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Interview Horst Fassing
Donnerstag, 1. November 2007
Alter schützt vor Siegen nicht!

ImageHorst Fassing vom PSV Iserlohn bestritt in diesem Jahr 12 von 20 Jedermann-Rennen  der T-Mobile Cycling Tour. Neben mehreren Tageserfolgen in der Altersklasse Master 4 platzierte sich der 62jährige in Triberg und in Hannover sogar in den Top Ten der Tageswertung aller Fahrer. Eine beachtliche Leistung im Feld der meist bedeutend jüngeren Fahrer. Nach einer langen Saison errang er dadurch, mit deutlichem Vorsprung, den Sieg in der Jahreswertung seiner Altersklasse der T-Mobile Cycling Tour 2007.

Herr Fassing,  erst einmal Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Altersklassenwertung.
Wie wichtig ist Ihnen dieser Erfolg?


Ich hatte mir, nach dem ich von der Altersklassenwertung Kenntnis hatte, vorgenommen, mal zu sehen, wie ich mich als „Seiteneinsteiger“ denn so bundesweit im Jedermann-Radsport behaupten kann. Dass es dann gleich für den 1. Platz gereicht hat, freut mich besonders.
 
25.880 Männer sammelten in diesem Jahr Punkte bei der T-Mobile Cycling Tour. Sie erreich-ten den 59. Platz. Wie stufen Sie Ihre Platzierung ein?

Dieser 59. wie auch der 1. Platz resultieren natürlich aus der Teilnahme von den 12 Rennen. Bei entsprechender Taktik hinsichtlich Punktekonto wäre sogar noch eine deutlich bessere Platzierung möglich gewesen. Allerdings besagt dieser Rang nun nicht auch, dass ich ein besonders guter Fahrer bin.
 
ImageWie schwer ist es, mit 62 Jahren Punkte für die Alterklassenwertung zu sammeln?


Die Punktewertung ist ein besonderes Thema. Wenn man sich in diesem Alter bei großen Teilnehmerfeldern unter den ersten 200 befinden will, ist das nicht einfach. Die Chancen, Punkte zu holen, sind im Grunde nur dann da, wenn über die jeweilige Strecke die Konkur-renz nicht so stark vertreten ist. Ich meine, es wäre gerechter, wenn die Punkte nach dem Ergebnis innerhalb der jeweiligen Altersklasse ermittelt würden.
 
Fahren Sie außer Jedermann-Rennen noch bei anderen Veranstaltungen mit? 


Ich fahre gern anspruchsvolle Strecken mit entsprechenden Höhenmetern. Bin 2005 und 2006 den Ötztal-Radmarathon gefahren. Eine tolle Veranstaltung ist auch das Gerolsteiner-Tourfestival. Dort bin ich 2006 und 2007 jeweils die 155-Km-Strecke gefahren und in meiner Altersklasse Erster und Dritter geworden.
 
ImageSie haben in dieser Saison 12 Rennen der T-Mobile Cycling Tour bestritten. Nach welchen Kriterien haben Sie die Startorte ausgewählt?

Einerseits habe ich die Startorte nach der Entfernung von meinem Wohnort und andererseits nach vermeintlich interessanten Strecken ausgewählt. Nach einigen Rennen und der daraus resultierenden Erfahrung dann aber auch nach dem Kriterium „Punkte sammeln!“ 

Der zu betreibende Aufwand an Zeit und Geld ist schon erheblich. Ich bin immerhin rund 8.500 Km gefahren. Die Kosten beliefen sich immerhin auf rund 3.500,00! 
 
ImageBereits 2006 waren Sie bei einigen Jedermann-Rennen am Start. Gab es aus Ihrer Sicht 2007 Veränderungen zum Vorjahr, was die Fahrweise und Leistung der Teilnehmer betrifft?
 
Ich habe das 2006 nicht so bewusst registriert. Geärgert habe ich mich immer nur über die Veranstalter, die lediglich 2 Altersklassen (SEN 1 / SEN 2) für die Wertung berücksichtigt hatten. Diese großen Alterssprünge sind schlichtweg unsportlich! In 2007 hat sich das aller-dings schon gebessert. Lediglich bei Rund um Köln und in Münster gab es noch diese grobe Zusammenfassung. Die Teilnehmerzahl in 2007 dürfte auch deutlich zugenommen haben.
 
Wie stehen Sie zum Austragungsmodus der T-Mobile Cycling Tour?


Hier kann sicherlich noch einiges verbessert und verfeinert werden. Die kurzen Strecken soll-ten z.B. nicht für die Punktewertung zählen. Dem jeweiligen Veranstalter müsste auferlegt werden, die Altersklassenwertung des BDR anzuwenden. Aber letztlich stellt sich wohl die Frage, ob man überhaupt über ein gewisses Maß hinaus solchen Aufwand betreiben will.

Hätte T-Mobile nicht z.B. den Erstplatzierten einer jeden Wertungsklasse ein Trikot mit dem Aufdruck „Klassensieger TMCT 2007“ aushändigen können?!
 
ImageWelche Veranstaltung hat Ihnen in dieser Saison am besten gefallen, wo sollte noch etwas verbessert werden?

Das Rennen in Fürth im Rahmen der Bayern-Rundfahrt fand ich sehr gut. Die Ergebnisse lagen schnell vor und die Siegerehrungen fanden unverzüglich nach dem Rennen statt. Was besonders positiv war – es wurden jeweils die ersten Drei einer Altersklasse geehrt!!!
 
Die Gefahren in einem Jedermann-Rennen sollten weitestgehend minimiert werden. So ist es sicherlich angebracht, bei großen Teilnehmerfeldern in zeitversetzten Blöcken zu starten. Besonders gefährliche Passagen sollten aus den Streckenplänen gestrichen werden. Hier denke ich besonders an das „Nadelöhr Schulberg“ mit der für viele Jedermänner doch hefti-gen Steigung beim Rennen „Rund um den Henniger Turm“. Ich habe bei jedem Rennen dort an der Steigung die Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes „umfallen“ sehen. Das müsste nicht sein. Hier wird die Gesundheit der Teilnehmer geradezu gefährdet.
 
ImageWerden Sie auch 2008 wieder Jedermann-Rennen bestreiten, was sind Ihre Wünsche für die kommende Saison?

Derartige Kosten wie in 2007 kann ich mir nicht jedes Jahr erlauben. Ich werde in 2008 einige für mich interessante Jedermann-Rennen bestreiten – vor allem aber dort, wo es eine faire Wertung gibt. Allen Teilnehmern an Jedermann-Rennen wünsche ich für 2008  den Genuss des Fahrens, wie ich ihn erlebt habe und wie man ihn eben nur auf solchen doch weitestge-hend optimal abgesicherten Strecken vorfindet. Besonders wichtig: „Immer gute Beine und die berüchtigte Fingerbreite Luft unter der Felge.“

Mit Horst Fassing sprach Wolfgang Schaaf.
 
http://www.awo-bundesakademie.org/   http://www.childrens-bedding-direct.co.uk/weblog/index.php/tech-resume-writer/

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