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Saisonr?ckblick des Team Radon-Cyclepower - Teil 1
Donnerstag, 1. November 2007
Von Martin Glowacki

ImageDen Teamnamen Radon-Cyclepower haben die Leser unseres Magazins noch nicht oft gelesen. Dabei kann das Freizeit-Team mit Ambitionen, wie sie sich selber gerne nennen, auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Mehrfach sind die Fahrer/innen des Teams auf Bildern, in den Berichten im Challenge-Magazin.com zu sehen. Leicht zu erkennen an den gelben Posttrikots.

Martin Glowacki, der Leiter des Teams, fasst die Rennen der T-Mobile Cycling Tour in einem Saisonrückblick für uns zusammen:

Nachdem wir beim Münsterlandgiro 2006 mit unserem Team einen unerwarteten 5. Platz erreicht haben, stand für uns fest, wenn T-Mobile im nächsten Jahr 2007 wieder ihre beliebte Jedermann-Rennserie startet, sind auch wir wieder dabei. Also habe ich noch mehr interessierte Leute in meinen Spinning-Kursen angesprochen und für meine Idee begeistern können, die T-Mobile-Cycling Tour mitzufahren.

Am 27.01.2007 hatten wir dann unser erstes richtiges Teammeeting und beschlossen, alle Radrennen mitzufahren. Jeder von uns war sich vielleicht in diesem Moment noch gar nicht richtig bewusst, was wir uns da eigentlich vorgenommen haben, aber wir waren verrückt genug , um diese Idee in die Tat umzusetzen.
 
Der Winter war zum Glück mild von den Temperaturen her und so trainierten wir alle fleißig beim Spinning, mit dem MTB oder auf dem Rennrad. Im März dann die ersten gemeinsamen Ausfahrten, es war einfach toll, mit dem Team unterwegs zu sein; unsere beliebten Strecken durch das Ahrtal und die Eifel waren hart, aber von Nichts kommt Nichts oder so ähnlich.

Das erste Radrennen hat nicht mehr allzu lange auf sich gewartet, also fuhren wir auch mal nach Kölle zur Schmitze Bud, um schon mal die Kölsche Luft zu genießen, als wir dann noch ne Runde durchs Oberbergische fuhren, sind wir in Untereschbach einen Hammeranstieg hochgefahren ca. 17% und 2 km lang, genau das Richtige, um später in Sand (bei RuK) den Berg, zu erklimmen.

Image09.04.2007 Rund um Köln
Ostermontag, der Tag der Wahrheit. Schon auf dem Weg von Köln-Deutz (Messe-Parkplatz) nach Leverkusen mit dem Rad und den vielen anderen Gleichgesinnten merkten wir alle, wie gut drauf  die Konkurrenz war. Keiner konnte es mehr erwarten, dass endlich die Radsaison mit dem Rad-Klassiker schlechthin beginnt, alle waren irgendwie heiß aufs Rennen und so starteten wir auch. Mit 50 - 55 km/h überholten wir erst mal die ganzen VIP-Starter, die ca. 600 m vor uns gestartet sind, und dieses harte Tempo fuhren wir bis nach Odenthal, mein Puls war da schon bei 176, leider hatte ich eine Woche vorher eine Grippe bekommen, aber kneifen gilt nicht.

So wild, wie teilweise einige unterwegs waren, dauerte es nicht lange und die ersten Stürze ereigneten sich. Dann kam auch schon der erste Berganstieg und da zollte ich meiner einigermaßen auskurierten Grippe Tribut. Wie es dann aber wieder bergab ging, konnte ich mich relativ schnell erholen, um dann den Hammeranstieg bei Spitze zu bewältigen mit 14%.

Dann ging es weiter Richtung Bensberg, leider stürzte ich kurz vor dem eigentlichen Anstieg in Bensberg, weil ich durch einen Mitfahrer abgedrängt wurde, also versuchte ich nochmals, alles zu geben und schließlich bin ich dann von Bensberg bis nach Köln irgendwie über jeden Kanaldeckel gefahren, weil mich keiner in den Windschattenpulk reinließ. Als ich dann durch das Ziel in Köln am Rhein fuhr, konnte ich vor Sitzschmerzen nicht mehr auf dem Sattel ausharren - und das tagelang. Mit unserem Teamergebnis waren wir mehr als zufrieden.

*Fazit:* Rund um Köln war eine schöne Radveranstaltung, aber lieber Herr Tabat, warum müssen VIP-Starter, die vielleicht noch nie auf dem Rennrad gesessen haben, 600 m vor dem Hauptfeld starten, dadurch riskieren Sie nur unnötige Stürze etc. durch deren Unsicherheiten auf der Strecke.

29.04.2007 Tour d’Energie von den Terrassen in Göttingen
Am Vorabend fuhren wir die Strecke mit dem Auto ab, ohne uns große Gedanken zu machen, dass es am nächsten Morgen härter und anstrengender werden würde, als wir es in Erinnerung hatten, trotz doppelter Portion Spaghetti am Vorabend und guter Motivation. Aber wir waren doch irgendwie so gut an diesem Tage, dass wir hier auch wieder mit einer tollen Teamarbeit überzeugten.

Ein besonderer und fairer sportlicher Dank gilt hier einem Fahrer des Lexxi Teams, der an einem Berg auf mich gewartet hatte, als mir etwas die Kraft fehlte, mitzuhalten. Dafür habe ich ihn dann bei der Zielankunft sportlich an mir vorbeigelassen.

*Fazit*: Eine tolle Veranstaltung und eine Stadt, in der man abends toll in Straßencafés sitzen kann, wäre da nicht dem Veranstalter diese Unsportlichkeit unterlaufen, die späteren Sieger aus einem ganz anderen Startblock starten zu lassen, so das die anderen Teilnehmer der kürzeren Distanz keine Möglichkeit mehr hatten, ihn einzuholen. Danke außerdem für die tolle Bilder-CD und das kostenlos, ja wirklich kostenlose Bilder - und das auf CD.

Image01.05.2007 Rund um den Henninger Turm
Ein Radrennen der Sonderklasse mit viel Tradition, hier kommt das Fahrerfeld aus ganz Deutschland und den angrenzenden Nachbarstaaten. Tolles Wetter und die Stimmung war Klasse vor dem Start; in Höhe der Polizeistation in Frankfurt-Höchst sogar das Fahrerfeld angeführt, dann weiter Richtung Taunus über die Autobahn. Kurz vorher auf einer angeblich abgesperrten Straße: man will antreten, um in der Spitzengruppe weiterhin vertreten zu sein, steht urplötzlich ein älterer Herr mit seinem Benz vor einem ... ich kam im letzten Moment noch vorbei, da hörte ich es schon hinter mir krachen von Leuten, die nicht mehr schnell genug ausweichen konnten.

Leider verloren dadurch einige den Anschluss zur Spitzengruppe, aber man fuhr weiter und drückte aufs Tempo Richtung Taunus, dann kamen die Fahrerfelder und Inliner wieder zusammen und fuhren Richtung Frankfurt. Wenn man da nicht eine gute Gruppe hat, ist man bei dem Gegenwind alleine. Durch die Stadt geht es richtig knackig, dann an das Mainufer und weiter Richtung Main-Taunus-Center; endlich geschafft und Petrus war auch gnädig.
 
*Fazit*: Nachdem es bereits im letzten Jahr diverse Mängel mit der Absperrung und fehlenden Hinweisen auf Gefahrenstellen vor Ort auf der Rennstrecke gab, ist das für mich persönlich das schlechteste Radrennen der T-Mobile Cycling Tour, denn von einem Veranstalter mit dieser Erfahrung und Tradition kann man als Teilnehmer mehr erwarten.

Vor allem, wie kann man Inliner mit Radfahrern auf eine Strecke lassen? Ich persönlich finde das unverantwortlich. Schade eigentlich, weil die Veranstaltung am Main-Taunus-Center schön aufgemacht ist, mit einem tollen Rund-um-Programm und Sachpreisen.

28.05.2007 Neuseen Classics in Leipzig
Da ich im letzten Jahr bereits in Dresden beim Radrennen dabei war, hörte ich nur Gutes über dieses Radrennen und das hatte sich auch bestätigt, obwohl das Radrennen von viel Regen überschattet wurde. Aber eine ganz tolle Organisation und vor allem sehr faire und sportliche Fahrer/-innen.

Die Starter aus den neuen Bundesländern können einfach toll Rad fahren und lutschen nicht am Hinterrad, wie das leider in den alten Bundesländern viele machen. Zwar musste ich einige motivieren, um zum Schluss nochmals Gas zu geben mit Viva Colonia etc. Aber nur so kann man das Tempo hochhalten und vor allem ein tolles Teamergebnis einfahren.
 
*Fazit*: Auch wenn hier einige wenige Starter/-innen durch einen Doppelstart eine unnötige Unsportlichkeit begangen haben, was aber anschließend geklärt wurde von seitens des Veranstalters. So ist das Radrennen in Leipzig eines der schönsten gewesen in diesem Jahr der T-Mobile  Cycling Tour, das ist Werbung für den Radsport auch für den Veranstaltungsbereich mit kostenlosen Massagen etc..

03.06.2007 Internationale Bayern-Rundfahrt
Ein Radrennen wie das in Köln von der Art und Weise der jeweiligen Starter/-innen, manche hatten wohl an diesem Tag zuviel Adrenalin in ihrem Körper. Direkt vom Start weg ist mit Geschwindigkeiten gefahren worden, als würde der/die Sieger/-in 10.000,-- Euro bekommen. Die Streckenführung war einfach genial oder ist sonst schon mal jemand auf der Stadtautobahn mit dem Rennrad unterwegs gewesen? Nein? Wir schon und es war hart aber einfach nur geil, mit Tempo 55 - 60 km/h über die Piste zu jagen.

Allerdings ist diese schöne Veranstaltung mit vielen Stürzen bei allen in Erinnerung geblieben, teilweise auf ganz gerader Strecke kam es zu furchtbaren Stürzen von übermütigen und hitzigen Fahrern/-innen. Vielleicht hätte man lieber die Teilnehmer/-innen aus zwei Startblocks starten lassen und nicht aus einem. Zum Glück ist aus unserem Team keiner in einen Sturz verwickelt gewesen, sodass wir auch hier wieder tolle Ergebnisse einfahren konnten.

*Fazit*: Ein ganz großes Lob an den Veranstalter, das Rahmenprogramm war einfach super, Live-Musik, Messe-Stände etc., die Streckenführung (Stadtautobahn) außergewöhnlich und eine tolle Idee; sehr hilfsbereite Helfer und die Streckensperrungen waren Klasse.

Image03.06.2007 Velotour auf der WM-Strecke in Stuttgart
Zum Glück gab es da nicht so ein Hick-Hack um die Starter wie Monate später bei der WM, was dem Radsport mit Sicherheit nochmals geschadet hat, besonders auch uns Jedermann-Teams hinsichtlich zukünftiger Sponsorensuche etc.

Die Strecke war sehr anstrengend, nein, sie war der Hammer, diese Steigungen wollten einfach nicht aufhören. Egal wie viele Runden man fuhr, der Körper litt und man konnte Mitleid mit den Profis haben, die diese Strecke 14 mal bewältigen mussten. Unser einziger Starter war, obwohl er Berge über alles gern hat und aus dem Schwarzwald kommt, einfach nur platt hinterher und so ist es vielen dort ergangen.

*Fazit*: Sehr gute Organisation, halt weltmeisterlich und das Rahmenprogramm stimmte auch.

09.06.2007 GP Triberg-Schwarzwald
Oh je, was für ein schlimmes Hotel hatten wir gebucht, da freut man sich nach einer langen Fahrt auf ein schönes und sauberes Zimmer und was findet man vor? Genau, eine Kleintier-Zoohandlung im Zimmer, da hatte ich noch mit dem Busfahrerzimmer das sauberste ..lach.

Wer Berge mag, der will dorthin, denn dort tobst du dich so richtig aus. Die Geutsche ist mein Lieblingsberg, denn steiler wird da keiner mehr oder so ähnlich lautet das Motto von den hm Junkies. Als wir die Strecke im Dunkeln mit dem Auto abgefahren sind, da wusste ich, dass es am nächsten Morgen nicht mein Tag wird und als es am Morgen regnete schon gar nicht, aber zum Glück wurde das Wetter beim Rennen von Minute zu Minute besser und vor allem wärmer.

Direkt vom Start fuhr man den 4,6 km langen und harten Anstieg mit 17% in der Spitze hoch, oben noch kleinere Wellen, die es auch noch in sich hatten und erst dann ging es wieder wohlverdient bergab, bis dann der nächste Anstieg mit ca. 13% auf einen wartete und die Leute vor Ort einen anfeuerten, bis man schließlich wieder in Triberg ankam und wieder hoch musste. Zum Glück hatte ich mich nur für zwei Runden gemeldet wie auch alle anderen in unserem Team; dass wir anschließend die Teamwertung gewannen, erfüllte uns mit besonderem Stolz.

*Fazit*: Nun, über die katastrophale Zeitmessung müssen wir wohl kein Wort mehr verlieren, allerdings hätte ich es von Seiten des Veranstalters als ehrenhaft empfunden, wenn er uns die Hälfte der Anmeldegebühren zurückgezahlt hätte. Ansonsten war die Organisation gut, nur störend empfand ich wie auch andere die Autos von den Profi-Teams auf der Rennstrecke und die viel zu kurze Zeitvorgabe für die Durchschnittsgeschwindigkeiten der Teilnehmer/-innen.

Image30.06.2007 Deutsche Meisterschaften in Wiesbaden
Ein hartes Rundstreckenrennen, vor allem, wenn man vorher angenommen hat, dass die Streckenführung woanders lang geht, aber egal wenn man bei der T-Mobile  Cycling Tour Wertung vorne mitfahren will, muss man jede Strecke fahren, ob man will oder nicht.

Direkt vom Start ging es schnell los, leider gab es keine Startblockeinteilung, und nach dem Start gab es sofort eine ungesicherte Baustelle mitten in der Streckenführung, dazu musste man höllisch aufpassen, dass man nicht in die längst zur Fahrbahn eingefassten Gullydeckel hinein fuhr.

Sobald es aus Wiesbaden Richtung Königstein rausging, wurde dieser kurze, knackige Anstieg zur Tortur; allerdings bedankten sich die Beine anschließend bei der langen Abfahrt Richtung Wiesbaden (Bahnhof), um sich dann wieder Runde für Runde zu quälen. Auch hier konnten wir ein gutes Teamergebnis einfahren, auch wenn eine unserer Starterinnen Pech mit einem Schlag ins Vorderrad hatte.

*Fazit*: Manchmal sollten Veranstalter bedenken, dass wir Freizeitsportler/-innen sind und keine Profis und dass man nicht unbedingt unnötigen Gefahrenquellen ausgesetzt werden muss. Ansonsten eine schöne Veranstaltung mit vielen Zuschauern an der Strecke, die uns toll angefeuert haben.

Teil 2 erscheint in der Dezember-Ausgabe

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