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Saisonende: Zeit f?r K?rper, Geist und Seele
Montag, 1. Oktober 2007
Die Blätter an den Bäumen färben sich bunt und kündigen damit langsam aber sicher das Saisonende an. Was tun wenn das letzte Rennen gefahren wurde?

Ein Begriff geistert stets durch das Peleton: „Trainingspause“. Was hat es damit auf sich und brauche ich als Hobbysportler überhaupt eine Pause vom Training, welches doch so wie so immer zu kurz kommt?

Generell ist es so, dass die Trainingspause bei Profisportlern dazu genutzt wir, dem Körper Zeit zu geben sich von den harten Trainings- und vor allem Wettkampfbelastungen zu erholen. Nur dann ist es möglich mit gezieltem Training die Leistung für die neue Saison aufzubauen und im idealen Fall zu steigern. Wird das komplette Jahr durchtrainiert so kommt es zu einem so genannten Leistungsplateau.

Das bedeutet, dass ein Leistungslevel erreicht ist, dass durch regelmäßiges Training nur gehalten aber nicht gesteigert werden kann. In dieser Situation muss das System Körper erst runter gefahren und dann neu gestartet werden, um darauf aufzubauen und durch gezieltes Training neue Leistungsspitzen zu erreichen.

An diesen Punkt gelangt der Hobbysportler eher selten. Trotzdem ist eine Saison- und Trainingspause sinnvoll. Sie dient nicht nur dem Körper zur Regeneration, sondern auch Geist und Seele können sich mit neuer Energie bzw. Motivation aufladen. Motivation wird gebraucht um im Winter das oft langweilige Grundlagentraining zu absolvieren. Endlos erscheinende Stunden auf der Rolle und Ausfahrten bei Eiseskälte stehen bevor.

Aus diesen Gründen sollte das Rad konsequent während der „Pause“ nicht angerührt werden. Wer die Finger doch nicht ganz davon lassen kann darf sich mit Radpflege und dem aufziehen der „Winterreifen“ befassen.

Saisonpause heißt nicht auf der faulen Haut liegen. Vielmehr sollte die Zeit dazu genutzt werden, um sich mit Ausgleichssport fit zu halten. Hierbei sollte vor allem der Spaßfaktor im Vordergrund stehen. Sportarten wie Klettern, Schwimmen etc. sind dazu sehr gut geeignet. Muskelgruppen die beim Radfahren nicht belastet werden sollten nun wieder etwas mehr gefordert, aber nicht überbeansprucht werden.

So kann das Ende der Trainingspause dazu genutzt werden langsam wieder die Laufschuhe zu schnüren. Denn das Lauftraining dient im Winter als sinnvolle Trainingsergänzung. Nichts ist so unangenehm wie der erste Muskelkater nach dem Widereinstieg in das Lauftraining. Das liegt daran, dass die Ausdauer eines Radsportlers sehr gut ausgebildet ist. Die Muskulatur allerdings nicht daran gewöhnt ist das Körpergewicht abzufedern.

Beim Radfahren liegt das Körpergewicht auf den Armen und zum größten Teil auf dem Gesäß. Dadurch entsteht eine Disbalance zwischen Ausdauer und Muskulatur. Um diese Disbalance auszugleichen ist es wichtig mit kleinen lockeren Laufeinheiten zu beginnen. Sinnvoll ist es mit 20 Minuten zu beginnen und den Umfang langsam zu steigern. Außerdem sollte nicht jeden Tag gelaufen werden. Eine Pause von anfangs zwei, später dann einem Tag braucht die Muskulatur.

Als weitere Sportart zu empfehlen ist Eislaufen oder Inlineskating. Hierbei werden besonders Muskelgruppen beansprucht die auch beim Radfahren gefordert werden.

Eine interessante Variante ist es beim skaten unterstützend mit Langlaufstöcken zu arbeiten. Wer die Skating-Technik beherrscht und Spaß daran hat, kann auch mit Rollski trainieren. Umgekehrt ist es so, dass viele Langläufer und Eisschnellläufer im Sommer auf dem Rennrad trainieren.

Wichtig ist es, dass jeder seine Ausgleichssportart so wählt, dass sie eine angenehme und im besten Falle auch Spaß bringende Abwechslung zum Radtraining darstellt.

Also Rad in den Keller und viel Spaß beim ausprobieren von interessanten neuen oder klassischen Sportvarianten. (es)
 
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