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Challenge-Reisetipp: Flandernroute
Montag, 1. Oktober 2007
800 Kilometer durch Flandern

ImageAuf der klassischen Flandernroute entdecken Sie die schönsten Städte und Landschaften Flanderns. Die 800 Kilometer lange Radroute führt Sie durch einsame Heide, flache Polder, uriges Bauernland, flämische Dörfer und faszinierende Kunststädte. Die Route ist gut ausgeschildert und zur Hälfte autofrei. Auf der Route liegen preiswerte Wanderhütten, aber auch Schlosshotels, in denen Sie sich verwöhnen lassen können.

Route 1: Brügge - Thorn (292 km)

Mehr als die Hälfte dieser Strecke führt über ehemalige Treidelpfade an Kanälen und Flüsschen entlang. Der Rest der Route schlängelt sich durch die Heidelandschaft des Kempenlandes.

Von den Grachten der mittelalterliche Kunststadt Brügge folgt die Route dem Brügge-Gent-Kanal in die historische Altstadt von Gent. Die Kaiserstadt fasziniert durch ihre gewaltige Wasserburg Gravensteen und den Dreiklang der stolzen historischen Türme von Belfried, Niklaaskirche und Kathedrale. Die Kathedrale birgt einen der größten Schätze des christlichen Abendlandes, das Altarbild "Die Anbetung des Lammes" der Brüder Van Eyck.

ImageLängs der Schelde geht es nach Niel, von wo Sie auch einen Abstecher in die Rubensstadt Antwerpen unternehmen können. Weiter geht es entlang der Rupel in die Stadt des Glockenspiels, Mechelen. Genießen Sie das Glockenspiel auf einer Terrasse auf dem Wollemarkt am Fuße der Kathedrale bei einem leckeren Carolus-Bier.

Längs des Flüsschens Nete führt der Radweg in die beschauliche Kunststadt Lier. Sie werden sich der romantischen Stimmung des Beginenhofs schwer entziehen können, vor allem, wenn Sie die liebevolle Beschreibung des Mandelbaums von Lier des flämischen Schriftstellers Felix Timmermans gelesen haben. Weiter geht es in das grüne Kempenland mit der Spielkartenstadt Turnhout als Zentrum. Probieren Sie die lokalen Biere und Käsesorten in den malerischen Dörfern, die verstreut inmitten der Heide und Waldlandschaften des Kempenlandes liegen. Der erste Teil der Flandernroute endet an der holländischen Grenze bei Thorn, dem "weißen Städtchen" an der Maas.

ImageRoute 2: Entlang der Maas (58 Km)

Auf diesem Abschnitt folgt die Flandernroute dem Maastal. Die Maas bildet die natürliche Grenze zu den Niederlanden.

Vom niederländischen Thorn, dem "weißen Städtchen" an der Maas, geht es in das kleine Städtchen Maaseik. Auf dem malerischen Marktplatz erinnert ein Standbild an die bekanntesten Bürger der Stadt, die Brüder van Eyck, die mit dem Polyptychon "Die Anbetung des Lammes" eines der bedeutendsten Werke abendländischer Malerei schufen.

ImageAuf den Deichen geht es längs der Maas stromaufwärts in das Naturzentrum De Wissen. In diesem interaktiven Museum wird das Ökosystem Maas und das alte Handwerk des Korbflechtens anschaulich erklärt. Weiter geht es entlang des Zuid-Willems-Kanals und des Albert-Kanals vorbei an Maastricht bis nach Kanne. Kanne ist bekannt für seine Mergelgrotten, ein kilometerlanges riesiges unterirdisches Labyrinth, das nur mit Führer besucht werden kann. Eine Führung kann im Verkehrsamt Riemst (Tel.: 0032-12-45 19 30) reserviert werden.

Route 3: Von der Maas bis an die Nordsee (348 km)

Die südliche Strecke der Flandernroute beginnt im Haspengau, dem Obstgarten Flanderns. Wenn die Obstbäume blühen oder wenn die Kirschen, Birnen und Äpfel gepflückt werden, ist eine Radtour durch die hügelige Landschaft ein Erlebnis.

ImageSchon die Römer haben sich in dem fruchtbaren Land niedergelassen und den Weinbau eingeführt. Die Römerstadt Tongeren gilt als die älteste Stadt Belgiens. Antike Schätzchen kann man jeden Sonntag auf dem Flohmarkt am Fuße der römischen Stadtmauer ergattern. Weiter führt der Weg nach Leuven, der ältesten Universitätsstadt Belgiens. Hier fasziniert das hochgotische Rathaus, das an ein fein ziseliertes Schmuckkästchen erinnert. Eine Insel der Ruhe mitten in der Stadt bildet der größte Beginenhof Flanderns. Im Mittelalter lebten hier die frommen Beginen Häuschen an Häuschen.

Die Flandernroute führt vorbei an dem verträumten Rosengarten von Coloma zum Schloss von Gaasbeek, einem der schönsten Schlösser Flanderns, welches die sanften Hügel des Pajottenlandes dominiert. Weiter geht es nach Geraardsbergen. Belgier bekommen bei dem Namen feuchte Augen, denn die "Mauer von Geraardsbergen" ist ein Mythos des Radsports. Es ist eine Ehre, die härteste Kopfsteinpflasterstrecke der Welt fahren zu dürfen. Aber keine Sorge, die Flandernroute führt auf gemütlicheren Wegen in die reiche Kunststadt Kortrijk. Sehenswert ist der Beginenhof, in dem samstags das Häuschen der Beginenältesten besichtigt werden kann.

ImageLängs der Leie geht es dann vorbei an Tabakfeldern in das Tabakstädtchen Werwik. Dann führt die Strecke weiter in die ehemalige Tucherstadt Ieper, dessen gigantische gotische Tuchhalle Zeuge einstiger Größe ist. In der Tuchhalle befindet sich das Friedensmuseum In Flanders Fields, das anhand von persönlichen Schicksalen an den Stellungskrieg im Ersten Weltkrieg erinnert, der in der Gegend um Ieper und Langemark wütete. Wer mit dem Rad durch die Landschaft fährt, stößt immer wieder auf Zeugnisse der Flandernschlacht: Weiß aufleuchtende Kreuzreihen der zumeist englischen Soldatenfriedhöfe, die Eichenhaine der deutschen Gräber und die idyllischen Ententeiche, die aus den Bombentrichtern entstanden. Vom Kemmelberg hat man eine fantastische Sicht auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs.

Weiter führt die Route vom Heuvelland in die Hopfenstadt Poperinge. Auf den Feldern rankt der Hopfen bis zu sieben Meter in die Höhe. Im Hopfenmuseum wird der traditionelle Hopfenanbau dokumentiert. Im Frühjahr sollten Sie die regionale Spezialität frische Hopfensprossen probieren. Und wo Hopfen gedeiht, ist Malz nicht mehr fern. An der Klosterpforte der Trappistenabtei von Sint Sixtus kann man mit etwas Glück eines der legendären Trappistenbiere erstehen. Laut Bierpabst Michael Jackson ist es das beste Bier der Welt. Anschaulicher und nicht weniger lecker ist ein Besuch in der Brauerei "De Dolle Brouwers" in Diksmuide. Jeden Samstag brauen die "verrückten Brauer" ganz spezielle Biere auf traditionelle Art und man darf zuschauen, wie das Bier auf das kupferne Kühlschiff fließt. (jpk)

ImageWeitere Informationen zur Flandernroute und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter: http://essaytop.technology/

Fotos: Tourismus Flandern-Brüssel

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