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Falsch fahrender Radler haftet zu zwei Dritteln
Mittwoch, 7. November 2007

München - Der Zusammenstoß mit einem Auto kann für vorschriftswidrig fahrende Radler teuer werden. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervor (Az: 344 C 26559/05).

 

Üblicherweise haftet ein Autofahrer wegen der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs mit zwei Dritteln, während auf den Radfahrer ein Drittel entfällt. Bei mehreren Verkehrsverstößen des Radfahrers erhöhe sich aber sein Haftungsanteil, so das Gericht. Dies gelte etwa, wenn ein Radfahrer in der falschen Richtung unterwegs sei, im Dunkeln schlecht sichtbar sei und er ein Warnlicht missachtet.
Im Fall war eine Frau abends auf dem Gehweg einer Einbahnstraße in die falsche Richtung geradelt. Obwohl ein Warnlicht blinkte, stieß sie an einer Garagenausfahrt mit einem Auto zusammen, das gerade auf die Straße einbog. Die Radlerin wollte Schmerzensgeld und eine Erstattung der Arztkosten von insgesamt 729 Euro. Das Auto wurde eingedellt und verkratzt. Die Autofahrerin muss nur zu einem Drittel haften, während der Radlerin zwei Drittel auferlegt wurden.

 

 
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