im Ziel. Bei den Männern gewann Stefan Mistler aus Roden. „Besonders der starke Wind war heute ein Problem, mal kam er von vorne, mal von hinten. Dazu kam der immer wiederkehrende Regen. Im Grunde war man schon beim Start durchnässt“, erklärte er erschöpft, aber zufrieden.
 
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Der Sonntag begann angenehm warm und sogar die Sonne zeigte sich zeitweise.  Einige Male tropfte es leicht, doch die Strecke blieb den ganzen Tag  trocken. Mannschaftszeitfahren und Junior Race standen zum Abschluss auf dem Programm. Schon lange vor dem ersten Start begann das Rahmenprogramm für die ganze Familie.  Muttertagsbrunch und Jazzmusik stimmten die Zuschauer auf den Renntag ein. Am TOUR-Bus erhielten Mütter zum Muttertag ein Lebkuchen-Herz und für die Kleinen gab es ein TOUR-Junior-T-Shirt.

Noch etwas zu lernen gab es beim Teamzeitfahren

Um 11 Uhr startete das Teamzeitfahren. Eine Besonderheit im Kalender der Jedermänner, hier sind die Unterschiede wohl am größten. Beim Straßenrennen fanden sich immer Gruppen zum gemeinsamen Fahren, hier wurde taktiert und auch noch um Platz 587 gesprintet. Beim Einzelzeitfahren bestimmte jeder sein Tempo und fuhr seinen persönlichen Stil.

Anders sah es beim Teamzeitfahren aus, hier entschied auch die Abstimmung innerhalb der Mannschaft über Sieg oder Niederlage, da jeweils der dritte Fahrer eines Teams gewertet wurde. Einige Fahrer kamen zu zweit, oder sogar alleine ins Ziel. Der entscheidende dritte Fahrer verlor einige Minuten und damit rutschte das Team schon mal zehn Plätze weiter nach hinten. Den dritten Fahrer mitschleppen hätte hier einige Plätze gebracht, obwohl die persönliche Zeit natürlich etwas leidet.

Für viele Teams war es das erste Mal, doch alle waren begeistert und haben für 2008 das Ziel, sich zu verbessern.  So lautete auch ein Teamname „..... schneller als 2006“, was auch gelang. Ihre Zeit von 47:34,02 Minuten für 31 Kilometer reichte, um Mannschaften wie Kniereizer, Rieslingflitzer oder auch das Hau-Rein Team, komplett aus Mitgliedern der Familie Faber zusammengestellt, in Schach zu halten.
 
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Bei den Siegern setzten sich Erfahrung und Material durch. Die Bestzeit legte das Team Bronny.de mit Christian Kock, Gerrit Schütte, Andreas Winterholler und Christian Thomas in 41:04 Minuten vor und verwies die Mitfavoriten vom Team Strassacker  mit den Fahrern Franco Adamo, Marcus Stegmaier, Jürgen Grauschopf und Markus Kunde um 5,5 Sekunden auf Platz zwei. Dritte wurde Phönix Team 1 mit Jochen Herten, Ben Dellucci, Wolfgang Paulus und Markus Kneip.
 
Bei den Damenteams hatte das Team BikeWear.com mit Mechthild Gerhardt, Judith Cramer, Eva Kitz und Isabell Sayle nach 48:14:50 Minuten die Nase ganz vorn. Zweite wurde das Team Milch-Union Hocheifel mit Irmgard Lütticken, Tine Tretner, Sandra Schwarz und Claudia Fusaro vor Julia Santer, Sabine Rudo und Christiane Fritsche vom Bonner Bronny.de Team.

Mit 43:53:10 Minuten, und damit knapp drei Minuten Vorsprung auf Platz zwei, kam das Team Agapedia Mixed 1 mit Annika Grüber, Nicole Markenbeck, Michael Fehmer und Joachim Wechner als schnellstes Vierer-Mixed-Team ins Ziel. Es folgten Team ALPTRAUM mit Manno, Schnelle, Haensch und Dietz, vor dem zweiten Team von Agapedia Münsterland in der Besetzung Braun, Schünemann, Sikucinski und Hoffmann.

Heiß auf den Start

Nun wurde die Strecke blitzschnell für die jüngsten des Festivals umgebaut. In vier verschiedenen Altersklassen von 6 bis 15 Jahren kämpften sich die Kids im TOUR-Junior-Race über den 2,54 Kilometer langen Rundkurs durch die Gerolsteiner Gassen. 155 Nachwuchsfahrer gingen lautstark vom Publikum unterstützt an den Start. Den ganzen Tag fieberten sie schon dem Start entgegen und gaben nun richtig Gas.  Bei den Älteren bestimmten Taktik und Rennerfahrung das Rennen. Hier waren viele Vereinsfahrer am Start und das Rennen wurde im Sprint entschieden. Bei den Jüngeren sah man nur wenige Rennräder, Mountainbike-Fahrer waren hier in der Überzahl und kämpften sich laut bejubelt ins Ziel.
 
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Es war ein würdiger Abschluss des Gerolsteiner-TOUR-Festival 2007, eine Werbung für den Radsport, durch Veranstalter, Aktive und natürlich durch die Einwohner des schönen Gerolstein. Im nächsten Jahr sollte auch drei Tage die Sonne scheinen, verdient hätte es diese tolle Veranstaltung auf jeden Fall. (ws)
 
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