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Mit den BiBs als Sicherungsfahrer im Einsatz
Donnerstag, 1. November 2007
ImageGestern, am 02.10.2007 starteten einige der BiB’s (Biker in der Bundespolizei) Richtung Münster, um dort als Sicherungsfahrer den Sparkassen-Muensterland-Giro zu begleiten.

Um 15:00 Uhr haben wir uns mit sieben Maschinen an der Wache getroffen. Von dort aus ging es los Richtung Münster. Einmal mehr war der Wettergott auf der Seite der BiB's und so ging es bei trockenem Wetter Richtung Norden. Erstes Etappenziel war der Rasthof Remscheid, wo wir Erwins Bruder Werner und Sylvia trafen. Von hier aus fuhren wir nun mit neun Maschinen. Alle, ähm fast alle, hatten die gelbe Warnweste an, was von der Optik her eine tolle Wirkung hatte. Da es bis Münster doch ein gutes Stückchen ist, wurde noch eine Pause eingelegt.

Kurz nach 17:00 Uhr erreichten wir Münster, wo wir zunächst erst mal die Schlüssel für unsere Unterkunft abholen mussten.

Ingulf hatte wie im letzten Jahr eine günstige Übernachtung in Münster organisiert. Schnell wurden die Sachen auf die Zimmer geschleppt, noch kurz frisch gemacht, denn für 18:30 Uhr war ein Tisch in einem türkischen mediterranen Restaurant reserviert. Vor dem Genuss stand allerdings ein etwas längerer Fußmarsch, den aber alle ganz gut überstanden haben.
 
Nach einem schönen Abend - mal abgesehen davon, dass die Bedienung in dem Lokal etwas überlastet war - machten wir uns schließlich auf den Weg Richtung Bett. Abfahrt sollte ja schon um 07:10 Uhr in der Frühe sein.
Heute Morgen dann, was soll man sagen, alle fit und schon um 10 vor Sieben bei den Motorrädern. Die Unterkunft war echt prima. Der wolkenlose Himmel versprach schon mal tolles Wetter und es fehlte nur noch das Frühstück.

ImageDas hatte aber Sigi schon im Vorfeld organisiert und so bekamen wir an der ARAL-Tankstelle, die zugleich Treffpunkt für die Sicherungsfahrer war, einen leckeren Kaffee und belegte frische Brötchen.
Hier haben wir uns dann auch mit Walter (Walter Herger leitet u.a. die Kölner Motorradstaffel; bei der Deutschland-Tour fährt er das Tafel-Motorrad!) getroffen, der für den Einsatz der Motorräder beim Giro zuständig ist. Von ihm gab es noch einige Anweisungen und Hinweise zum Ablauf sowie die Schilder für die Bikes.
Manch einer hatte noch Fragen, die Walter gerne beantwortete.

Andere klebten liebevoll die Schilder, die das Motorrad als Begleitfahrzeug auswiesen, an ihr Bike. Nachdem soweit alles geklärt war und alle Maschinen gebrandet waren, brachte uns Walter zum Startpunkt, von wo aus die Sicherungsmotorräder zur Begleitung der jeweiligen Gruppe starten sollten.

Die Wartezeit bis zum Start wurde auf unterschiedlichste Weise überbrückt. Andreas tat sich an einem Powerriegel aus dem Lunchpaket gütlich. Erwin wiederum versuchte noch auf die schnelle seine K1 200RS für den Einsatz zu modifizieren.

Endlich wurde es ernst: die Maschinen wurden gestartet, denn die ersten Gruppen der Rennfahrer wurden in den Wettkampf geschickt. Erwin achtete darauf, dass die eingeteilten Fahrer auch in der richtigen Position hinter der jeweiligen Radgruppe losfuhren.

ImageUnd dann war es soweit und ab ging die Post.
Andreas und ich durften dann die Mädels begleiten. Allerdings war es die kleinste und auch langsamste Gruppe. Sie wurde bald von den danach gestarteten Männergruppen eingeholt. Vorher allerdings habe ich noch versucht, vom fahrenden Motorrad aus zwei Bilder zumachen. War echt nicht einfach. (Sollte man den Berufsfotografen überlassen...)

Die Mädels sind sturzfrei gefahren. Bei den Männern allerdings kamen wir an zwei Stürzen vorbei, um die sich dann Andreas und Erwin gekümmert haben. Allerdings wenn man hört, wie die Radler da wütend rumbrüllen, na ja.
Am Ziel angekommen, ging es ins so genannte Nudelzelt, wo man sich eine kleine Stärkung holen konnte.

Nachdem dann alle eingetroffen waren, haben wir uns entschlossen, direkt den Heimweg anzutreten. Der Münsterland Giro ist schon ein riesiges Event mit entsprechendem Rahmenprogramm. Aber mit Motorradklamotten und Tankrucksack rumzulaufen, ist nicht der Bringer.

Ein Bericht von Kai Uwe Draeger

ImageUnsere Redakteurin Rauthgundis Höschen war als Beifahrerin hautnah dabei und erfuhr nach dem Rennen noch einige interessante Informationen über die Erfahrungen als Fahrer in einer Sicherungsstaffel. Hier ihr Interview:

Was ist der Grund für Dein Engagement bei den Rennen? Wie sieht es mit dem Spaßfaktor bei Euch aus?

Ein Grund ist mit Sicherheit, dass man hier sein Hobby für einen wirklich schönen und sinnvollen Zweck einsetzen kann.  Darüber hinaus bietet sich den Motorradfahrern der Biker in der Bundespolizei als auch denen der Motorradstaffel hier die Möglichkeit, das Motorrad in einem positiven Sinn einem breiten Publikum zu zeigen.

In einer Zeit, wo Motorräder nur durch eine hohe Zahl von Unfällen in den Medien erwähnt werden, ist es toll, wenn man bei einem solch großen Event mal etwas für das Image machen kann.  Natürlich macht es auch Spaß, auf den abgesperrten Strecken unterwegs zu sein und so unmittelbar an einem Rennen teilzunehmen. Hat schon was, mit so einem Feld durch die Zuschauerkulisse zu fahren.

Wie reagieren die Teilnehmer auf euch, gibt es Probleme mit dem Vorbeilassen oder wird euch schnell Platz gemacht?

Im Großen und Ganzen reagieren die Teilnehmer doch positiv. Allerdings glaube ich, dass die Profis das mehr zu schätzen wissen als die, die in den Jedermann-Gruppen unterwegs sind. Mit dem Platz machen geht es eigentlich. Man sollte auch immer daran denken, dass die Radfahrer hier ein Rennen bestreiten und nur ungern durch ein Ausweichmanöver für ein Motorrad vielleicht einen Platz verlieren. Auch hier reagieren die Profis laut meinen Infos ruhiger und gelassener.

Gibt es Situationen/ Dinge, die echt nervig sind?

Andreas und ich haben ja die kleine Gruppe der Frauen bei den Jedermännern betreut. Als dann die nächsten Männergruppen zum Überholen ansetzten, wurden die Mädels ganz schön an die Seite gebrüllt. Dabei hatten wir sie schon über die herankommenden Boys informiert, und in Luft auflösen können sich die Mädchen ja auch nicht. Das fand ich ziemlich nervig und mit Sportsgeist und Fairplay hat das in meinen Augen auch nicht viel zu tun.

Ich bin zu diesem Zeitpunkt ganz am Rand hinter der Frauengruppe gefahren und habe trotzdem die eine oder andere Maulerei deswegen gehört.  Habe dann in einer Einfahrt angehalten. Schneller konnten die Meckerer trotzdem nicht fahren. Auch kamen wir zu zwei Stürzen. Dass die Jungs stinkig und enttäuscht sind, kann ich ja verstehen, aber ganz ehrlich, wie sich einige so aufgeführt haben ... Das empfand ich schon als extrem nervig.

Wie läuft es mit der Verständigung untereinander und mit der Rennleitung?


Am Anfang erhielten wir ja durch Walter eine kurze Einweisung. Da alle Handys dabei haben, ist eine Verständigung untereinander kein Problem, wenn man davon absieht, dass man zum Telefonieren in der Regel anhalten muss.  Funk unter den Motorrädern wäre mit Sicherheit von Vorteil, allerdings vom Kostenpunkt her auch recht heftig, wenn man was Vernünftiges haben will.

Erkenntnis:

Das Fahren in einer Sicherungsstaffel bei einem Radrennen erfordert höchste Konzentration und ein gehöriges Maß an Radsport-Erfahrung. Darüber hinaus ist es aber auch ein Rennerlebnis der ganz besonderen Art.
 
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