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M?nsterland-Giro weiter etabliert
Donnerstag, 1. November 2007
ImageDas war doch noch einmal ein würdiger Abschluss. 2.731 Teilnehmer wollten zum Finale der T-Mobile Cycling-Tour in Münster dabei sein. Damit konnten die Organisatoren des Sparkassen Münsterland-Giro einen neuen Rekord vermelden, der sich bereits im Vorfeld abzeichnete. Fast die doppelte Teilnehmerzahl also gegenüber dem Vorjahr, und da sind die Studenten, die bei der Internationalen Hochschulmeisterschaft an den Start gingen, noch gar nicht mit gerechnet.

„Aber damit können wir natürlich zufrieden sein“, so Rainer Bergmann vom Sportamt Münster. „Das zeigt uns, dass wir in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet haben. Und damit dürften wir wohl auch zu den besten Adressen zählen“, so der Organisationschef weiter. Das Zusammenspiel zwischen Jedermännern, Studenten und Profis jedenfalls klappte.

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Drei Distanzen, die in diesem Jahr von Münster aus ins nördliche Münsterland hinaus bis zum Teutoburger Wald führten, waren ausgeschrieben. 60 weitestgehend flache Kilometer, 100 Kilometer zum Teuto und zurück und die große Runde über 130 Kilometer mit einer Schleife durch den Teutoburger Wald boten für jeden Anspruch etwas. Hart umkämpft waren aber alle Rennen.

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Den ersten Sieg des Tages sicherte sich Nico Wernicke vom Team Strassacker, der besonders im Finale seine Erfahrungen als ehemaliger GS III-Profi ausspielte und schließlich den Spurt einer großen Gruppe gewann. Mit deutlichem Vorsprung gewann er vor Gerrit Teunis und Alexander Bauer, der damit seinen Gesamtsieg in der Serie erfolgreich abrundete. Bei den Frauen war über die lange Distanz, fast erwartungsgemäß, Judith Cramer vorn. Sie verwies Cosima Kurp und Melanie Hessling auf die nächsten Plätze.

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Zu einem Massenspurt kam es auch auf der kleinen Runde. Profiteur einer starken Teamarbeit der Mannschaften Lexxi-Team Bikewear und Agapedia war am Ende der Kölner Christof Schuck. „Die beiden Teams haben das Rennen die ganze Zeit über kontrolliert und keinen ernsthaften Ausreißversuch zugelassen“, so der Sieger, der auf der Zielgeraden am Hindenburgplatz allen anderen keine Chance ließ.

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„Christof Schuck hatten wir auch auf der Rechnung, wenn es zu einer Spurtentscheidung kommt“, wusste Oliver Lammerich. Der wurde am Ende Zweiter und wurde ein wenig überrascht vom Kölner. „Ich wusste gar nicht, wo der auf einmal herkam“, hatte er den Sieg bereits vor Augen. Den Sieg bei den Frauen über dieselbe Distanz hatte sich wenige Minuten später Katharina Reitmaier geholt, die Mandy Reinelt und Rebecca Schwantes hinter sich ließ.

Ob die Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften nun zum Rahmenprogramm gehörten oder vielleicht doch einer der Höhepunkte waren, sei zunächst dahingestellt. Das Einzelzeitfahren am Vortag in Laer, auf der bewährten Strecke des Vorjahres, war jedenfalls noch auf sich allein gestellt. Einige derer, die sonst auch bei der T-Mobile Cycling-Tour am Start stehen, hatten auf das finale Rennen der Jedermänner verzichtet, um ihre Chancen bei der IDHM wahrzunehmen.

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So auch Annika Grüber, der der Gesamtsieg ohnehin nicht mehr zu nehmen war. „Ansonsten hätte ich nochmal in mich gehen müssen“, zwinkerte sie kurz vor der Siegerehrung am Tag der Deutschen Einheit. Das Zeitfahren über die 26 Kilometer hatte sie schließlich mit einer Zeit von 37:30 Minuten gewonnen. Deutlich sogar, zwei Minuten hatte die Zweite, Josephine Clausen, bereits Rückstand. Die beiden gehörten am nächsten Tag, als es auf die 60 Kilometer-Runde ging, ebenfalls wieder zu den Protagonisten. Mit fünf Minuten Vorgabe auf das eigentliche Rennen der Jedermänner waren die Hochschulsportlerinnen ins Rennen gegangen. Schnell hatten sich auch die Stärksten unter ihnen gefunden und bildeten eine Spitzengruppe.

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Der Vorsprung vor den Jedermännern aber erwies sich letztlich doch als zu wenig. Die Frauen wurden eingeholt und fanden sich mitten im Feld der Jedermänner wieder. „Da hatten wir beschlossen, nicht zu spurten. Ein faires Rennen, nur unter uns, war da ja nicht mehr möglich“, sagte Annika Grüber hinterher. Eine aber hielt sich dann doch nicht an die Abmachung und zog den Spurt an - und wurde doch nur Zweite. Die Tschechin Andrea Babunkova wurde noch von Desiree Schuler überspurtet. Dritte wurde Inge Rösch. Annika Grüber aber ließ sich auch davon nicht beeindrucken und fuhr zusammen mit Nadine Schloss und Josephine Clausen Hand in Hand durchs Ziel.

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Fränkisch wurde auf dem Podium der Männer gesprochen. Die Universität Erlangen stellte sowohl den Hochschulmeister im Einzelzeitfahren als auch im Straßenrennen. Friedrich Meingast war beim Kampf gegen die Uhr der Schnellste. 33:28 Minuten benötigte der Ansbacher für die 26 Kilometer und verwies den Niederländer Malaya van Ruitenbeek (33:36) auf den zweiten Rang.

Der Vorjahressieger, Michael Schweizer, wurde mit 33:55 Minuten diesmal Dritter.  Einen Tag später gewann der Aachener den Spurt des Hauptfeldes, wurde damit allerdings nur Sechster. Denn schon auf den ersten Kilometern hatten sich fünf Fahrer an der Spitze zusammengefunden, die den Vorsprung auf der Fahrt durch den Teutoburger Wald auf 1:30 Minuten ausbauen konnten. Das reichte, um auch mit einem Vorsprung in Richtung Ziel zu fahren und den Sieg unter sich auszumachen.

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Auf der Zielgeraden schien Marcel Bollmann (Braunschweig) bereits den Sieg in der Tasche zu haben. Der Braunschweiger war schon früh angetreten und hatte schnell ein kleines Loch gerissen. Quasi im letzten Moment konnte Christoph Schwerdt die Lücke noch schließen. „Das war doch noch ganz schön schwer“, sagte Christoph Schwerdt im Ziel. „Ich dachte, den krieg ich nicht mehr. Dann hat es doch noch gereicht.“ Der Schwabacher verwies damit Marcel Bollmann und Frieder Uflacker auf die nächsten Plätze.

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Mit insgesamt rund 2.900 Teilnehmern beim Jedermann-Rennen und den Hochschulmeisterschaften konnte der Veranstalter mehr als nur zufrieden sein. Die Tendenz, die sich im vergangenen Jahr abzeichnete, hat sich in diesem Jahr bestätigt. Auch im kommenden Jahr, wenn die Runden am Tag der Deutschen Einheit dann durchs eher flache Westmünsterland führen, kann ein ähnlich starkes Teilnehmerfeld erwartet werden. Denn mit einer guten Organisation, einem reibungslosen Ablauf und vor allem einem positiven Feedback ist der Sparkassen Münsterland-Giro weiter auf dem Weg, eine der Top-Veranstaltungen der Cycling-Tour zu werden.  (rp)
 
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