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Interview Thomas Wickles
Montag, 1. Oktober 2007
ImageThomas Wickles, Vorsitzender vom RADioAKTIV RACING Pegnitz e.V.,  bewegt sich normalerweise in der MTB Szene. Bei zwei Rennen wagte er den Versuch an Jedermannrennen auf der Straße teilzunehmen. Schon seinen ersten Auftritt in Fürth, im Rahmen der Bayernrundfahrt am 3. Juni 2007, schloss er mit einem Erfolg ab. Bei seinem zweiten Start „Rund um die Nürnberger Altstadt“, folgte prompt der zweite Sieg.

Herr Wickles, da Sie nur selten bei den Jedermannrennen starten, möchten wir gerne etwas über Ihren sportlichen Hintergrund erfahren. Erzählen Sie uns doch bitte ein wenig über sich und Ihre sportliche Laufbahn.

Ich habe 1999 im Gründungsjahr des OTV MTB CUPS das erstemal ernsthaft ein MTB Rennen bestritten, konnte in den Folgejahren auch mehrmals die Jugend und Juniorenklassen gewinnen, nach meinem Abitur legte ich 3 Jahre Rennpause ein und bin erst 2006 wieder ins Geschehen eingestiegen. Mein größter Erfolg im letzten Jahr war sicherlich der dritte Platz beim Gardaseemarathon den ich heuer aufgrund eines Defektes, ähnlich platziert liegend, leider nicht wiederholen konnte. Die Motivation der Jugendlichen bei uns am Ort veranlasste uns einen eigenen Radsportverein zu gründen in dem ich als Vorstand tätig bin, so war RADioAKTIV Racing geboren und unsere Fahrer sind mittlerweile auch auf Bundesligaebene erfolgreich unterwegs.

Wie kommt ein erfolgreicher MTB-Fahrer zu den Jedermannrennen?

Das ganze war erstmals eigentlich als „Vereinsausfahrt“ gedacht. Eines unserer Mitglieder wollte unbedingt teilnehmen und hat uns alle angesteckt, so sind wir mit dem ganzen Verein und 25 Teilnehmern angerückt, am Ende hat es dann aber mir wohl am meisten Spaß gemacht.

Die Saison für die Straßenfahrer endet ja bald, wie sieht der Saisonverlauf in der MTB-Szene aus?


Ich hatte am 24.9. ebenfalls mein letztes MTB Rennen, den Abschluss des OTV Cups, konnte hierbei Platz 2 in der M20 Wertung erreichen. Auch in der Gesamtwertung erreichte ich einen TOP 10 Platz, was aufgrund einiger fehlender Ergebnisse auf jeden Fall in Ordnung geht. Die Saison hat auch schon im April begonnen und war somit zu lange um jetzt noch an einigen möglichen Marathons teilzunehmen, diese würden aber noch den ganzen Oktober hindurch angeboten.

Werden sie in der kommenden Saison wieder Jedermannrennen bestreiten?

Nachdem ich nun erfolgreich teilnehmen konnte und mich natürlich der Ehrgeiz gepackt hat, werde ich sicherlich auch nächstes Jahr wieder teilnehmen wenn es keine Überschneidungen mit den MTB Terminen gibt. Und obwohl ich auch mal Lust auf ein Lizenzrennen hätte bleibe ich doch in erster Linie Mountainbiker.

Wo sehen Sie für sich als MTBler die Vor- und Nachteile gegenüber den Straßenfahrern?


Als MTBler ist man vermutlich etwas bei den Tempowechseln im Vorteil. MTBen ist ja praktisch ständiges Intervalltraining mit unendlich vielen Sprints. Genau da liegt natürlich auch mein Vorteil bei den Massensprints,  wobei ich zugegeben körperlich auch eher für Sprints und weniger für die Berge gebaut bin.

Was sagen sie zur Organisation der beiden Jedermannrennen, an denen sie teilgenommen haben, wo liegt der Unterschied zum Ablauf bei einem Mountainbikerennen?


Der Ablauf ist doch recht ähnlich, wobei die Veranstaltungen im Vergleich zu den normalen CC Rennen viel größer sind, da ist dann bei den MTBern die Atmosphäre natürlich viel familiärer. Im Vergleich zu einem MTB Marathon gibt es dagegen kaum Unterschiede, lediglich dass die MTBer etwas weniger hart zur Sache gehen und alles in allem etwas entspannter und freundlicher sind.

Woran erinnern sie sich in diesem Jahr besonders gerne, was war eher enttäuschend?


Natürlich gehören die beiden Jedermannrennen in Fürth und Nürnberg zu den ganz besonders schönen Momenten,  vor allem deshalb weil ich mir beide Male eigentlich wenig ausgerechnet hatte, umso schöner, dass es dann zweimal so „einfach“ geklappt hat. Am enttäuschendsten war sicherlich mein Ausscheiden beim Gardasee MTB  Marathon, weil ich mir hier viel erhofft hatte, dies zog mich dann auch 2 Monate in eine kleine Krise bis es sportlich wieder einigermaßen rund lief.

Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?


Die Ziele sind natürlich eher im MTB Bereich gesteckt, so würde ich gerne im OTV Cup einen TOP 3 Platz erreichen und auch gerne einmal ein Downhill Rennen bestreiten. Natürlich würde ich jetzt auch gerne weitere Straßenrennen... solange sie flach sind fahren, vielleicht lässt sich ja etwas Vergleichbares wie dieses Jahr wiederholen.

Mit Thomas Wickles sprach Wolfgang Schaaf

http://fastessaylb.com/
www.otv-mtb-cup.de
 
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